{"id":1801,"date":"2016-09-05T14:17:32","date_gmt":"2016-09-05T12:17:32","guid":{"rendered":"http:\/\/bojournal.buergerbegehren-musikzentrum.de\/?p=1801"},"modified":"2016-09-05T14:52:19","modified_gmt":"2016-09-05T12:52:19","slug":"stadt-bochum-zahlt-130-000-e-beim-inkasso-fuer-saeumige-rundfunkbeitraege-drauf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bojournal.de\/?p=1801","title":{"rendered":"Stadt Bochum zahlt 130.000 \u20ac beim Inkasso f\u00fcr s\u00e4umige Rundfunkbeitr\u00e4ge drauf."},"content":{"rendered":"<p><strong>Wenn jemand seinen Rundfunkbeitrag nicht bezahlt, darf die Kommune das Inkassounternehmen spielen. Dieses Vorgehen verdanken wir einem Erlass des Innenministeriums. Die Landesregierung ist damals dem Dr\u00e4ngen des WDR nachgekommen, so dass Kommunen schon seit Jahren f\u00fcr die Vollstreckung der r\u00fcckst\u00e4ndigen Rundfunkgeb\u00fchren zust\u00e4ndig sind. Es ist allerdings nicht nur ein Unding, die l\u00e4stige und undankbare Aufgabe des Inkassos auf die Kommunen abzuw\u00e4lzen, Bochum zahlt dabei auch noch drauf.<\/strong><\/p>\n<p>Die Fallzahlen in Bochum sind in den letzten drei Jahren kontinuierlich gestiegen. 2013 gab es noch 3.441 Ersuchen, dass die Stadt s\u00e4umige Geb\u00fchren eintreiben soll. 2014 stieg die Zahl der Ersuchen auf 3.874 Ersuchen und 2015 sogar auf 4.782 Ersuchen.<\/p>\n<p>Das Problem dabei ist jedoch, dass Bochum wie alle anderen Kommunen pro Inkassofall pauschal nur 23 \u20ac vom WDR erstattet bekommt. Tats\u00e4chlich ist der Aufwand f\u00fcr die Bearbeitung f\u00fcr die Stadt Bochum wesentlich h\u00f6her, wie eine Anfrage der Fraktion &#8222;FDP &amp; DIE STADTGESTALTER&#8220; ans Licht brachte.. Die durchschnittlichen Kosten pro Vollstreckungsauftrag belaufen sich auf 60 \u20ac. Die Stadt Bochum, die an vielen Ecken und Enden sparen muss, ist also gezwungen, f\u00fcr die undankbare Aufgabe der Rundfunkgeb\u00fchreneintreibungen eine geh\u00f6rige Sch\u00fcppe Geld oben drauf zu legen.<\/p>\n<p>2015 belief sich der gesamte Erstattungsbetrag, als Kostenpauschale und angeforderte Beitreibungskosten, auf 154.103,93 \u20ac. Die notwendige Erstattung machte aber einen Beitrag von 286.920,00 \u20ac notwendig. Die nicht gedeckten Kosten bei der Stadt Bochum betrugen somit 132.816,07 \u20ac. In den Vorjahren war die Deckungsl\u00fccke etwas geringer. 2013 betrug sie noch 89.693,95 \u20ac, 2014 aber bereits 110.690,59 \u20ac.<\/p>\n<p>Das Land zwingt die Stadt Bochum also zu einer Inkassodienstleistung zum Dumpingpreis. Das muss ein Ende haben. Entweder m\u00fcssen die Kommunen den tats\u00e4chlichen Aufwand erstattet bekommen oder das Land sollte sich selber um das Eintreiben k\u00fcmmern. Die 130.000 \u20ac im Jahr kann die Stadt Bochum gut f\u00fcr andere Dinge gebrauchen. Mit dem Betrag k\u00f6nnte man drei Kinderspielpl\u00e4tze in jedem Jahr umgestalten und sanieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn jemand seinen Rundfunkbeitrag nicht bezahlt, darf die Kommune das Inkassounternehmen spielen. Dieses Vorgehen verdanken wir einem Erlass des Innenministeriums. Die Landesregierung ist damals dem Dr\u00e4ngen des WDR nachgekommen, so dass Kommunen schon seit Jahren f\u00fcr die Vollstreckung der r\u00fcckst\u00e4ndigen Rundfunkgeb\u00fchren zust\u00e4ndig sind. 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