{"id":3360,"date":"2021-06-16T15:25:11","date_gmt":"2021-06-16T13:25:11","guid":{"rendered":"https:\/\/bojournal.de\/?p=3360"},"modified":"2021-06-18T16:12:14","modified_gmt":"2021-06-18T14:12:14","slug":"partei-stadtgestalter-wollen-spielsucht-thematisieren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bojournal.de\/?p=3360","title":{"rendered":"PARTEI &#038; STADTGESTALTER wollen Spielsucht thematisieren"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eSpielsucht ist ein Tabuthema, das wir aus der schattigen Ecke holen wollen. Eine breitere Thematisierung in der \u00d6ffentlichkeit und der Abbau von Vorurteilen kann helfen, dass Betroffene Hilfsangebote eher wahrnehmen\u201c, argumentiert Dr. Carsten Bachert, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion \u201eDie PARTEI &amp; STADTGESTALTER\u201c. \u201eBei der Wettb\u00fcrosteuer verzockt sich die Stadt\u201c, erg\u00e4nzt der Sachkundige B\u00fcrger Timm Schmieder von Die PARTEI, denn diese hielte S\u00fcchtige nicht vom Spielen ab, sondern mache die Abh\u00e4ngigkeit nur noch teurer. \u201eDie Einnahmen sollten in die Finanzierung von Hilfsangeboten flie\u00dfen\u201c, so Dr. Bachert und Schmieder.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNachdem man viel \u00fcber Wettb\u00fcros und Steuereinnahmen gesprochen hat, m\u00f6chten wir die Betroffenen in den Fokus r\u00fccken\u201c, so Dr. Bachert. Mit einer Anfrage m\u00f6chte seine Fraktion kl\u00e4ren, welche Hilfsangebote es in Bochum f\u00fcr Spiels\u00fcchtige gibt und wie viel Mittel von der Stadt in diese Programme flie\u00dfen. \u201eEine st\u00e4dtische \u00d6ffentlichkeitskampagne k\u00f6nnte Vorurteile bei diesem schambesetzten Thema abbauen und Spiels\u00fcchtige und Angeh\u00f6rige best\u00e4rken, Hilfe aufzusuchen\u201c, sagt Dr. Bachert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Wettb\u00fcrosteuer als Mittel gegen Spielsucht zu verkaufen, verh\u00f6hnt die Abh\u00e4ngigen und treibt auch noch zus\u00e4tzlich Geld von ihnen ein\u201c, \u00e4rgert sich Schmieder. \u201eDie Steuer h\u00e4lt krankhafte Spieler*innen nicht vom Zocken mit Geld ab. Da gibt es ja auch so eine Weltneuheit wie das Internet, auch, wenn der Empfang in Bochum oft schlecht ist\u201c, so Schmieder. Die Fraktion aus PARTEI und STADTGESTALTERn hat die Einf\u00fchrung der Wettb\u00fcrosteuer im Rat abgelehnt. Sie wurde aber von der Mehrheit durchgewunken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWenn schon die Weisheit bei der Einf\u00fchrung der Steuer fehlte, dann sollte man sie wenigstens bei der Investition der Mittel an den Tag legen. Wettanbieter machen ja andauernd mit sogenannten Cashback-Angeboten Werbung. Die Stadt sollte sich das zum Vorbild nehmen und kein schlechterer Buchmacher als die Wettb\u00fcros sein: Der Gewinn aus den Wetten sollte zur Pr\u00e4vention genutzt werden\u201c, so der sehr gute Schmieder abschlie\u00dfend.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSpielsucht ist ein Tabuthema, das wir aus der schattigen Ecke holen wollen. 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