{"id":3562,"date":"2021-10-28T10:01:35","date_gmt":"2021-10-28T08:01:35","guid":{"rendered":"https:\/\/bojournal.de\/?p=3562"},"modified":"2021-10-28T10:01:39","modified_gmt":"2021-10-28T08:01:39","slug":"einzelhaendler-stossen-nutzerinnen-von-oepnv-und-rad-mit-rabatten-nur-fuers-auto-parken-vor-den-kopf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bojournal.de\/?p=3562","title":{"rendered":"Einzelh\u00e4ndler sto\u00dfen Nutzer*innen von \u00d6PNV und Rad mit Rabatten nur f\u00fcrs Auto-Parken vor den Kopf."},"content":{"rendered":"\n<p><strong>STADTGESTALTER: Einzelhandel soll auch \u00d6PNV-Tickets erstatten und Radfahrer*innen belohnen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Initiative des Bochumer Einzelhandels \u00fcbernimmt (Teil-)Kosten f\u00fcr Kfz-Parktickets. Die STADTGESTALTER halten diese einseitige Bevorzugung von Autokunden f\u00fcr unangemessen und machen einen neuen Vorschlag. \u201eDer Einzelhandel sollte konsequent auch die Kosten von&nbsp; \u00d6PNV-Tickets zumindest teilweise erstatten\u201c, sagt Dr. Volker Steude, Ratsmitglied der STADTGESTALTER. \u201eAktuell profitieren nur die Autofahrer*innen. Im Rahmen des Klimawandels und der Verkehrswende st\u00fcnde eine Ber\u00fccksichtigung von Kund*innen, die mit klimagerechten Verkehrsmittel anreisen, dem Bochumer Einzelhandel gut zu Gesicht.\u201c Auch spezielle Benefits f\u00fcr Kund*innen, die mit einem Rad oder zu Fu\u00df kommen, w\u00e4ren interessant, meinen die STADTGESTALTER.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWelche Anreize und Rabatte die Interessengemeinschaft iBO und die sie tragenden Einzelhandelsunternehmen anbieten, entscheiden sie nat\u00fcrlich selbst\u201c, stellt Dr. Steude von vornherein klar. \u201eAber in Zeiten des Klimanotstands nur die Kosten der Autofahre*innen bei einem Besuch der Innenstadt zu erstatten ist nicht zeitgem\u00e4\u00df\u201c, sagt Dr. Steude. \u201cWenn man die Nutzer*innen des \u00d6PNV und des Rades so vor den Kopf st\u00f6\u00dft, werden einige sagen,,wenn dem Einzelhandel nur die Autokund*innen wichtig sind,&nbsp; dann kaufe ich doch lieber online und meide die Innenstadt.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Die STADTGESTALTER appellieren, auch Anreisekosten von \u00d6PNV-Nutzer*innen zu erstatteten. \u201eEine pauschale Gutschrift in der H\u00f6he des Preises eines Einzeltickets der Preisstufe A nach Vorlage des Fahrscheins oder des BOGESTRA-Abos w\u00e4re praktisch, \u00fcberschaubar und sicher nicht teurer als die Erstattung der Parktickets\u201c, schl\u00e4gt Dr. Steude vor.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als gewichtiges Argument bringen die STADTGESTALTER die Umsatzzahlen ins Spiel: \u201eBus- und Bahnfahrer*innen sowie Radfahrer*innen <a href=\"https:\/\/nationaler-radverkehrsplan.de\/de\/file\/14950\/download?token=98QDN4uG\">geben Studien zufolge mehr Geld im lokalen Einzelhandel aus als Autofahrer*innen<\/a>\u201c, so Dr. Steude. \u201eZudem kommen in Bochum nur 38% der Kunden mit dem Auto in die Stadt [<a href=\"https:\/\/backend.netzn.de\/file\/8f2cef4821d89f3895d7e8b80c56d9a0_1548326090.pdf\">Auswirkungen des eCommerce auf die Verkehrsstr\u00f6me innerst\u00e4dtischer Einzelhandelsstandorte am Beispiel der Stadt Bochum<\/a>]\u201c, stellt Dr. Steude heraus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Unterst\u00fctzung von klimafreundlichen Verkehrsmittel wird auch einen Imagegewinn f\u00fcr den Bochumer Einzelhandel bedeuten. In Zeiten des Klimawandels und der Verkehrswende ist einem gro\u00dfen Teil der Verbraucher*innen eine nachhaltige Wirtschaft sehr wichtig\u201c, argumentiert Dr. Steude. Au\u00dferdem k\u00f6nne der Einzelhandel angesichts des erstarkenden Online-Shoppings gerade die klimabewussten K\u00e4ufer*innen, die sich regional orientieren wollen, f\u00fcr sich gewinnen. \u201eDas st\u00e4rkt den Standort Bochum\u201c, gibt Dr. Steude zu bedenken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAuch \u00fcber einen Benefit f\u00fcr Zweiradfahrer*innen k\u00f6nnte man nachdenken. Schlie\u00dflich verursachen diese gar keine CO2-Emissionen. Denkbar w\u00e4re ein Rabattsystem, bei dem man beim Einkauf im Bochumer Einzelhandel Punkte sammelt, die man dann in lokalen (Fahrrad-)Gesch\u00e4ften einl\u00f6sen k\u00f6nnte\u201c, \u00fcberlegt Dr. Steude.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine klare Absage erteilen die STADTGESTALTER dem Einsatz von Steuergeldern f\u00fcr solche Subventionen. \u201eDass Parktickets mit \u00f6ffentlichen Geldern subventioniert werden, war eine einmalige Corona-Ma\u00dfnahme, die sich nicht wiederholen darf\u201c, sagt Dr. Steude. Ein dauerhaftes privates Engagement der Bochumer Wirtschaft sei auch besser als wenige teure und lediglich symbolhafte kostenfreie Tage f\u00fcr den \u00d6PNV, die von der kommunalen Haushaltskasse geschultert werden m\u00fcssen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die STADTGESTALTER wollen der iBO in n\u00e4chster Zeit einen Gespr\u00e4chstermin vorschlagen, um sich in diesem Thema auszutauschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>STADTGESTALTER: Einzelhandel soll auch \u00d6PNV-Tickets erstatten und Radfahrer*innen belohnen.&nbsp; Eine Initiative des Bochumer Einzelhandels \u00fcbernimmt (Teil-)Kosten f\u00fcr Kfz-Parktickets. 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