{"id":4107,"date":"2022-05-29T16:36:10","date_gmt":"2022-05-29T14:36:10","guid":{"rendered":"https:\/\/bojournal.de\/?p=4107"},"modified":"2022-05-29T16:36:11","modified_gmt":"2022-05-29T14:36:11","slug":"frau-koala-und-die-fuenf-nasenbaeren-eine-bochumer-fabel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bojournal.de\/?p=4107","title":{"rendered":"Frau Koala und die f\u00fcnf Nasenb\u00e4ren &#8211; Eine Bochumer Fabel"},"content":{"rendered":"\n<p>Es war einmal vor vielen Jahren eine Koala-Frau. Sie erschien \u00fcberraschend auf einer wilden Party von Piraten, die auf dem Kemnader Stausee ihr Unwesen trieben. Woher sie kam, wei\u00df bis heute niemand. M\u00f6glicherweise gibt es dazu eine Gespenstergeschichte als Spin-Off.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum war Frau Koala aber bei den Piraten angekommen, so beschwerte sie sich, dass die Dortmunder Piraten einen eigenen Hafen h\u00e4tten. Irgendwie waren woanders die Dinge toller. In diesem Zusammenhang vergleichend bem\u00e4kelte sie auch die Suppe der Bochumer Piraten mit den Worten: \u201eNein! Das S\u00fcppchen ist nicht fein!\u201c, und warf undefinierbare Kr\u00e4uter hinein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"401\" src=\"https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-1024x401.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3133\" srcset=\"http:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-1024x401.png 1024w, http:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-300x118.png 300w, http:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-768x301.png 768w, http:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1.png 1049w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Umgehend bef\u00f6rderten die Piraten sie zum Smutje und schickten sie mit dem Steuermann als Geleit in den lokalen Bambushain. Dort, so dachten sie, w\u00e4re Frau Koala wahrscheinlich gut aufgehoben. Da lebten aber Pandas, weil die Piraten die Gattungen verwechselt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Also zerstritt sich Frau Koala mit dem Steuermann, und kuckte bei den Pandas in einen Topf mit arg zerkochtem Bambus darin. Da sch\u00fcttelte sie den Kopf und erkl\u00e4rte den Pandab\u00e4ren: \u201eNein! Das S\u00fcppchen ist nicht fein!\u201c, und warf undefinierbare Kr\u00e4uter hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Pandas waren baff und au\u00dfer sich, und sie machten Frau Koala zum Ehrenpanda mit Lizenz zum Brutzeln. Als solcher erfreute sie sich eine Zeit lang ihres Lebens. Dann aber kamen pl\u00f6tzlich f\u00fcnf Nasenb\u00e4ren in den Bambushain. Diese sahen sich um und riefen sogleich unisono: \u201eDiese Suppe macht nicht satt! Da muss Fleisch rein, dick und fett!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nasenb\u00e4ren hatten es ansonsten wirklich drauf, sich unbeliebt zu machen. Verschiedene ortsans\u00e4ssige Tierarten echauffierten sich ihrethalben. Dickes und fettes Fleisch zu fordern, w\u00e4re schlie\u00dflich sehr ungesund. So war der allgemeine Tenor. Die Tauben meinten au\u00dferdem, der ganze Hain geh\u00f6re sowieso letztlich ihnen. Die Zubereitung von Lebensmitteln w\u00e4re also auch ihr Metier.<\/p>\n\n\n\n<p>Frau Koala kuckte derweil hin und her. Sie ignorierte die Nasenb\u00e4ren weitgehend, und n\u00f6lte nun auch an jener Suppe herum, die sich zuletzt selbst eingebrockt hatte. Sie grummlte: \u201eNein! Das S\u00fcppchen ist nicht fein!\u201c, warf aber keine undefinierbaren Kr\u00e4uter hinein. Statt dessen machte sich auf den Weg in Richtung einer Elchherde, die zuletzt stark angewachsen war. Ob das an ungew\u00f6hnlicher Kost in dem Bambushain lag, ist unter Ern\u00e4hrungsphysiologen umstritten. Frau Koala wurde jedenfalls dabei beobachtet, wie sie an einem Beutelchen mit Kr\u00e4utern herumfummelte, w\u00e4hrend sie sich ihnen n\u00e4herte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ungeachtet dessen hatten sich die Nasenb\u00e4ren jedoch zeitgleich zu einem Powwow in ihren heimischen Wigwam zur\u00fcckgezogen, wo noch alte Bekannte von ihnen abhingen. Alsbald h\u00f6rte man von dort Ger\u00e4usche, die auf Streiterein schlie\u00dfen lie\u00dfen. Es wird von losen Wortfetzen berichtet in der Art von \u201e&#8230; &#8211; dick und fett! &#8230; Das ist zu nett! &#8230; Wir machens wett! &#8230; Wieso denn pl\u00f6tzlich Eiderstedt? &#8230; Geht doch ins Bett!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte dieser Wortfetzen gilt als besonders glaubw\u00fcrdig, denn die Nasenb\u00e4ren machten sich zuletzt tats\u00e4chlich ihr eigenes Bett am Rande des Bambushains. Da liegen sie nun herum und schnarchen.<\/p>\n\n\n\n<p>So geschah es, dass sich diese ganze Fabel zu einer endlosen Seifenoper auswuchs. Der Einfachheit halber sei aber erw\u00e4hnt: Alle Helden und Sympathietr\u00e4ger verliebten sich zum Schluss und lebten gl\u00fccklich bis an ihr Lebensende. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann kochen sie noch heute komische Suppen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Pers\u00f6nlich m\u00f6chte ich \u00fcbrigens hinzuf\u00fcgen, dass ich schon lange keine Gehacktes-Lauch-Suppe mehr gegessen habe. Die Variante mit viel K\u00e4se von der Freundin meiner einen Ex finde ich ziemlich lecker.)<\/p>\n\n\n\n<p>Bleibt b\u00f6se!<\/p>\n\n\n\n<p>Euer Tobias, der sehr finstere<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war einmal vor vielen Jahren eine Koala-Frau. Sie erschien \u00fcberraschend auf einer wilden Party von Piraten, die auf dem Kemnader Stausee ihr Unwesen trieben. Woher sie kam, wei\u00df bis heute niemand. M\u00f6glicherweise gibt es dazu eine Gespenstergeschichte als Spin-Off. 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