{"id":1184,"date":"2015-11-11T14:03:05","date_gmt":"2015-11-11T13:03:05","guid":{"rendered":"http:\/\/bojournal.buergerbegehren-musikzentrum.de\/?p=1184"},"modified":"2015-11-16T22:45:41","modified_gmt":"2015-11-16T21:45:41","slug":"braunkohle-uebernahme-durch-die-steag-nessie-oder-reale-plaene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bojournal.de\/?p=1184","title":{"rendered":"Braunkohle-\u00dcbernahme durch die Steag: Nessie oder reale Pl\u00e4ne?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Erneut gibt es Berichte dar\u00fcber, dass die Steag, die einem kommunalen Konsortium geh\u00f6rt, das ostdeutsche Braunkohlegesch\u00e4ft des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall \u00fcbernehmen will. Die Braunkohle-Pl\u00e4ne der Steag erinnern mittlerweile ein wenig an Nessie. Wenn die Pl\u00e4ne gerade wieder etwas in Vergessenheit geraten sind, tauchen sie pl\u00f6tzlich erneut auf. Und kaum wird \u00fcber die Sichtung berichtet, werden die Pl\u00e4ne nat\u00fcrlich ins Reich der Phantasie verwiesen und als reine Spekulation abgetan. Es ist\u00a0jedoch zu bef\u00fcrchten, dass das Kaufinteresse der Steag an dem Braunkohlegesch\u00e4ft realer ist als das sagenhafte Urzeitmonster aus Schottland.<\/strong><\/p>\n<p>Bereits im April 2015 hatte Dr. Volker Behr (FDP &amp; DIE STADTGESTALTER) als Sachkundiger B\u00fcrger im Ausschuss f\u00fcr Beteiligungen und Controlling nachgefragt, ob die Steag Interesse an der ostdeutschen Braunkohle habe. Die Stadtwerke Bochum erkl\u00e4rten daraufhin schriftlich, dass Aussagen des stellvertretenden Steag-Aufsichtsratschefs Michael Vassiliadis &#8222;sinnver\u00e4ndernd interpretiert&#8220; worden w\u00e4ren. Die Steag w\u00fcrde sich nicht an einem Bieterwettkampf um Vattenfall beteiligen.<\/p>\n<p>Es macht einen jedoch hellh\u00f6rig, wenn wenige Monate sp\u00e4ter erneut Berichte \u00fcber eine \u00dcbernahme der ostdeutschen Braunkohle durch die Steag kursieren.\u00a0F\u00fcr die Fraktion FDP &amp; DIE STADTGESTALTER\u00a0kommt ein solches Gesch\u00e4ft nicht in Frage. Die Steag hat bereits gen\u00fcgend eigene Probleme. Die Suche nach einem strategischen Partner f\u00fcr das Auslandsgesch\u00e4ft hat man im Sommer ja erst mal auf die lange Bank geschoben. Sich jetzt in ein Gesch\u00e4ft zu verzetteln, bei dem nicht mal klar ist, ob der Braunkohlestrom \u00fcberhaupt eine Zukunft hat, ist zu risikoreich und kann daher einfach nur falsch sein. Zudem w\u00e4re die \u00dcbernahme des Braunkohlegesch\u00e4fts nur schwerlich mit dem Ratsbeschluss aus Jahr 2010 vereinbar, mit dem der \u00f6kologisch geleitete Umbau der Steag-Energieerzeugung als Unternehmensziel festgeschrieben wurde.<\/p>\n<p>Die Fraktion &#8222;FDP &amp; DIE STADTGESTALTER&#8220; stellt zur morgigen Ratssitzung eine Anfrage, ob sich die Haltung der Steag und damit auch der Stadtwerke Bochum zur m\u00f6glichen \u00dcbernahme des Braunkohlegesch\u00e4fts ge\u00e4ndert habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erneut gibt es Berichte dar\u00fcber, dass die Steag, die einem kommunalen Konsortium geh\u00f6rt, das ostdeutsche Braunkohlegesch\u00e4ft des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall \u00fcbernehmen will. Die Braunkohle-Pl\u00e4ne der Steag erinnern mittlerweile ein wenig an Nessie. Wenn die Pl\u00e4ne gerade wieder etwas in Vergessenheit geraten sind, tauchen sie pl\u00f6tzlich erneut auf. 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