{"id":1362,"date":"2015-12-18T14:14:12","date_gmt":"2015-12-18T13:14:12","guid":{"rendered":"http:\/\/bojournal.buergerbegehren-musikzentrum.de\/?p=1362"},"modified":"2015-12-18T14:17:33","modified_gmt":"2015-12-18T13:17:33","slug":"friedhofsgebuehren-sinken-alle-anderen-gebuehren-steigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bojournal.de\/?p=1362","title":{"rendered":"Familie Mustermann muss n\u00e4chstes Jahr 36,15 EUR mehr zahlen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Abfallgeb\u00fchren:<br \/>\n<\/strong><em>120-Liter-Restm\u00fclltonne: +8,70 EUR auf 279,10 EUR im Jahr<\/em><br \/>\n<em>60-Liter-Restm\u00fclltonne und 60-Liter-Biotonne: -9,60 EUR auf 175,50 EUR im Jahr<\/em><\/p>\n<p>Es gibt nur wenige Rankings, in denen Bochum einen Spitzenplatz einnimmt. Trauriger Weise beansprucht unsere Stadt ausgerechnet bei den NRW-Kommunen mit den h\u00f6chsten Abfallgeb\u00fchren kontinuierlich eine besch\u00e4mende \u201aTop-Platzierung\u2018. Von 151 vergleichbaren NRW-Kommunen, die ebenfalls eine Biotonne und ebenfalls den 14-t\u00e4gigen Leerungsrhythmus f\u00fcr den Restm\u00fcll aufweisen, sind 2015 nur zw\u00f6lf teurer als Bochum. Wenn satte 138 vergleichbare Kommunen ihren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern g\u00fcnstigere Abfallgeb\u00fchren anbieten k\u00f6nnen, dann l\u00e4uft bei uns etwas schief. F\u00fcr das Jahr 2016 soll in Bochum wieder eine 3,2 prozentige Steigerung f\u00fcr die 120-Liter-Tonne f\u00e4llig werden.\u00a0Im Bereich der Abfallgeb\u00fchren kann man sparen, wenn man seine\u00a0120-Liter-Restm\u00fclltonne auf 60-Liter-Restm\u00fcll und 60-Liter-Biotonne splittet. Die Einsparung resultiert aber nur durch den Aufschlag der Kosten f\u00fcr diejenigen, die sich nicht f\u00fcr eine Biotonne entscheiden. In Summe bleiben die Geb\u00fchren f\u00fcr den Abfall in Bochum eine der h\u00f6chsten in ganz Nordrhein-Westfalen. Hier muss der USB und die Stadt Bochum dringend arbeiten. Denn die hohen Kosten lassen sich nicht alleine durch die All-Inclusive-Serviceleistungen des USB erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>Abwassergeb\u00fchren<br \/>\n<\/strong><em>F\u00fcr Familie Mustermann: +19,20 auf 628,70 EUR im Jahr<\/em><\/p>\n<p>Die gleiche\u00a0Never-Ending-Story der dauernden Geb\u00fchrenerh\u00f6hungen setzt sich bei den Abwassergeb\u00fchren fort. Hier steigen die Preise um 3,15 Prozent. F\u00fcr die vierk\u00f6pfige Familie Mustermann mit einem Grundst\u00fcck von 130 Quadratmeter muss also im kommenden Jahr insgesamt 628,70 EUR und damit 19,20 EUR mehr bezahlen als 2015.<br \/>\n<strong><br \/>\nFriedhofsgeb\u00fchren<br \/>\n<\/strong><em>Urnenreihengrabbestattung:\u00a0 -75,00 EUR auf 1.445,00 EUR<br \/>\nSargreihengrabbestattung: -75,00 EUR auf 2.375,00 EUR<br \/>\n<\/em><em><br \/>\n<\/em>Die Friedhofsgeb\u00fchren in Bochum werden\u00a0nach einer langen Zeit der Steigerungen f\u00fcr das Jahr 2016 gesenkt. In allen Tarifen sind leichte Geb\u00fchrensenkungen zu verzeichnen. Ebenso wird\u00a0mit der Einrichtung der Urnenfamiliengrabst\u00e4tte eine neue Bestattungsform angeboten. Bei den Friedhofsgeb\u00fchren wird ein erster kleiner Schritt in die notwendige Richtung gemacht. Eine Schwalbe macht aber noch keinen Sommer, denn Bochum weist im Vergleich zu den Nachbarkommunen immer noch hohe Friedhofsgeb\u00fchren aus. Die Reduzierung der fehlgeplanten und teuer auf die Geb\u00fchren schlagenden Fl\u00e4chen darf nicht aus dem Fokus geraten. Bei den Friedh\u00f6fen k\u00f6nnte man sich zum Beispiel vorstellen,\u00a0dass diese von Bestattern und Friedhofsg\u00e4rtnern, z.B. in einer Genossenschaft, b\u00fcrgerorientierter, flexibler und g\u00fcnstiger organisiert werden k\u00f6nnen als vom Bochumer Amtsschimmel aus. Dadurch kann man sich\u00a0erhoffen,\u00a0dass massive Fehlplanungen, die jetzt zu einem \u00dcberhang der teuren Fl\u00e4chen gef\u00fchrt haben, nicht mehr stattfinden oder zumindest fr\u00fchzeitiger erkannt und umgekehrt werden.\u00a0Auch w\u00e4re eine solche Genossenschaft als Dienstleister serviceorientierter und so mit auch n\u00e4her am Wandel in der Bestattungskultur.<\/p>\n<p><strong>Stra\u00dfenreinigungsgeb\u00fchren<br \/>\n<\/strong><em>F\u00fcr die Familie Mustermann: +8,25 EUR auf 109,50 EUR im Jahr<\/em><\/p>\n<p>Die Steigerung der Stra\u00dfenreinigungsgeb\u00fchren f\u00fcr 2016 ist bestimmt durch einen ver\u00e4nderten Stadtanteil an den Gesamtkosten der Gehwegreinigung. Die Stadt tr\u00e4gt den Winterdienst weiterhin zu 100% und die Reinigung der Fahrbahnen zu 20% aus ihrem Haushalt. F\u00fcr die Gehwege wird der Anteil der Stadt von 20 auf 10% herabgesetzt. Die\u00a0Argumentation, die zu dieser Ma\u00dfnahme f\u00fchrt ist schl\u00fcssig. Der st\u00e4dtische Anteil an den Reinigungskosten ist durch das Interesse der Allgemeinheit bestimmt. Alle Menschen in Bochum haben ein Interesse daran, dass im Winter die Verkehrswege von Eis und Schnee befreit werden. Auch bei den Stra\u00dfen geht man davon aus, dass diese nicht nur durch die direkten Anliegern sondern zu einem Teil auch vom Durchgangsverkehr benutzt werden. Auf Gehwegen findet aber ein\u00a0geringerer Durchgangsverkehr statt\u00a0als auf den Fahrbahnen. Weite Strecken werden in der Regel mit dem PKW und dem \u00d6PNV zur\u00fcckgelegt und nur sehr selten zu Fu\u00df. Dadurch f\u00e4llt die Nutzung von\u00a0Nichtanliegern auf Gehwegen deutlich geringer aus als bei den Fahrbahnen. Dadurch gestaltet \u00a0sich die\u00a0Senkung des st\u00e4dtischen Anteils nachvollziehbar und auch fair, denn: Ein hoher st\u00e4dtischer Anteil sagt nichts dar\u00fcber aus, ob es f\u00fcr den B\u00fcrger allgemein g\u00fcnstiger oder teurer wird, denn auch die Haushaltsmittel, aus denen der st\u00e4dtische Anteil bezahlt wird, fallen nicht vom Himmel. Auch diese Gelder sind letztlich durch Steuern, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bezahlt haben, eingenommen worden. Die steigenden Verwaltungskosten machen zwar nicht den L\u00f6wenanteil der Stra\u00dfenreinigungsgeb\u00fchren\u00a0aus, aber auch ein kleiner Dorn im Auge schmerzt. 2010 wurden diese noch mit 600 000 EUR angesetzt \u2013 jetzt liegen wir fast bei 900 000 EUR. Hier besteht\u00a0Verbesserungspotential. Am Ende wird es f\u00fcr Familie Mustermann (15m Anliegerfront\u00a0in Reinigungsklasse B1) um 8,25 EUR im Jahr teurer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abfallgeb\u00fchren: 120-Liter-Restm\u00fclltonne: +8,70 EUR auf 279,10 EUR im Jahr 60-Liter-Restm\u00fclltonne und 60-Liter-Biotonne: -9,60 EUR auf 175,50 EUR im Jahr Es gibt nur wenige Rankings, in denen Bochum einen Spitzenplatz einnimmt. Trauriger Weise beansprucht unsere Stadt ausgerechnet bei den NRW-Kommunen mit den h\u00f6chsten Abfallgeb\u00fchren kontinuierlich eine besch\u00e4mende \u201aTop-Platzierung\u2018. 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