{"id":1500,"date":"2016-01-19T11:53:04","date_gmt":"2016-01-19T10:53:04","guid":{"rendered":"http:\/\/bojournal.buergerbegehren-musikzentrum.de\/?p=1500"},"modified":"2016-01-21T23:30:12","modified_gmt":"2016-01-21T22:30:12","slug":"shared-space-macht-aus-strassen-erlebbaren-raum-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bojournal.de\/?p=1500","title":{"rendered":"Shared Space macht aus Stra\u00dfen erlebbaren Raum f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Shared Space &#8211; Ein englischer Begriff, dessen Bedeutung sich einem nicht sofort erschlie\u00dft. In der Fachwelt der Stadtplaner ist Shared Space mittlerweile aber schon zu einem feststehenden\u00a0Begriff geworden. Damit ist n\u00e4mlich gemeint, dass sich der sonst klar zwischen Fahrradfahrern, Autofahrern und Fu\u00dfg\u00e4ngern aufgeteilte und festabgegrenzte Bereich der Stra\u00dfe aufhebt. Alle Verkehrsteilnehmer sind gleichberechtigt. Was chaotisch und unsicher klingt, sorgt tats\u00e4chlich f\u00fcr mehr Sicherheit und wiederbelebte Pl\u00e4tze. Eine\u00a0L\u00f6sung auch f\u00fcr Bochum? Die Alte Bahnhofstra\u00dfe in\u00a0Langendreer und die Brenscheder Stra\u00dfe in Wiemelhausen wird f\u00fcr Shared Space\u00a0ins Gespr\u00e4ch gebracht.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_1503\" aria-describedby=\"caption-attachment-1503\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/bojournal.de\/files\/2016\/01\/shared-space-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1503\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1503\" src=\"https:\/\/bojournal.de\/files\/2016\/01\/shared-space-1-300x187.jpg\" alt=\"Bild: Coventry City Council\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/bojournal.de\/files\/2016\/01\/shared-space-1-300x187.jpg 300w, https:\/\/bojournal.de\/files\/2016\/01\/shared-space-1-768x479.jpg 768w, https:\/\/bojournal.de\/files\/2016\/01\/shared-space-1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1503\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Coventry City Council<\/figcaption><\/figure>\n<p>Was f\u00fcr manche\u00a0noch utopisch klingen mag, das ist in\u00a0vielen St\u00e4dten auf der ganzen Welt\u00a0bereits Realit\u00e4t. Shared Space hat sich als geeignet gezeigt, an einigen\u00a0Stellen den \u00f6ffentlichen Raum im Stadtbild aufzuwerten.\u00a0Stra\u00dfen verlieren durch Shared Space\u00a0ihre Kanalwirkung und sollen als neue erlebbare\u00a0Orte ihre soziale Funktion wiedererlangen. Wird dieser gemeinsam genutzte Verkehrsraum sinnvoll angelegt, kann er die Lebens- und Aufenthaltsqualit\u00e4t steigern und gerade und gerade in den Stadtteilen f\u00fcr eine Belebung sorgen. Dies st\u00e4rkt die Attraktivit\u00e4t auch f\u00fcr den lokalen Einzelhandel und den Wohnungsmarkt vor Ort.<\/p>\n<p>Neben einer Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t tritt auch eine Steigerung der Verkehrssicherheit. Um dieses Ziel zu erreichen, verzichtet Shared Space als verkehrsberuhigter Bereich auf Bordsteine sowie Abgrenzungen und setzt stattdessen auf eine orientierende Unterteilung des Stra\u00dfenraums, bei der keine Ampeln oder Verkehrszeichen vorgesehen sind. die Stra\u00dfenverkehrsordnung wird auf das Prinzip der Gegenseitigen R\u00fccksichtnahme und die Rechts-vor-Links-Regel reduziert. Was sich zun\u00e4chst chaotisch liest, f\u00fchrt dazu, dass alle Verkehrsteilnehmer mit erh\u00f6hter Aufmerksamkeit unterwegs sind und verst\u00e4rkt miteinander \u00fcber Blickbeziehungen kommunizieren und \u00fcber eindeutigen Gesten interagieren. \u00a0Alle nehmen sich bewusster wahr und steigern so die Verkehrssicherheit.<\/p>\n<p>Shared Space kann aber auch Probleme verursachen. Besonders die &#8222;schwachen Verkehrsgruppen&#8220; der Sehbehinderten, der Rollstuhlfahrer, der Geh\u00f6rlosen, der Kinder und der \u00e4lteren Menschen m\u00fcssen im gemeinsam genutzten Verkehrsraum ber\u00fccksichtigt werden. Gerade Personen, die in ihrer Sinneswahrnehmung eingeschr\u00e4nkt sind, f\u00fchlen sich ohne regelnde Orientierungshilfen unsicher. Sie d\u00fcrfen aber durch Shared Space nicht vom allt\u00e4glichen Leben ausgeschlossen werden. Durch den Einsatz von Taktiken Fl\u00e4chen und anderen bautechnischen L\u00f6sungen m\u00fcssen diese besonderen Bed\u00fcrfnisse von Beginn an ber\u00fccksichtigt und zufriedenstellend gel\u00f6st werden.\u00a0Shared Space findet auch seine Grenzen. Der gemeinsam genutzte Verkehrsraum eignet sich hervorragend f\u00fcr Stadtteilzentren und an jedem Ort, an dem man soziales Leben im \u00f6ffentlichen Raum und angrenzenden Caf\u00e9s und Restaurants beg\u00fcnstigen m\u00f6chte. Verkehrswege, die Massen an Verkehrsteilnehmer m\u00f6glichst schnell f\u00fchren sollen, n\u00e4mlich die Hauptstra\u00dfen, sollen ausdr\u00fccklich von Shared Space \u00dcberlegungen ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Bochum fragt die Fraktion FDP &amp; DIE STADTGESTALTER im Infrastrukturausschuss bei der Fachverwaltung an, ob eine Umsetzung f\u00fcr Shared Space in unserem Stadtgebiet m\u00f6glich ist. Als Beispiel\u00a0k\u00f6nnte die Alte Bahnhofstra\u00dfe in Langender am Markt oder die Brenscheder\u00a0Stra\u00dfe von der Stiepler Stra\u00dfe bis zum Kreisverkehr in Wiemelhausen in Frage kommen. BOJournal.de wird \u00fcber das Ergebnis der Anfrage weiter informieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shared Space &#8211; Ein englischer Begriff, dessen Bedeutung sich einem nicht sofort erschlie\u00dft. In der Fachwelt der Stadtplaner ist Shared Space mittlerweile aber schon zu einem feststehenden\u00a0Begriff geworden. 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