{"id":1579,"date":"2016-03-09T14:22:36","date_gmt":"2016-03-09T13:22:36","guid":{"rendered":"http:\/\/bojournal.buergerbegehren-musikzentrum.de\/?p=1579"},"modified":"2016-03-10T10:37:19","modified_gmt":"2016-03-10T09:37:19","slug":"dezernentenauswahl-nach-alter-vaeter-sitte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bojournal.de\/?p=1579","title":{"rendered":"Dezernentenauswahl nach &#8222;alter V\u00e4ter Sitte&#8220;."},"content":{"rendered":"<p><strong>Neuer Beigeordneter f\u00fcr Personal, Organisation, Recht und Ordnung soll anscheinend der Dortmunder Sebastian Kopietz werden. Daf\u00fcr hat sich die SPD-Ratsfraktion ausgesprochen. Vom neuen Geist mit dem Amtsantritt des Oberb\u00fcrgermeisters ist nicht viel geblieben. Personalentscheidungen werden quasi wieder nach \u201aalter V\u00e4ter Sitte\u2018 getroffen. W\u00e4hrend sich gestern andere Fraktionen noch die m\u00f6glichen Kandidaten anschauen wollten, hatte die SPD-Fraktion schon am Sonntag verk\u00fcndet, wen sie in der Ratssitzung am Donnerstag vorschlagen will. Wenn man ernsthaft ein breiteres Votum f\u00fcr die Besetzung einer Schl\u00fcsselposition in der Bochumer Verwaltung organisieren will, sollte man andere Fraktionen nicht \u00fcber getroffene Entscheidung durch die Presse informieren. Denn dadurch muss der Eindruck einstehen, dass hier ein SPD-Kandidat durchgedr\u00fcckt werden soll. Wichtigstes Auswahlkriterium scheint in Bochum wohl wieder das Parteibuch zu sein.<\/strong><\/p>\n<p>Bei Personalentscheidungen muss die Qualifikation und nicht das Parteibuch ausschlaggebend sein. Jetzt geht es der SPD aber offenbar wieder darum, den pr\u00e4genden SPD-Einfluss im Verwaltungsvorstand weiter zu zementieren. Nachdem man sich mit dem Stadtbaurat einen unabh\u00e4ngigen Kopf in den Verwaltungsvorstand geholt hat, ist der Mut der SPD offensichtlich aufgebraucht. Statt einen weiteren parteilosen Experten, der in keine parteilichen Verpflichtungen verstrickt ist, setzt man auf einen Kandidaten mit deutlichem \u201aStallgeruch\u2018. Im Verwaltungsvorstand soll es keine Mehrheiten jenseits der SPD geben. Wenn das aber der eigentliche Hintergrund ist, h\u00e4tte man sich das Auswahlverfahren mit einem Personalberater auch sparen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das neue Dezernat beschr\u00e4nkt sich ja nicht nur auf Rechtsangelegenheiten, Sicherheit und Ordnung, vielmehr geht es vor allem um die Hauptverantwortung f\u00fcr die Mammutaufgabe Personal. Hier liegt auch der ausschlaggebende Knackpunkt f\u00fcr die Fraktion &#8222;FDP &amp; DIE STADTGESTALTER&#8220;. Die Stadt Bochum ist mit gut 5.000 Angestellten eine ganz eigene Hausnummer, die mit der F\u00fchrung einer Handvoll Mitarbeitern in keiner Weise zu vergleichen ist. Die Vergangenheit hat gezeigt, wie schwer es f\u00e4llt, den schweren Dampfer Verwaltung in Sachen Personal zu steuern. Damit die kommenden Vorhaben nicht wie die bisherigen Bem\u00fchungen wirkungslos verpuffen, braucht unsere Stadt jemanden, der echte Erfahrung in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung hat, sonst tritt man weiter auf der Stelle. Die Fraktion hat erhebliche Zweifel, ob der jetzt vorgeschlagene Kandidat wirklich die n\u00f6tige Erfahrung f\u00fcr diesen Bereich mitbringt. Die Fraktion &#8222;FDP &amp; DIE STADTGESTALTER&#8220; wird daher gegen diesen Personalvorschlag stimmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuer Beigeordneter f\u00fcr Personal, Organisation, Recht und Ordnung soll anscheinend der Dortmunder Sebastian Kopietz werden. Daf\u00fcr hat sich die SPD-Ratsfraktion ausgesprochen. 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