{"id":1603,"date":"2016-03-24T13:31:34","date_gmt":"2016-03-24T12:31:34","guid":{"rendered":"http:\/\/bojournal.buergerbegehren-musikzentrum.de\/?p=1603"},"modified":"2016-03-24T16:00:40","modified_gmt":"2016-03-24T15:00:40","slug":"stadt-bochum-laesst-misshandelte-frauen-im-stich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bojournal.de\/?p=1603","title":{"rendered":"Stadt Bochum l\u00e4sst misshandelte Frauen im Stich"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bereits im vergangenen Jahr hat die Fraktion FDP &amp; DIE STADTGESTALTER eine Anfrage zur finanziellen Situation des Bochumer Frauenhauses gestellt. Ausschlaggebend dazu war, dass aufgrund einer Gesetzesl\u00fccke ein gro\u00dfer Personenkreis aus der Finanzierung eines Frauenhausaufenthaltes herausf\u00e4llt. Insbesondere f\u00fcr Studentinnen, Baf\u00f6gberechtigte, EU-B\u00fcrgerinnen aber auch f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge \u00fcbernimmt der Staat nicht die Kosten f\u00fcr ein Aufenthalt im Frauenhaus. Dies stellt alle Beteiligte vor ein gro\u00dfes Problem.<\/strong><\/p>\n<p>Die Antwort der Verwaltung sah nur auf dem ersten Blick zufriedenstellend aus. Das Amt f\u00fcr Soziales und Wohnen suggeriert, dass eine Weitervermittlung von Frauen, deren Aufenthaltskosten im Frauenhaus nicht vom Staat \u00fcbernommen wird, \u00fcber freien Tr\u00e4gern problemlos stattfinde. Auf unsere Anfrage und auf die damit verbundene Antwort der Verwaltung hin, haben sich aber nun das Bochumer Frauenhaus sowie NORA e.V. und MIRA e.V., die sich insbesondere um die Betreuung von Frauen in Krisen- und Notsituationen k\u00fcmmern, zu Wort gemeldet, um etwas Tatsachen in den Bericht der Verwaltung einflie\u00dfen zu lassen.<\/p>\n<p>Die Verwaltung schiebt diese sehr wichtige Aufgabe klammheimlich an die freien Tr\u00e4ger weiter, die dann schauen m\u00fcssen, wie sie klar kommen. Die Vereine stellen in einem Schreiben an die Ratsmitglieder klar, dass auch sie keine abgesicherte finanzielle Ausstattung haben, um den Verbleib von misshandelten Frauen und deren Kinder sicher zu stellen. MIRA e.V. und NORA e.V. machen eine gute Arbeit, aber wenn man sie von Seiten der Verwaltung und Politik im Regen stehen l\u00e4sst, dann ist das unverantwortlich den betroffenen Frauen und ihren Kindern gegen\u00fcber. Auch ist es f\u00fcr uns fragw\u00fcrdig, wenn die Verwaltung offizielle Antworten herausgibt und dazu dann nicht mal die betroffenen Institutionen mit einbezieht. In diesem Fall wurde zwar \u00fcber das Bochumer Frauenhaus, NORA e.V. und MIRA e.V. gesprochen, aber eben nicht mit ihnen. Wenn dies von st\u00e4dtischer Seite Gang und G\u00e4be in diesem wichtigen Thema ist, dann besteht hier ganz dringend Optimierungsbedarf.<\/p>\n<p>Keine Frau geht aus Spa\u00df an der Freude ins Frauenhaus. Dahinter stehen immer ein gro\u00dfes Schicksal und eine akute Bedrohungslage. Wir erwarten von der Stadt, dass sie nicht nur die Kampagnen der freien Tr\u00e4ger und Frauenh\u00e4user zu einer l\u00fcckenlosen Finanzierung der Unterbringung einer jeden Frau in Not unterst\u00fctzt, sondern dar\u00fcber hinaus auch selbst soziale Verantwortung \u00fcbernimmt. Die lapidare Antwort, man k\u00f6nne aus regulatorischen Gr\u00fcnden nichts machen, ist einfach nur entt\u00e4uschend und traurig. Wo ein Wille ist, muss auch ein Weg sein, um Frauen in Not und deren Kinder zu helfen. Die Stadt sollte hier dringend die anfallenden Kosten \u00fcbernehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits im vergangenen Jahr hat die Fraktion FDP &amp; DIE STADTGESTALTER eine Anfrage zur finanziellen Situation des Bochumer Frauenhauses gestellt. 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