{"id":2550,"date":"2018-09-12T13:46:33","date_gmt":"2018-09-12T11:46:33","guid":{"rendered":"http:\/\/bojournal.buergerbegehren-musikzentrum.de\/?p=2550"},"modified":"2018-09-12T13:46:33","modified_gmt":"2018-09-12T11:46:33","slug":"opelschriftzug-wuerde-schatten-auf-gewerbegebiet-mark-517-werfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bojournal.de\/?p=2550","title":{"rendered":"Opelschriftzug w\u00fcrde Schatten auf Gewerbegebiet Mark 51\u00b07 werfen."},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie die WAZ am 10. September berichtete, soll der alte OPEL-Schriftzug, der \u00fcber dem ehemaligen Verwaltungsgeb\u00e4ude auf dem heutigen Mark 51\u00b07-Gel\u00e4nde thronte, wieder angebracht werden. Die Denkmalbeh\u00f6rde verstrickt sich hier in eigentlich guten Absichten, die aber f\u00fcr die Stadt ein denkbar ung\u00fcnstiges Bild abgeben. Erinnerungskultur braucht Fingerspitzengef\u00fchl und das vermisse ich hier. Bochum ist kein Industriemuseum, sondern soll zukunftsorientiert und modern auftreten.<\/strong><\/p>\n<p>Denkmalschutz hat seine klare Berichtigung. An der Entscheidung, das Geb\u00e4ude der alten Opel-Verwaltung aus architektonischer Sicht unter Schutz zu stellen, daran wollen wir ls Fraktion &#8222;FDP &amp; DIE STADTGESTALTER&#8220; auch gar nicht r\u00fctteln. Das sollte auch auf dem Gel\u00e4nde mit Erinnerungstafeln zur Geschichte des Standortes sehr gerne erg\u00e4nzt werden. Aber es kann doch nicht sein, dass Bochum sich mit teuren Image-Kampagnen, frischer Marke und strukturellen Prozessen bem\u00fcht, modern und zukunftsfest zu geben und dann legt man einen Schatten der Vergangenheit auf Mark 51\u00b07. Gerade dort wollen wir doch beweisen, dass wir Zukunft k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir gehen wahrlich nicht defensiv mit unserer Industriegeschichte um, da braucht man nur auf die breite Industriekultur im ganzen Ruhrgebiet blicken. Bochum ist aber kein Industriemuseum und wir m\u00fcssen aufpassen, dass uns der Rest der Welt nicht als solches ansieht. Wenn ein anderer Autohersteller zum Beispiel mit dem Gedanken spielt, hier mit Anbindung zur Universit\u00e4t eine Entwicklungsabteilung anzusiedeln, dann sind die \u00fcberlebensgro\u00dfen Schriftzeichen eines gescheiterten Konkurrenten sicher nicht hilfreich.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr den Denkmalschutz sollen die Medienberichte um den langen bitteren Arbeitskampf vor der Werksschlie\u00dfung sein. Dieses negative Bild, was man aus den Berichten mit dem Opelschriftzug \u00fcber Bochum verbindet, ist doch eher ein Grund, die riesigen Buchstaben in der Mottenkiste zu belassen. Ob das grunds\u00e4tzlich ausreichen soll, den Opel-Schriftzug wieder aufs Dach zu holen, zweifeln wir an.<\/p>\n<p>Das muss man sich mal vorstellen: Da schlie\u00dft ein noch existentes Unternehmen hier einen Standort, entl\u00e4sst Menschen und daf\u00fcr soll dann noch genau dort mit Steuergeldern gro\u00dfe Werbung f\u00fcr dieses Unternehmen finanziert werden. Wenn Opel gro\u00df Werbung in Bochum machen m\u00f6chte, dann m\u00fcssen sie daf\u00fcr auch wie jeder Andere etwas bezahlen \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Die Fraktion \u201cFDP &amp; DIE STADTGESTALTER\u201d spricht sich in diesem Zusammenhang f\u00fcr eine Neubewertung des Denkmalschutzes f\u00fcr den Opel-Schriftzug aus und k\u00fcndigt eine Anfrage im Rat an. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die WAZ am 10. September berichtete, soll der alte OPEL-Schriftzug, der \u00fcber dem ehemaligen Verwaltungsgeb\u00e4ude auf dem heutigen Mark 51\u00b07-Gel\u00e4nde thronte, wieder angebracht werden. 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