{"id":4078,"date":"2022-05-08T12:21:10","date_gmt":"2022-05-08T10:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/bojournal.de\/?p=4078"},"modified":"2022-05-08T12:21:12","modified_gmt":"2022-05-08T10:21:12","slug":"und-wo-sind-die-rinder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bojournal.de\/?p=4078","title":{"rendered":"Und? Wo sind die Rinder?"},"content":{"rendered":"\n<p>Kommen wir zur\u00fcck zum lokalen Tagesgeschehen!<\/p>\n\n\n\n<p>In Bochum war endlich wieder Maiabendfest. Zur\u00fcck liegen nun Jahre voll mit Themen, bei denen sich die sich die Leute gegenseitig an die Gurgel gegangen sind. Wie der Lauf der Welt ist, haben wir jetzt da zwar noch l\u00e4ngst keine Ruhe, aber doch eine sp\u00fcrbare Beruhigung. Ohne nun auf Geisteszust\u00e4nde und Philosophien zu sprechen zu kommen, kann man das vorsichtig so festhalten. Au\u00dferdem kann auf der sozialen Ebene aktuell auch Wladimir, der glatzk\u00f6pfige Beherrscher des Ostens, hinreichend ablenkend wirken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"401\" src=\"https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-1024x401.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3133\" srcset=\"https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-1024x401.png 1024w, https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-300x118.png 300w, https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-768x301.png 768w, https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1.png 1049w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>In Bochum f\u00fchrte die Lage jedenfalls dazu, dass wir hier endlich wieder hinter einem ausgebuddelten Baum her laufen durften, damit Reden gehalten und Bier getrunken werden konnte. Das Spazieren soll ja nun daran erinnern, wie anno 1388 sehr b\u00f6se Dortmunder in Bochum K\u00fche geklaut haben. Die Geschichte l\u00e4sst dabei offen, ob es sich um Schwarzfleck- oder Braunfleckvieh gehandelt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Verschiedene Bochumer B\u00fcrger waren deswegen damals indigniert. Also wurden die Junggesellen losgeschickt; wohl eine Art mittelalterlicher B\u00fcrgerwehr. Selbigen gelang es unter fr\u00f6hlichem Gepfeife, den Besitzerwechsel der bl\u00f6d glotzenden Tiere wieder r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau genommen habe ich zu dem Vorgang mal mit meinem Alter Ego ein Buch geschrieben. (Paul Tobias Dahlmann: \u201eVerwegen wie Bochumer B\u00f6gen\u201c, Brockmeyer Verlag, ISBN 978-3-8196-0935-0) Leider ist das aber eigentlich nur noch aus zweiter Hand zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Brauchtumsveranstaltung partizipiere somit aus biographischen Gr\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstag, dem 30.4.2022, war ich allerdings erst damit besch\u00e4ftigt, den Pulk von Leuten und Vereinen \u00fcberhaupt erst zu finden, der das Herumlaufen zelebrierte. Die Angaben f\u00fcr das Geschehen des Zuges in Harpen waren n\u00e4mlich zu ungenau f\u00fcr mich. Also rannte ich fluchend durch die Gegend, bis ein paar kurzfristig beschworene hilfreiche Geister mir den Weg weisen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann war der Zug mitsamt potenziellen W\u00e4hlern aber erreicht, und kurz danach trafen die ersten Ergebnisse vom VfL Bochum aus Dortmund ein. Erst gab es zwei fr\u00fche Tore f\u00fcr den VfL, und wir liefen im Bereich des Stadions vorbei, wo gut gelaunte Fans herumlungerten. Dann standen wir uns kurz die Beine in den Bauch vor dem Schwanenmarkt. Prompt machte der BVB auch zwei Tore.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir liefen in diesem Jahr auf einem relativ kurzen Weg zum Boulevard. Mittlerweile war ich ziemlich durstig geworden. Der Bierstand war aber ebenso belagert wie komisch organisiert. Das wird der Grund daf\u00fcr gewesen sein, warum der BVB irgendwann in F\u00fchrung ging.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich meine Hopfenkaltschale aber endlich hatte, fielen dann auch zwei weitere Tore f\u00fcr den VfL. Ihr seht, meine Leser: Man muss mich g\u00fcnstig stimmen. Dann wird das auch was mit den Dingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum weiteren Tagesverlauf gibt es noch \u00fcberfl\u00fcssige Anektoden um einen umgesto\u00dfenen Becher und einen verschwundenen Pommespieker. Aber zumindest habe ich einen Sitzplatz gekriegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist allerdings der Gesamtzusammenhang, auf den ich nun aufmerksam machen m\u00f6chte. Viele Menschen (und manchmal auch Andere) machen sich n\u00e4mlich die sympathischen Beziehungen in der Welt nicht hinreichend klar.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt feinstoffliche Querbeziehungen zwischen den Dingen, und es gibt transreale Permutationsgesetze. Diese sind gekoppelt. Allerdings sind sie es nicht zwingend in der Ursache, sondern oft genug auch in der Ablaufparallelit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Konkret bedeutet das hier: Der VfL hat gewonnen wegen dem Maiabendfest, und weil bei dem eben Bochum gegen Dortmund gewinnt. Die Details dazu verschlunzen sich irgendwie in scheinbar nebens\u00e4chlichen Ereignissen. Aber der Zusammenhang l\u00e4sst sich manchmal (wie hier) recht einfach aus deren H\u00e4ufung ersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei \u00fcbrig bleibt jetzt nur die eingangs formulierte Frage: Wenn der VfL gegen den BVB gewonnen hat &#8211; was hat er dann mit den bei der Gelegenheit eroberten K\u00fchen gemacht? Hat er die schon aufgefuttert oder an einer Stra\u00dfenecke in Marten vergessen? Ich will auch ein Steak!<\/p>\n\n\n\n<p>Bleibt b\u00f6se!<\/p>\n\n\n\n<p>Euer Tobias, der sehr finstere<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommen wir zur\u00fcck zum lokalen Tagesgeschehen! In Bochum war endlich wieder Maiabendfest. Zur\u00fcck liegen nun Jahre voll mit Themen, bei denen sich die sich die Leute gegenseitig an die Gurgel gegangen sind. Wie der Lauf der Welt ist, haben wir jetzt da zwar noch l\u00e4ngst keine Ruhe, aber doch eine sp\u00fcrbare Beruhigung. 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