{"id":4349,"date":"2023-01-29T12:09:10","date_gmt":"2023-01-29T11:09:10","guid":{"rendered":"https:\/\/bojournal.de\/?p=4349"},"modified":"2023-01-29T12:09:10","modified_gmt":"2023-01-29T11:09:10","slug":"querungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bojournal.de\/?p=4349","title":{"rendered":"Querungen"},"content":{"rendered":"\n<p>Eines muss ich voranschicken: Es geht in dieser Kolumne nicht um \u201eQuerdenken\u201c alten, neuen, oder individuellen Stils. Es geht auch nicht um \u201equeer\u201c, weil ich zeittypisches Denglisch so sehr liebe. Fernerhin geht es nicht um Quarz. Digitalanzeigen spielen nun keinerlei Rolle. Vielmehr mehr es in den folgenden Formulierungen um geistigen Quark, und in den Inhalten um die \u00dcberquerung von Wegen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"401\" src=\"https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-1024x401.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3133\" srcset=\"https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-1024x401.png 1024w, https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-300x118.png 300w, https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1-768x301.png 768w, https:\/\/bojournal.de\/files\/2021\/01\/zauberer-fb-1.png 1049w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Es hat sich n\u00e4mlich zuletzt herausgestellt, dass die \u00dcberschreitung bestimmter Stra\u00dfen in Bochum ein Abenteuer ist, dem viele Leser mit gro\u00dfer Spannung folgen. Dabei liegen sie im g\u00fcnstigeren Fall auf dem Bauch herum und kreuzen die Beine hinten oben in der Luft. Vor ihnen liegend muss man sich dann entweder diese Kolume in ausgedruckt vorstellen, oder aber die neuesten Band der tollen Geschichten der Schlaubergerbande. (Bd. 23: \u201eDie Schlaubergerbande und das Geheimnis der Rottstra\u00dfe\u201c)<\/p>\n\n\n\n<p>Was jetzt folgt, muss deshalb als Spoiler betrachtet werden:<\/p>\n\n\n\n<p>Es begab sich n\u00e4mlich, dass sich die Schlaubergerbande an einer Ecke traf, wo ihnen der Duft von Kartoffelspalten von hinten gegen\u00fcber wenigsten sinnbildlich in die Nase stieg. Sie waren dahin gerufen worden von so Leuten. Man erinnere sich dazu an den Film \u201eGhostbusters 2\u201c und speziell die Szene, wo das Baby von der Gespenstergouvernanten aus dem Hochhaus geklaut wird. Ungef\u00e4hr so muss man sich den Hintergrund vorstellen, nur weniger gruselig.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlaubergerbande ging also die Stra\u00dfe rauf und runter und palaverte. W\u00e4hrenddessen kam es vielfach zu den Querungen gem\u00e4\u00df dem einleitenden Absatz oben.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang stolperten sie zun\u00e4chst rein optisch \u00fcber einen je nach Tidenhub \u00fcberfahrenen Kreisverkehr. Auf dem lebten aber keinerlei Gespenster. (Als Experte weise ich hier \u00fcbrigens ausdr\u00fccklich darauf hin, dass auf Kreisverkehren sowieso h\u00e4ufiger Trolle oder Gnome wohnen.) Trotzdem f\u00fchlten sie sich von ihm bedroht.<\/p>\n\n\n\n<p>Also drehten sie um betrachteten ein paar herumstehende Ampeln. (Die genaue Reihenfolge im zitierten Jugendbuch erhebe ich zum Spannungselement.) Alle Ampeln hatten sehr gemeine Schaltungen. Man h\u00e4tte sich vorstellen k\u00f6nnen, ein Batman-Schurke h\u00e4tte sie programmiert. Vielleicht war es aber auch nur ein Fan von ebensolchen aus einer zust\u00e4ndigen Bochumer Dienststelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Probehalber flitzten ein paar von der Schlaubergerbande hin und her. Beinahe ebenso blitzeschnell kamen sie dann zu der \u00dcberzeugung, dass andere Leute ganz bestimmt nicht so schnell flitzen k\u00f6nnten wie sie selber. Dieses intellektuelle Ergebnis wurde allenthalben gefeiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Sodann gingen sie nach Hause und gr\u00fcbelten richtig viel. Etwa zur gleichen Zeit gab es bei Manchen etwas zu essen. Entsprechend palaverte man erst abends weiter, diesmal gefolgt von meinen eigenen argw\u00f6hnischen Blicken. (An dieser Stelle verschmelzen erz\u00e4hlerisch die Realit\u00e4tsebenen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlauberger aus der Bande beschlossen dann jedenfalls, k\u00fcnftig auf die Stra\u00dfe so Dinger f\u00fcr gegen Verkehr hinmachen zu wollen. &#8211; Das ist aber nicht sexuell gemeint! Sexualverkehr k\u00f6nnte durch einen Mangel an Stra\u00dfenl\u00e4rm eventuell sogar umgekehrt proportional zunehmen. &#8211; Au\u00dferdem wollen sie jetzt Fahrr\u00e4der mit B\u00e4umen obendrauf im Bereich der Bochumer Innenstadt. Bohlenwege sind konzeptionell ebenfalls noch offen. Panzersperren waren bisher noch nicht Teil der Planungen, k\u00f6nnten aber noch kommen. Es m\u00fcsste nur jemandem auffallen, dass die Apparillos auch gut zum Verlangsamen von PKW geeignet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Bez\u00fcglich der B\u00e4ume schlage ich ansonsten vor, auch Elfen zur Diskussion mit hinzu zu ziehen. Dann w\u00fcrde das Gr\u00fcnzeug immerhin dreimal so gro\u00df werden wie sonst, und oben w\u00fcrden pl\u00f6tzlich Baumh\u00e4user mit schwankenden Br\u00fccken dazwischen auftauchen. Diese wiederum h\u00e4tten einen nicht zu untersch\u00e4tzenden touristischen Eigenwert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bleibt b\u00f6se!<\/p>\n\n\n\n<p>Euer Tobias, der sehr finstere<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines muss ich voranschicken: Es geht in dieser Kolumne nicht um \u201eQuerdenken\u201c alten, neuen, oder individuellen Stils. Es geht auch nicht um \u201equeer\u201c, weil ich zeittypisches Denglisch so sehr liebe. Fernerhin geht es nicht um Quarz. Digitalanzeigen spielen nun keinerlei Rolle. 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