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  • Vorfahrt für nachhaltigen Verkehr – Einrichtung eines Rad-Vorrang-Netzes in Bochum. Netz von Rad-Vorrang-Routen auf Nebenstraßen als Fahrradstraßen mir Vorfahrt planen Hauptstraßen für PKW- und ÖPNV-Verkehr entlasten Sofortmaßnahmen umsetzen Die Qualität des urbanen Raums in einer Metropolenregion wird unter anderem maßgeblich...
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Bochum darf Herausforderung an die Infrastruktur nicht verschlafen

CC0 Public Domain

Bochum darf Herausforderung an die Infrastruktur nicht verschlafen
Februar 26
12:28 2016

Das Frauenhofer Institut für Materialfluss und Logistik hat in einer Studie aufgezeigt, dass der Anlieferungsverkehr durch die Ausweitung des Internethandels in Bochum stark ansteigen wird. Jetzt muss sich die Stadt den Realitäten stellen und darf diese Studie eines renommierten Institutes nicht tatenlos zu den Akten legen.

Die Innenstadt wird für viele Bochumerin und Bochumer sowie für Anwohner aus den Nachbarstädten weiterhin für den Ankauf angesteuert. Ein großer Teil der Personen wird auch weiterhin bevorzugt mit dem PKW anreisen. Daneben steigt die Bedeutung des Internethandels kontinuierlich und stark an. Dies führt dazu, dass sich immer mehr Paketdienstleister auf Bochums Straßen drängen. Auch die Just-In-Time-Anlieferung für die Händler in der Innenstadt, die so teure Lagerflächen sparen können, führt zu einem erhöhten Anlieferungsverkehr.

Wenn wir nicht heute anfangen, etwas zu tun, dann wachen wir morgen im Verkehrskollaps auf. Viele Bochumer Straßen, die dazu noch in einem traurigen Zustand sind, erreichen schon jetzt zu vielen Zeitpunkten in der Woche ihre Grenzen. Die Studie des Frauenhofer Institutes prognostiziert eine Zunahme des LKW-Verkehrs in Bochum von über 30% und geht von insgesamt zusätzlichen 24 000 Fahrzeugen. Man darf diese Entwicklung jetzt nicht abtun, denn gerade der Wirtschafts- und Güterverkehr ist für Bochum als Standort von großer Bedeutung. Vielmehr muss man sich den offenen Frage endlich stellen: Was müssen wir tun, damit Bochums Bürger und Wirtschaft nicht im Stau ersticken? Um darauf eine passende Antwort zu finden, muss die Stadt dringend das Gespräch mit der IHK und insbesondere mit dem Frauenhofer-Institut suchen, um ergebnisorientiert Lösungen zu finden. Eine langfristige Lösung schüttelt man nämlich nicht mal eben aus dem Ärmel.

Die Stadt muss Sofortmaßnahmen aus der Studie ernsthaft prüfen. Gerade was die Anlieferungszeiten in der Innenstadt, weitere kostenfreie Anlieferungsflächen und Anlieferung über die Parkhäuser außerhalb deren Öffnungszeiten angeht, kann man eine zügige Stellungnahme der Verwaltung erwarten. Die Fraktion FDP & DIE STADTGESTALTER stellen dazu im nächsten Infrastrukturausschuss eine entsprechende Anfrage. Darüber hinaus muss sich Bochum der infrastrukturellen Herausforderung aber auch innovativen Ideen beschäftigen. Hierzu zählt zum Beispiel der Einsatz von modernen Lastenfahrrädern in der Innenstadt sowie auch technische Lösungen wie ferngesteuerte Auslieferungsdrohnen. In Zukunft kann die Drohne einen großen Teil von Lieferungsverkehr in den Ballungsgebieten ersetzen und so Druck von den Straßen nehmen. Bochum muss hier frühzeitig rechtliche Rahmenbedingungen schafft, die einen unkomplizierten Einsatz möglich machen. Hier könnte unsere Stadt wir vielleicht eine Vorreiterrolle einnehmen, wenn man dies nur auch wirklich will.

Die vollständige Studie als PDF-Dokument

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