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Grüne setzen ihrer eigenen Forderung die Hörner auf.

Grüne setzen ihrer eigenen Forderung die Hörner auf.
Februar 28
16:22 2017

Der Ausschuss für Strukturentwicklung beschäftigte sich am 22.02.2017 mit einem Antrag von SPD und Grünen, welcher die Förderung von studentischem Wohnen in der Innenstadt und um die Opelfächen herum initiiert. Die Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ sah darin einen ersten Ansatz, der aber um weitere Stadtteile hätte ergänzt werden müssen und beantragte deshalb, Wattenscheid und Langendreer sowie Werne mit aufzunehmen.

Der Antrag der rot-grünen Koalition geht einfach nicht weit genug. Studentisches Wohnen ist kein Randthema, sondern eine stadtpolitisch absolut sinnvolle Strukturmaßnahme. Die Hochschullandschaft ist eine große Chance, aber ebenso wie damals die Kohle und später die Autoindustrie muss man Anstrengungen unternehmen, um dieses Potential auch heben zu können. Bochum hat mehr als 50.000 Studierende, aber wird bundesweit nicht wirklich als Studentenstadt wahrgenommen. Die Koalition wollte Initiativen für studentisches Wohnen auf die Innenstadt und in der Nähe der Opelflächen anstoßen. Nach Meinung der Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ darf sich eine vielfältige Entwicklung der Stadt für studentisches Leben aber nicht nur auf wenige Gebiete begrenzen und beantragte Wattenscheid sowie den Raum Langendreer und Werne mit einzubeziehen.

Überall lässt sich beobachten, dass Stadtteile und Viertel, in denen sich Studenten ansiedeln, belebt werden. Durch die Studierenden werden gastronomische und kulturelle Angebote angezogen, die ein gesamtes Wohnumfeld bunter, attraktiver und lebenswerter machen. Davon profitieren alle, auch diejenigen, die bereits dort wohnen und dann auf ein viel besseres Angebot in der eigenen Nachbarschaft zugreifen können. Gerade für Wattenscheid bietet sich eine auf Studierende ausgerichtete und durch studentisches Leben initiierte Entwicklung an. Wattenscheid liegt genau in der Mitte zwischen der Uni Essen und der Ruhr-Universität. Basis für solche Entwicklungen muss eine verkehrliche Direktverbindung zu den Hochschulstandorten sein, die wir im Falle der RUB mit einem Schnellbus auch beantragt haben. Ebenso hätte Langendreer aufgrund der Nähe zur Ruhr-Uni nicht vergessen werden dürfen.

Sehr überrascht hatte die Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ , dass Grüne und UWG im Strukturausschuss gegen den Antrag gestimmt haben. Bisher hat sich die UWG immer für eine Belebung von Wattenscheid ausgesprochen und der verkehrspolitische Sprecher der grünen Ratsfraktion hatte noch vor kurzem selbst einen Schnellbus von Wattenscheid zur Uni und mehr studentischen Wohnungsbau in sozialschwachen Stadtteilen gefordert. Seine Parteifreunde haben ihm nun Hörner aufgesetzt und wollen von den sinnvollen Ideen offenbar nichts wissen. Entweder weiß bei den Grünen die linke Hand nicht, was die Rechte macht oder aber man ist dort nicht bereit, als richtig angesehene Impulse zu unterstützen, nur weil sie die falsche Fraktion beantragt. Das wäre echt ein Armutszeugnis.

Über den Autor

Dr. Volker Steude

Dr. Volker Steude

Mitglied des Rates der Stadt Bochum und stellv. Vorsitzender der Fraktion FDP & Die STADTGESTALTER

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