Beitrag

 Kurz notiert

SPD, CDU und Grüne in Bochum mit wenig Ambitionen beim Klimaschutz

SPD, CDU und Grüne in Bochum mit wenig Ambitionen beim Klimaschutz
Juli 09
15:48 2019

Nach zwanzig Jahren Rot-Grün hat die Koalition nun den symbolischen Klimanotstand ausgerufen. Damit es nicht bei heißer Luft bleibt, hat die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” konkrete Maßnahmen in den Bereichen Bauen, Energie und Verkehr vorgeschlagen. Die Konzepte von SPD, CDU und Grünen bleiben blass. Am Donnerstag können die Bürgerinnen und Bürger sehen, wer es mit dem Klimaschutz wirklich ernst meint.

Ein wesentlicher Aspekt für den Klimaschutz ist das Thema Bauen. Am effizientesten wäre es, wenn die EU den Zertifikatehandel darauf ausweiten würde. Aber schon jetzt kann man auch kommunale Maßnahmen angehen. Durch Bündelung von Fördermitteln und mit der Koordination von Sanierungswellen wollen wir nach und nach alle Quartiere energetisch sanieren. Zu größeren Neubauprojekte sollen Energiekonzepte vorgelegt werden. Die Variante mit den niedrigsten CO2-Emissionen ist umzusetzen, sofern sie maximal 10 % teurer wird.

Doch auch die Stadt selbst soll ihre Hausaufgaben machen. Kommunale Neubauten sollen einen Passivhaus-Standard erfüllen und mit modernen automatisierten Regelungstechniken ausgestattet werden. Bei Smart-Roof-Technologien und der Entsiegelung von Flächen muss die Stadt im eigenen Bestand als Vorbild dienen. Über einen RVR-weiten Flächenzertifikatehandel und Flächenpool wollen wir Grünflächen erhalten.

Für die Stadtwerke fordern wir eine ambitionierte Zielvorgabe: 100% erneuerbare Energie bis zum Jahr 2040. Nur wenn man sich echte Ziele steckt, kann man auch etwas erreichen. Aus der operativen Umsetzung soll sich Stadt wie Politik aber heraushalten und dem Unternehmen freie Hand geben.

Im Bereich der Mobilität fordern FDP und DIE STADTGESTALTER eine erhebliche Steigerung der Mittel für den Radverkehr. Mit Investitionen von 20 Euro pro Kopf würde Bochum zu Vorzeigemetropolen wie Amsterdam oder Kopenhagen aufschließen. Der Verkehr hat einen wesentlichen Anteil beim hiesigen CO2-Ausstoß.

Auch zur Finanzierung hat sich die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” erste Konzepte überlegt: Energieversorger, die Stromleitungen zu den Endverbrauchern legen, zahlen so genannte Konzessionsabgaben an die Städte. Diese Mittel sollen in einem Bochumer Klimaschutzfonds eingezahlt werden.

Teilen

Über den Autor

Felix Haltt

Felix Haltt

Mitglied des Rates der Stadt Bochum und Vorsitzender der Fraktion FDP & Die STADTGESTALTER

Ähnliche Beiträge

0 Kommentare

Bisher keine Kommentare!

Bisher keine Kommentare. Möchten Sie einen Kommentar schreiben?

Schreib einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Suche

Schuldenuhr

Kalender

August 2019
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
29. Juli 2019 30. Juli 2019 31. Juli 2019 1. August 2019 2. August 2019 3. August 2019 4. August 2019
5. August 2019 6. August 2019 7. August 2019 8. August 2019 9. August 2019 10. August 2019 11. August 2019
12. August 2019 13. August 2019 14. August 2019 15. August 2019 16. August 2019 17. August 2019 18. August 2019
19. August 2019 20. August 2019 21. August 2019 22. August 2019 23. August 2019 24. August 2019 25. August 2019
26. August 2019 27. August 2019 28. August 2019 29. August 2019 30. August 2019 31. August 2019 1. September 2019
Blog folgen

Erhalten Sie zu jedem neuen Artikel eine Nachricht per Mail.

Mail senden an: