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  • Bochum verzichtet auf Konzept zur energetischen Quartierssanierung. Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” beantragte in der Ratssitzung am 11.04.2019 die sofortige Aufstellung eines energetischen Quartierssanierungskonzepts. Das hätte die Verwaltung eigentlich schon bis 2017 mit hoher Priorität umsetzen...
  • Grillverbot am Ümminger See abwenden. Bevor man ein pauschales Grillverbot einführt, sollte man erst alle anderen möglichen Maßnahmen umsetzen. Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” schlägt feste Grillplätze vor. Um diese zu nutzen, muss man...
  • Klimaschutzkonzept ist in Bochum nur Lippenbekenntnis. Die Stadt tut nicht alles, um ihr Ziel von 65 Prozent weniger CO2 bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Die energetische Quartierssanierung als wichtiger Baustein des Klimaschutzkonzeptes sollte bereits 2017...
  • Straßenerhaltung bleibt Streitthema in Bochum. In Bochum bröseln die Straßen auseinander. Das liegt nach Ansicht der Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” nicht nur daran, dass weniger in die Infrastruktur investiert als abgeschrieben wird: Es gibt...

Fußgängerzone rund um den Bochumer Rathausplatz ausweiten.

Fußgängerzone rund um den Bochumer Rathausplatz ausweiten.
März 13
16:05 2017

So wie sich die Verkehrssituation rund um das Rathaus herum darstellt, kann es nicht bleiben. Der Rathausplatz ist eine graue Wüste, auf der wirkliche Besucherfrequenz nur zu den Zeiten des kargen Wochenmarktes zu erkennen ist. Dabei liegt der Platz prominent, öffnet sich zur Viktoriastraße hin, die bald durch das neue Einkaufszentrum auf dem Justizgelände und durch eine Entwicklung des Telekomblocks belebt werden soll. Ebenso bildet der Rathausplatz einen Anker für den Boulevard.  Doch um das Potential dieses Platzes im Prozess der Innenstadtentwicklung zu heben, muss er attraktiver gestaltet werden. Allein schon die Verkehrssituation bedarf einer neuen Ordnung.

Aktuell gestaltet sich die Überquerung der Kreuzung zwischen Boulevard und Rathausplatz für Besucher der Innenstadt als ein Spießrutenlauf. Die Straßen treffen alle versetzt aufeinander, eine Beurteilung der Verkehrssituation ist schwierig. Dies gilt erst recht für Senioren und Kinder, die sich zwischen Anlieferverkehr, Bus und PKW über die Straße tasten müssen. Was als Shared-Space, also als gemeinsam gleichwertig genutzter Straßenraum, nett gedacht war, ist in der Umsetzung schlecht gemacht worden. Durch die Abpollerung wirkt der PKW-Bereich wie eine normale Straße, also bewegen sich Autofahrer darauf auch so, sehen sich bevorrechtigt und fahren relativ hohe Geschwindigkeiten. Ebenso wird die Strecke gerne mal zur Abkürzung für den City-Ring genutzt.

Der Anzahl an Falschparkern auf der Hans-Böckler-Straße auf der Höhe des Rathauses ist nur mit einem Dauereinsatz des Ordnungsamtes beizukomnen. Amtskräfte tippen sich jeden Tag die Finger heiß, wenn sie die Autos aufschreiben. Auf dem ersten Blick ist auch gar nicht ersichtlich, wo man nun parken darf und wo nicht. Sobald die Kontrolleure weg sind, stellen die nächsten Autofahrer ihre PKW wieder regelwidrig ab. Es ist eine Sisiphusarbeit. Aber auch korrekt abgestellte PKW sind eine Sichtbehinderung für Fußgänger, die über die Hans-Böckler-Straße gehen wollen. Katastrophal stellt es sich gar auf Höhe der City-Passage dar, wenn noch der Straßenbahnverkehr hinzukommt.

Die Fußgängerzone sollte bis hin zum Rathausplatz und auf die Hans-Böckler-Straße ausgeweitet werden, um den jetzigen und zukünftigen Einzelhandelstandorten sowie Gastronomien die nötige Frequenz zu bringen. Die Cafés und Restaurants könnten ihre Außengastronomie aufwerten und ausweiten. Geparkt wird ganz bequem im Parkhaus unter dem BVZ, das auch einen neu hinzugefügten Ausgang direkt auf die Hans-Böckler-Straße anbietet und ohne Umwege über den Westring angefahren werden kann. Im unteren Bereich ist sogar schon ein Wendehammer vorhanden, der das Ende der Fußgängerzone markieren würde und für unsere Planungen direkt genutzt werden kann. Wichtig ist dabei, dass die Hans-Böckler-Straße für Liefer- und Linienverkehr sowie auch für Anwohner befahrbar bleibt. So behebt man die gefährliche Verkehrssituation und stärkt diesen Bereich dazu noch ökonomisch und stadtplanerisch.

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Dennis Rademacher

Dennis Rademacher

Mitglied des Rates der Stadt Bochum

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