Beitrag

 Kurz notiert
  • Bochum muss sich radikal neu erfinden.   Eins ist sicher, nämlich dass sich alles verändert. Auch unsere Heimatstadt wird sich dem nicht entziehen können. Und wenn man ehrlich ist, war das schon immer so. Unser heutiges...
  • Radfahren in Bochum – Ein Kommentar Die Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ fordert ein Netz aus Fahrradstraßen, die Einführung von Rad-Vorrang-Routen wie in Freiburg, eine bauliche Trennung von Rad- und PKW-Spuren am Beispiel der Niederlande, sowie...
  • Vorfahrt für nachhaltigen Verkehr – Einrichtung eines Rad-Vorrang-Netzes in Bochum. Netz von Rad-Vorrang-Routen auf Nebenstraßen als Fahrradstraßen mir Vorfahrt planen Hauptstraßen für PKW- und ÖPNV-Verkehr entlasten Sofortmaßnahmen umsetzen Die Qualität des urbanen Raums in einer Metropolenregion wird unter anderem maßgeblich...
  • Kiss + Ride am Bochumer Hauptbahnhof testen. Wir kennen es fast alle. Wir bekommen auswärtigen Besuch, den wir kurz am Hauptbahnhof abholen wollen. Wir bringen unsere Eltern samt Urlaubsgepäck zum Zug. Oder wir verabschieden uns von unserem...
  • Fußgängerzone rund um den Bochumer Rathausplatz ausweiten. So wie sich die Verkehrssituation rund um das Rathaus herum darstellt, kann es nicht bleiben. Der Rathausplatz ist eine graue Wüste, auf der wirkliche Besucherfrequenz nur zu den Zeiten des...

Kiss + Ride am Bochumer Hauptbahnhof testen.

Erik Cleves Kristensen

Kiss + Ride am Bochumer Hauptbahnhof testen.
März 14
12:22 2017

Wir kennen es fast alle. Wir bekommen auswärtigen Besuch, den wir kurz am Hauptbahnhof abholen wollen. Wir bringen unsere Eltern samt Urlaubsgepäck zum Zug. Oder wir verabschieden uns von unserem Partner, der berufsbedingt Wochenendpendler ist. Man muss nur kurz halten, ist eigentlich auch schon gleich wieder weg. Das ist in Bochum aber gar nicht so einfach, denn für mehr als 60 000 Reisende ist der Hauptbahnhof das Tor zur Stadt – Da ist auf dem wuseligen Vorplatz kein Raum für haltende Autos. 

In der Realität sieht es in Bochum dann so aus, dass viele PKW verbotenerweise die Hotelvorfahrt am Hauptbahnhof und den dortigen Schnellrestaurants benutzen oder sogar vor den Fußgängerüberweg in die Innenstadt halten, um Zugreisende aus- bzw. einsteigen zu lassen. Erst gestern habe ich so eine Situation selbst wieder beobachten können. Dies führt dazu, dass es immer wieder Konfliktsituationen mit dem Bus- und Taxiverkehr gibt und auch Fußgänger und Radfahrer behindert oder gar gefährdet werden. Oftmals stockt dann auch der eh schon zähe Verkehr auf dem Stadtring vor dem Hauptbahnhof

Wir schlagen vor, ein Jahr lang ein „Kiss+Ride“ hinterm Bochumer Hauptbahnhof im städtischen Parkhaus P6 am Buddenbergplatz einzuführen und zu testen, um dem illegalen Halten eine legale und verkehrlich sinnvollere Alternative entgegenzustellen. Kiss+Ride bedeutet, dass man für eine kurze Zeit kostenfrei mit dem Auto halten kann, um jemanden vom Hauptbahnhof abzuholen oder dort hinzubringen und sich kurz mit einem Kuss zu verabschieden sowie die Koffer auszuladen.

Das Parkhaus am Buddenbergplatz bietet eine perfekte schrankenlose ‚Bahnhofsvorfahrt‘ am Hintereingang und stört dort weder den Busverkehr noch Radfahrer und Fußgänger. Andere Städte wie zum Beispiel Freiburg bieten in deren Parksystem am Bahnhof für 20 Minuten kostenfreies Parken an. Hier kann ich mich zum Beispiel ganz entspannt von meiner Freundin verabschieden, wenn ich mit dem ICE wieder zurück nach Bochum fahre. Bei uns in Bochum würden gewiss auch 10 Minuten Parkzeit ausreichen, da der Weg zu den Gleisen vom Buddenbergplatz nicht sehr weit ist.

Die konkrete Ausgestaltung kann wahrscheinlich erst erfolgen, wenn der provisorische Busbahnhof an der Ferdinandstraße wieder aufgelöst und an seinen angestammten Platz zurückverlegt wird. Will man aber das Kiss+Ride vernünftig aufziehen, muss das im Vorfeld auch geplant werden. Wir brauchen dann zum Beispiel eine auffällige und ausreichende Ausschilderung, von mir aus gerne auch mit einem Herzchen oder Kussmund neben dem blauen Parkplatzsymbol. Ebenso muss man das neue Angebot bekannt machen, zum Beispiel durch städtische Werbung in sozialen Medien. Besser ist auf jeden Fall, wenn man jetzt schon in die Planungen einsteigt. Darum hat die Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ eine Anfrage zu diesem Thema im Bochumer Verkehrsausschuss gestellt.

Über den Autor

Dennis Rademacher

Dennis Rademacher

Mitglied des Rates der Stadt Bochum

Ähnliche Beiträge

1 Kommentar

  1. Bochumerin
    Bochumerin März 15, 09:43

    Ich finde diese Idee einfach nur zum „Knutschen“. Dass man auf diese Weise „Paare“ wieder näher bringt vielmehr zusammenführt, ist ein wirklich genialer Nebeneffekt.
    Respekt!

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Suche

Schuldenuhr

Kalender

Oktober 2017
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
25. September 2017 26. September 2017 27. September 2017 28. September 2017 29. September 2017 30. September 2017 1. Oktober 2017
2. Oktober 2017 3. Oktober 2017 4. Oktober 2017 5. Oktober 2017 6. Oktober 2017 7. Oktober 2017 8. Oktober 2017
9. Oktober 2017 10. Oktober 2017 11. Oktober 2017 12. Oktober 2017 13. Oktober 2017 14. Oktober 2017 15. Oktober 2017
16. Oktober 2017 17. Oktober 2017 18. Oktober 2017 19. Oktober 2017 20. Oktober 2017 21. Oktober 2017 22. Oktober 2017
23. Oktober 2017 24. Oktober 2017 25. Oktober 2017 26. Oktober 2017 27. Oktober 2017 28. Oktober 2017 29. Oktober 2017
30. Oktober 2017 31. Oktober 2017 1. November 2017 2. November 2017 3. November 2017 4. November 2017 5. November 2017

GERN GESLESEN

Blog folgen

Erhalten Sie zu jedem neuen Artikel eine Nachricht per Mail.

Mail senden an: