Beitrag

 Kurz notiert
  • Für Bochumerinnen und Bochumer wird das Jahr 2019 teurer. Nach Berechnungen der Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ muss eine Bochumer Durchschnittsfamilie 76,84 EUR mehr an kommunalen Gebühren und Nahverkehrstickets zahlen. „Die Gebührenschraube wird auch 2019 weiter angezogen. Der Oberbürgermeister...
  • VRR-Card statt Papierkrieg Mit den Papierfahrscheinen für Bus und Bahn soll bald Schluss sein, wenn es nach der Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ geht. Der Nahverkehr soll vom Papierkrieg befreit und stattdessen eine...
  • Digitalisierung startet in Bochum mit dreijähriger Verspätung. Der Rat der Stadt Bochum hat am 29.11.2018 eine strategische Digitalisierung der Verwaltung beschlossen. „Das hätten wir alles schon vor drei Jahren haben können. Bereits 2015 hatte die Fraktion “FDP...
  • Mehr Fairness bei der Straßenreinigungsgebühr in Bochum Aktuell wird für die Berechnung der Straßenreinigung der so genannte Frontmetermaßstab von der Stadt Bochum herangezogen. Dabei dient die Länge der Grundstücksseite entlang der Erschließungsstraße beziehungsweise ersatzweise oder zusätzlich die...
  • Smarte Technologien ziehen auf Friedhöfe ein. Die Stadt Bochum darf die Digitalisierung in der Friedhofskultur nicht verschlafen. Digitale Erinnerungs- und Serviceangebote, smarte Technologien für die Pflege von Gräber sowie digitale Möglichkeiten in der internen Verwaltung –...

Ausweisdokumente per Radkurier: Jetzt die positive Erfahrungen nutzen!

Foto: Caspar Huges

Ausweisdokumente per Radkurier: Jetzt die positive Erfahrungen nutzen!
Oktober 26
14:24 2018

Was in Städten wie Bonn, Düsseldorf und Karlsruhe ohne Probleme funktioniert, sollten wir in Bochum für einen besseren Bürgerservice auch einführen. Aus anderen Städten liegen mehrere positive Berichte über die Möglichkeit, sich neue Ausweisdokumente per Fahrradkurier nach Hause oder zur Arbeit liefern zu lassen, vor. In Bochum versteckt sich die Verwaltung übervorsichtig hinter rechtlichen Bedenken. Statt Vorreiter modernen Stadtmanagements zu sein, hinken wir einfach nur hinterher.

Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” will eine spürbare Erleichterung für die Bürgerinnen und Bürger einführen. Anstatt sich Ausweisdokumente nach Beantragung noch mal extra in einem zweiten Termin im Bürgerbüro abzuholen, sollte der Versand zur persönlichen Übergabe per Radkurier möglich gemacht werden. Für die Stadtkasse wäre das Verfahren kostenneutral. Der Bürger rechnet den Extraservice direkt mit dem Kurier ab. Das liegt in anderen Kommunen, die bereits einen Bringdienst anbieten, bei überschaubaren drei bis sechs Euro.

In Düsseldorf gibt es den zusätzlichen Service seit Februar 2018. 4.500 Dokumente wurden bereits zugestellt, Die Kundinnen und Kunden sind begeistert und geben täglich positives Feedback. Alle Beteiligten sind sich einig, dass ein sehr gutes Produkt entwickelt wurde. Und auch in Karlsruhe berichtete die Stadtverwaltung im September, dass mit dem Kurierservice gute Erfahrungen gemacht wurden.

Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” hatte im Bochumer Stadtrat den neuen Bürgerservice beantragt. Nachdem seitens einiger Fraktionen und vor allem der Verwaltung Bedenken vorgetragen wurde, einigte man sich darauf, die Ergebnisse aus Düsseldorf und Karlsruhe abzuwarten. Diese Berichte liegen mittlerweile vor und sind positiv. Es gibt daher keinen Grund, noch weiter auf die Einführung des zusätzlichen Service zu warten.

Mit einer Mitteilung wiederholt die Verwaltung ihre rechtlichen Bedenken. Dabei bezieht sie sich nur auf eine einzige Situation, nämlich wenn der Adressat nicht anzutreffen ist und die Dokumente nicht direkt entgegennehmen kann. Eine Zustellung in den Briefkasten ist nicht zulässig. Das wird aber nur in einem kleinen Teil der Fälle so sein. Und da ist die Lösung ganz simpel: Der Kurier nimmt die Dokumente wieder mit und es erfolgt ein weiterer Zustellversuch oder aber der Ausweis muss im Bürgerbüro abgeholt werden. In Bonn, wo es den Lieferservice per Fahrradkurier bereits seit 2012 gibt, scheint man das Problem auch im Griff zu haben. Die Argumentation der Bochumer Verwaltung empfinden wir daher als fadenscheinig.

Während in Bochum Bedenken ausgewältzt werden, machen andere Städte “Nägel mit Köppen”. Paderborn und Bielefeld haben im Sommer den Service mit Beschlüssen in den Räten auch auf den Weg gebracht. Bloß Bochum als angeblicher Vorreiter modernen Stadtmanagements hinkt wieder hinterher.

Über den Autor

Felix Haltt

Felix Haltt

Mitglied des Rates der Stadt Bochum und Vorsitzender der Fraktion FDP & Die STADTGESTALTER

Ähnliche Beiträge

0 Kommentare

Bisher keine Kommentare!

Bisher keine Kommentare. Möchten Sie einen Kommentar schreiben?

Schreib einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Suche

Schuldenuhr

Kalender

Januar 2019
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
31. Dezember 2018 1. Januar 2019 2. Januar 2019 3. Januar 2019 4. Januar 2019 5. Januar 2019 6. Januar 2019
7. Januar 2019 8. Januar 2019 9. Januar 2019 10. Januar 2019 11. Januar 2019 12. Januar 2019 13. Januar 2019
14. Januar 2019 15. Januar 2019 16. Januar 2019 17. Januar 2019 18. Januar 2019 19. Januar 2019 20. Januar 2019
21. Januar 2019 22. Januar 2019 23. Januar 2019 24. Januar 2019 25. Januar 2019 26. Januar 2019 27. Januar 2019
28. Januar 2019 29. Januar 2019 30. Januar 2019 31. Januar 2019 1. Februar 2019 2. Februar 2019 3. Februar 2019
Blog folgen

Erhalten Sie zu jedem neuen Artikel eine Nachricht per Mail.

Mail senden an: