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Freibad Werne: Investition ohne Gesamtkonzept steht auf tönernen Füßen.

Juni 27
13:42 2019

Das Freibad für die Wernerinnen und Werner zu erhalten, ist sicher wünschenswert. Als Grundlage fehlt aber das versprochene Bäderkonzept. Am Ende schustert man ein Flickwerk aus geschaffenen Fakten zusammen und deklariert das dann im Nachhinein als großen Wurf.

Jetzt passiert das, wovor wir die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” die ganze Zeit gewarnt hat. Nach Höntrop diskutieren wir nun über einen weiteren Einzelstandort. Wir müssen doch erst wissen, wo wir im Stadtgebiet welche Bedarfe haben, wie wir Schwerpunkte setzen und knappes Geld aufteilen wollen, bevor man punktuell schwere Investitionen freigibt.

Aber auch an den konkreten Maßnahmen in Werne gibt es Kritik: Selbst wenn man die Bedarfe anderer Standorte außer acht lässt, steht das Vorhaben finanziell auf tönernen Füßen. Nach der 11,8-Millionen-Euro-Investition soll sich der jährliche Verlust des Standortes sogar noch deutlich erhöhen. 2,75 Mio. Euro für ein Fitnessstudio und 1,5 Mio. Euro für eine Tiefgarage mit nur 50 Plätzen sowie 4,5 Mio. Euro für ein überteuertes Luxus-Eingangsgebäude gehen am Bedarf der Menschen vorbei, wenn andererseits Geld für Lehrschwimmbecken fehlt!

Dass die Bochumer WasserWelten als kommunale Tochter nun mit eigenem Studio in der Fitnessbranche mitmischen will, sehen wir unter anderem aufgrund des fehlendem Know-Hows als Wagnis. Auch sind die zugrunde gelegten Kalkulationsgrundlagen eines solchen Studios mit mindestens tausend Mitgliedern in unseren Augen zu optimistisch gerechnet. Die Stadt sollte sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren und nicht privaten Fitnessstudios Konkurrenz machen.

Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” möchte für den Standort Werne einen neuen soliden Eingangsbereich und sanierte Umkleiden ohne Fitnessstudio und Tiefgarage prüfen. Dazu hat sie eine entsprechende Anfrage im Ausschuss für Beteiligung und Controlling am 27.06.2019 gestellt: Das könnte sich als deutlich kostengünstiger erweisen und den Wernerinnen und Wernern dennoch ein attraktives Baderlebnis ohne Schnick-Schnack bieten.

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Über den Autor

Dennis Rademacher

Dennis Rademacher

Geschäftsführer der Fraktion "Die PARTEI & Die STADTGESTALTER" im Rat der Stadt Bochum

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Die KOLUMNE vom finsteren Zauberer

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    Autofahrer für Dezibel

    Na, super. Kaum hatte ich diese Kolumne geschrieben, schon war sie wieder obsolet. Jetzt muss ich sie umschreiben, damit es irgendwie wieder passt. Das Grundthema ändere ich aber trotzdem nicht. Ällabätsch! Das Problem ist, dass die AfD Bochum sich urplötzlich zerstreuselt hat. Jetzt haben wir da statt dessen eine umbenannte Truppe mit gleichem Personal namens FFB in Bochumer Stadtrat. Über diese Merkwürdigkeit werde ich berichten, sobald ich etwas darüber weiß oder vermute. Die Thema dieser Kolumne war und ist jedenfalls ein zurückliegendes Geschehen in Wattenscheid. Die Ereignisse da sind aufs Engste verknüpft mit eben jener „AfD“, die sich in dem Moment auch noch so nannte. Diese wird von vielen Menschen gehasst und gefürchtet, von mir selbst jedoch nicht richtig ernst genommen. Den Teil werde ich voraussichtlich in Zukunft auch oft ähnlich halten. Also: In Wattenscheid gibt das ja auch so gerade eben so eine Bezirksvertretung, wo höchst lokale Politiker über… Weiterlesen …. 

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