Start STADTENTWICKLUNG Finanzielle Anreize für Dachbegrünung in Bochum

Finanzielle Anreize für Dachbegrünung in Bochum

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Wer sich die Mühe macht, sein Dach zu begrünen, der soll dafür entlastet werden. Für die begrünte Dachfläche soll es dann einen 50%-Abschlag auf die Niederschlagswassergebühren geben. Mit diesem indirekten finanziellen Anreiz fördern wir eigenverantwortliches Handeln gegen lokale Hitzeinseln und gegen Überlastung der Kanalisation. Die Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ hat für die Ratssitzung am 12.03.2020 einen entsprechenden Antrag eingereicht.

Wenn man sich Bochum auf Satellitenfotos anschaut, dann erkennt man, dass ein großer Teil der Stadtfläche aus Dachflächen besteht. Das ist ein großes Potential für Dachbegrünung. Diese anzulegen ist aber auch teuer. Anders als die Koalition wollen FDP und DIE STADTGESTALTER eine Dachbegrünung nicht nur über die Bauleitplanung verbindlich machen, sondern es den Eigentümern auch finanziell erleichtern, sich ökologisch sinnvoll zu verhalten. Wer fordert, muss auch fördern.

Den Hebel setzt die Fraktion bei den Abwassergebühren an. Auf versiegelter Fläche kann Wasser nicht versickern. Wenn man sein Dach begrünt, dann gewinnt man dadurch Sammel- und Verdunstungspotential und weniger Wassermenge muss über die teure und wartungsintensive städtische Kanalisation abtransportiert werden. Darum soll Bochum die Fläche eines begrünten Daches mit 50%-Abschlag auf die Niederschlagsabwassergebühren honorieren.

Die Koalition hat jetzt die Chance zu zeigen, wie ernst sie den von ihnen ausgerufenen Klimanotstand nimmt. Hitzeinseln werden das städtische Klima in Zukunft in den Sommermonaten für Menschen sowie für Flora und Fauna unerträglich erhitzen. Andere Städte wie Kiel, Dresden, aber auch Oberhausen und Duisburg haben unseren Vorschlag bereits umgesetzt

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