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Krieg der Elementare

Juli 19
16:30 2021

… Und plötzlich sind wir mittendrin in einem Krieg mit all seinen Toten und Geschädigten. Dabei waren das jetzt gerade nur Eröffnungsscharmützel. Den weiteren Aussichten nach könnte noch so einiges von einigem Seiten kommen.

So zynisch es klingen mag: Dass eine Allianz durchgeknallter Nixenköniginnen die Kampfhandlungen begonnen hat, ist eigentlich noch ein Glück für uns. Deren Machtdemonstration mit den Überschwemmungen hat in NRW, RLP und an anderen Orten Leben gefordert.

Doch leider muss man sagen, dass es noch schlimmer hätte kommen können. Aktuell haben wir Nixenheere, welche Täler in Badelandschaften nach ihren Vorstellungen verwandeln. Die Entwicklungen in der weiteren Politik stehen aber schon länger auf Sturm, und irgendwann musste er losbrechen. Das ist so, wenn alle Seiten immer Öl ins Feuer gießen.

Man stelle sich vor, was sonst hätte passieren können: Speziell in den Sommern 2018 und 2019 hatten sich bereits Feuerdämonen bei uns breitgemacht. Was wäre, wenn sich denen Flammensylphen aus der Sahara angeschlossen hätten? Dann wären über Wochen und Monate zusätzliche heiße Winde über dem Land endlos zirkuliert. Das hätte mehr Leben an mehr Stellen gefordert und es könnte immer noch passieren! Und es gibt auch magietheoretisch sowas wie Erdelemtare.

Insofern müssen wir uns vielleicht sogar einer Erpressung der Nixen hier und da beugen, und neue Spielplätze für sie bei uns schaffen. Man könnte etwa die überflüssigen Gruben bei Garzweiler und Hambach fluten, wie sehr Zwergenmagnaten und Reptiloiden auch meckern würden.

Außerdem sind Nixen Kinderkram dagegen, was Poseidon anrichten könnte. Nachher kämpft der mit der Midgard-Schlange, es macht Schwipp-Schwapp, und dann können die Holländer versuchen, mit ihren Holzschuhen über die Nordsee zu laufen.

 Kriegsgewinnler strecken ihre Fühler aus, um zu sehen, was geht. Datenkraken versuchen, uns zu erwürgen, und rote amerikanische Flusskrebse aus machen sich im Kemnader Stausee breit. Irgendwo ist ein Kalb mit zwei Köpfen geboren worden. Es kann nicht mehr lange dauern, bis es Frösche regnet.

Sollte ich an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass Wladimir Putin sehr wahrscheinlich unter der Fuchtel der Baba Yaga steht? Welcher Politiker sonst so von magischen Wesen beeinflusst wird, bliebe im Einzelnen zu betrachten.

Armin Laschet jedenfalls ist nur ein Mensch, der im Dreieck springt. Dass ihm manche Medien daraus gerade einen Strick drehen wollen, finde ich etwas unfair. Er rennt immerhin herum und quatscht kreuz und quer. Viel mehr kann man von einem bloßen Homo sapiens eigentlich nicht erwarten.

Dabei sagt er das, was er gerade im Kopf hat. Es handelt sich offenbar um sehr verschiedene Aspekte von Situationen, die er zuallerletzt vor der Nase hatte. Dazu gehört auch Galgenhumor. Und nun regen sich Leute darüber auf, dass er auf Bildern gerade in die falsche Richtung schaut.

Meine lieben Erdlinge: Gerade, dass der Mann NICHT genau das Gewünschte tut, zeigt, dass er sich für die Situation interessiert, und nicht für die Presse, was ihm dann unterstellt wird. Denn so macht er PR-Fehler, weil er sich nicht perfekt um die PR kümmert.

 Es ist nicht so, dass ich an der Regierung in NRW nichts zu meckern finde könnte (Ich bitte speziell um spektographische Bilder von Herrn Laumann!), aber in der Hochwasser-Situation macht sie eigentlich eine gute Figur.

Kurz gesagt geht aktuell die Welt unter, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Aber das ist noch lange kein Grund, die Lage ernst zu nehmen. Denn wie ist sie wirklich in Bochum? – Die Dahlhausener Schwimmbrücke ist nicht passierbar. Diese Schlacht darf man dann wohl als überstanden ansehen.

Insofern bleibt uns nun, pragmatisch auf die Zukunft zuzugehen. Dazu muss man auf die unterschiedlichen Fraktionen eingehen. Alles, was die Nixen wollen, sind schließlich Planschbecken, und hin und wieder die Seele von einem Arglosen. Bei Anderen liegen die Dinge ähnlich.

Betrachten wir die Überschwemmungen also als Warnschuss der Naturgeister. Wir müssen auf ihre Interessen eingehen. Dann werden die Nymphen und Satyren auch Orgien mit uns feiern.

 Andererseits sollte man auch nicht blauäugig werden. An anderen Stellen werden wir Zauberschwerter, Tarnkappenumhänge und starke Sigillen brauchen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis den Vampiren oder einzelnen Dämonen wieder der Pelz juckt. Ohne Wahnsinn und Wachsamkeit wird man kaum durch die planetare Krise kommen.

Bleibt böse!
Euer Tobias, der sehr finstere

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Paul Tobias Dahlmann

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    Zyklische Weltenmuster

    Ja, super. Jetzt habe ich durchwachsen geschlafen und komisch geträumt. Außerdem fehlt mir der eine große Aufhänger aus der Bochumer Lokalpolitik. Es gibt viele kleine, aber nichts Durchschlagendes. Also begebe ich mich nun teilweise auf das Feld der Traumdeutung und betätige mich im Weiteren als Prophet. Das hatten wir ja noch nicht. Bevor jemand fragt: Geträumt habe ich von einer magischen Statuette, die sich zyklisch veränderte. Sie symbolisierte Werden und Vergehen, wie bei Jahreszeiten der Fluss der Dinge hin und her schwappt. Sowas bezeichnet man im Großen als zyklisches Weltbild, und ist eigentlich immer bezogen auf einen Ausschnitt desselben. Dabei ist es eigentlich gar kein Kreis, der so beschrieben wird, sondern eine Sinuswelle. Zyklische Weltbilder und Zusammenhänge stehen im Widerspruch zur Idee eines dauerhaften Fortschritts, die sonst so beliebt ist. Zwar ergänzen sie sich real eher je nach Kontext, aber wen kümmert schon die Realität, wenn er auch Pauschalaussagen haben… Weiterlesen …. 

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