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Sanierung „Wiemelhauser Straße“ und „Auf dem Lohring“ mindestens 5 Jahre aufgeschoben

Sanierung „Wiemelhauser Straße“ und „Auf dem Lohring“ mindestens 5 Jahre aufgeschoben
Januar 20
11:29 2016

Regelmäßig hört man von Freunde und Bekannte aus dem Sauer- und Münsterland, dass das Ruhrgebiet eine beeindruckende Region mit wunderbaren Menschen ist. Genauso regelmäßig hört man aber auch, dass wir hier bei uns im Pott die kaputtesten Straßen in ganz NRW haben. Und die Straßen in den ländlichen Gebieten und Städten sind ebenfalls nicht durchgängig in einem tadelosen zustand. Aber im Ruhrgebiet und hier in Bochum spürt man den bundesweiten Verfall der Infrastruktur wohl am deutlichsten. Die Wiemelhauser Straße und die Straße „Auf dem Lohring“ sind da ein trauriges Beispiel.

Bereits vor drei Jahren beschwerten sich insbesondere Senioren darüber, dass man im Bus von seinem Sitzplatz aufstehen muss, wenn über die kaputte Wiemelhauser Straße gefahren wird, damit man keinen so harten Schlag auf den Rücken bekommt. Selbst der Fahrer der eigentlich gut gefederten BOGESTRA-Busse sagte schon damals: „Diese Straße ist eine Zumutung“. Dann wurde die Straße im Zuge der Medienberichterstattung ein wenig ertüchtigt. Das Medieninteresse flaute ab und damit auch die technische Betreuung der Straße. So waren bereits 2014 wieder alte gefährliche Löcher und Buckel aufgetaucht. Die “Wiemelhauser Straße” soll laut Mitteilung der Verwaltung vom 24.03.2015 überplant und in ein Neubauprogramm übernommen werden. Bis dahin soll die Straße laut der Verwaltung “im Rahmen der Straßenunterhaltung in einem verkehrssicheren Zustand gehalten und Unfallgefahrenstellen beseitigt werden”. Selbiges gibt die Verwaltung am 19.01. bekannt. Angeblich würden die Wiemelhauser Straße und der Lohring in einem wöchentlichen Rhythmus kontrolliert und dabei möglcieh Unfallgefahren beseitigt.

Straßenschäden "Auf dem Lohring"

Straßenschäden “Auf dem Lohring”

Diese Aussage aus der Verwaltung hat aber offenbar mit der Situation vor Ort nicht wirklich viel zu tun. Der aktuelle Zustand der Wiemelhauser Straße, aber auch der Straße „Auf dem Lohring“, stellt zusätzlich zu den Belastungen für die Passagiere der Busse eine Gefahr für den Rad- und den Autoverkehr dar. Radfahrer sind durch die Überfahrt über die Schlaglöcher gefährdet. Ebenso besteht die Gefahr, bei einem Einfädeln in die Risse die Kontrolle zu verlieren. Autofahrer versuchen die Schlaglöcher zu umfahren und geraten dabei in den Gegenverkehr. Zudem besteht die Gefahr von Glatteis, wenn in den Schadstellen stehendes Wasser gefriert. Es kann keine Rede davon sein, dass der Zustand astrein verkehrssicher sei. Und dies wird, wenn es nach Ansicht der Stadt geht auch noch eine gewisse Zeit so bleiben. Mittelfristig soll der Zustand der Straßen so bleiben. Mittelfristig heißt, so gab die Verwaltung in der Sitzung des Infrastrukturausschusses auf eine kritische Anfrage der Fraktion FDP & DIE STADTGESTALTER an, mindestens noch fünf Jahre.

Und auch dann heißt es für jeden, der über diese Straßen fahren muss: Daumen drücken! Die Straße „Auf dem Lohring“ soll im Rahmen eines Neubaus der Lohring-Brücke durchgeführt werden. Aktuell ist aber die Brücke auf der Wittener Straße über den Scheffieldring wegen Brückenschäden nur einspurig befahrbar. Die Verwaltung teilte dazu mit, dass ein Neubau in den kommenden fünf bis acht Jahren erfolgen müsste. Da die Wittener Straße Priorität bekäme, würde sich die Sanierung der Straße „Auf dem Lohring“ dann noch weit über fünf Jahre auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben. Die Fraktion FDP & DIE STADTGESTALTER kündigte im Ausschuss an, zu prüfen, ob durch einen Antrag die Verwaltung trotz ihrer Blockadehaltung mit der umgehenden Sanierung der Straßen beauftragt werden kann.

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    Gemeinheiten

    Jaja, Gemeinheiten finden sich überall in der Politik. Mal geht es dabei um Erdowahn, den Irren vom Bosporus, und mal geht es um Jens Spahn und Leute aus seiner Richtung, die gemein zur Bevölkerung sind. Dabei bin ich eigentlich einer Meinung mit vielen Akteuren, dass Demokratie nur ein lästiges Mittel zum Zweck ist. Ich könnte ewig schwadronieren, wie toll ich mir eine Festung mit schwarzen Mauern und Fledermäusen überall vorstelle. Im Garten würden dann Komodo-Warane herumlaufen und auf den Bäumen und Zinnen säßen Papageien, denen ich beigebracht hätte, extrem unanständiges Zeug zu plappern. Leider teilen nicht alle meiner Mitbewerber um die Weltherrschaft meinen Sinn für Ästhetik. Selbiges zeigte sich zuletzt im Ausschuss für Kultur und Touristik, wobei nicht Kultur oder Touristik das Problem waren. Da lief es eigentlich ganz gut. Mein hinterhältiger Änderungsantrag zur Begrünung der Museumsfassade wurde zwar abgelehnt. (Wahrscheinlich hatte irgendjemand durchschaut, dass ich dort menschenfressende Pflanzen aussähen… Weiterlesen …. 

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