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Marmor, Stein und Eisen bricht – auch beim Platz des europäischen Versprechens.

Marmor, Stein und Eisen bricht – auch beim Platz des europäischen Versprechens.
März 15
13:46 2017

Vor einem guten Jahr wurde der Platz des Europäischen Versprechens eingeweiht. Die lange Leidensgeschichte mit dem Projekt und der damit verbundenen Kostenexplosion hatte damit scheinbar ein Ende genommen. Doch was schlecht ist, kommt leider wieder. Auf der linken Seite des Platzes ist bereits eine erste Namensplatte gesprungen. In der rechten unteren Ecke zieht sich ein unschöner Riss durch die Namensplatte. Offenbar hat die Platte einer Belastung nicht standgehalten.

Dabei hatte man die Materialfrage bei den Namensplatten ja auch intensiv mit dem Künstler hin und her diskutiert. Glasplatten waren dann zu teuer und auch großformatige Betonplatten mit eingelegten Edelstahlbuchstaben scheiterten an den Kosten. Letztlich musste es dann armenischer Basaltlava und Buchstaben aus hochfestem Epoxidharz sein. Diese Materialien und die Kombination der Materialien sollten allen Ansprüchen aus gestalterischer und bautechnischer Sicht entsprechen. Und auch der Umstand, dass der Platz weiterhin von Lieferfahrzeugen (bis 7,5 t) des benachbarten Möbelhauses befahren wird, wurde damals berücksichtigt. Die Praxis zeigt jetzt aber wieder einmal, dass Planung und Realität beim Platz des Europäischen Versprechens zwei verschiedene Dinge sind.

Über 3 Millionen Euro hat der Platz letztendlich gekostet. Und für das viele Geld hat man nicht einmal etwas bekommen, was den tatsächlichen Begebenheiten standhält. Da fühle ich mich als Ratsmitglied hinter die Fichte geführt. Und das sogar zum wiederholten Mal bei diesem Projekt.

Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” wird im Haupt- und Finanzausschuss am 22. März 2017 dazu eine Anfrage stellen.. Die Verwaltung soll dann Stellung beziehen, ob ihr die gesprungene Platte bekannt ist, ob der Sprung auf mangelhaftes Material zurückzuführen ist und ob es noch Gewährleistungsansprüche in der Sache gibt.

 

 

Über den Autor

Felix Haltt

Felix Haltt

Mitglied des Rates der Stadt Bochum und Vorsitzender der Fraktion FDP & Die STADTGESTALTER

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4 Kommentare

  1. Noisius
    Noisius März 15, 17:54

    Passt doch gut zum momentanen Zustand der EU. Einfach so lassen…..

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. Hans Masjosthusmann
    Hans Masjosthusmann Oktober 10, 13:14

    Ich würde gern wissen,wieso die dunkle, fast schwarze Basaltlava so sandfarbig geworden ist. Gibt es dafür eine Erklärung?

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Hans Masjosthusmann
    Hans Masjosthusmann Oktober 10, 20:40

    Leider nicht, aber ich will mir das am Montag mal ansehen.

    Auf diesen Kommentar antworten

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Die KOLUMNE vom finsteren Zauberer

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    Laienzauberer

    Es ist immer wieder erschreckend zu erleben, mit welchem Ausmaß an Dilettantismus sich viele deutsche Politiker an die schwierige Materie der Zauberei herantrauen. Dabei liegen die Probleme nicht alleine bei komplexen Strukturen der Ausführung. Ich hätte vollstes Verständnis dafür, wenn es Ärger gäbe beim Anrufen korrekter hermetischer Tagesherrscher. (Die sind sowieso größtenteils Unsinn.) Auch mit Elixieren kann man sich schnell vermixen. Scheinbar mangelt es aber oft schon an einfachen Grundlagen. Jeder, der sich mit Zauberei beschäftigt, sollte etwa bereits auf den ersten Seiten eines Einführungswerkes vertraut werden mit dem Begriff der magischen Sympathie. Sogar Werke aus den empirischen Sozialwissenschaften können dazu herangezogen werden. Bei diesem Begriff geht es nicht um einfache Nettigkeit. Es geht um die Verbindung zwischen Vorgängen oder Objekten, die im nichtmagischen (mundanen) Bereich unabhängig von einander existieren. Durch gewisse Elemente von Zauberei werden sie verknüpft. Als Paradebeispiel für einen Sympathiezauber gilt etwa die so genannte Voudoupuppe (die… Weiterlesen …. 

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