BOjournal

Beitrag

 Kurz notiert

Martkhalle für Bochum: Es bietet sich eine einmalige Chance.

Martkhalle für Bochum: Es bietet sich eine einmalige Chance.
März 15
12:05 2017

Zusammen mit der Neugestaltung der Innenstadt und der von der Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALER” angestoßenen Prüfung zur Ausweitung der Fußgängerzone rund ums Rathaus bietet sich für die Zukunft Bochumer Wochenmärkte eine Chance für völlig neue Modelle an: Eine Markthalle zum Beispiel.

Die Wochenmärkte in bisheriger Form sind nicht nur aufgrund ihrer bisherigen bürgerunfreundlichen Zeiten und wegen ihrer tristen Organisation kümmerlich, sondern auch weil attraktive Markstandorte in der Vergangenheit einfach verbaut wurden. Insbesondere der versteckte innenstädtische Markt hinterm Bahnhof auf dem Buddenbergplatz passt vom Format her eher zu einer Kleinstadt im Sauerland. Großstädte und Metropolen schlagen da europaweit mittlerweile einen ganz anderen Weg ein und bieten attraktive und einladende Markthallen als ‘state of the art’ an.

In der Innenstadt werden bald einige Steine umgedreht und Flächen neu geordnet. So steht unter anderem der Abriss des maroden Bildungs- und Verwaltungszentrums im Raum. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, die einmalige Gelegenheit ergeben, direkt über der unterirdischen Parkgarage eine Markhalle in offener Leichtbauweise zu prüfen. Die Markhalle wäre so nicht nur mit dem ÖPNV, sondern auch für Autofahrer bequem zu erreichen. Außerdem gehört Grund und Boden dort bereits der Stadt und es müssten keine langwierigen und zähen Verhandlungen mit Grundtückseigner aufgenommen werden.

Aber es geht nicht darum, einfach was zu machen. Wenn man eine Markthalle auf den Weg bringt, muss der langfristige Standort auch Hand und Fuß haben. Einen Ort weit ab vom Schuss der Fußgängerzone irgendwo im Gleisdreieck zu nehmen,  kann das ganze Projekt zum Scheitern verurteilen. Der Fokus muss hauptsächlich auf der Kerninnenstadt liegen, denn nur so lässt sich die Verweilqualität im Zentrum stärken und die Markhalle an einen Ort mit guter Grundfrequenz einplanen. Dazu müssen auch die weltweit führenden Fachleute und Architekten mit ins Boot geholt werden, da die Verwaltung ja selbst noch gar keine Erfahrung in dem Thema hat. Auch die Suche nach einem Konzessionär der Markthalle sollte man dann neu anstoßen, um auch Betreiber mit Erfahrungen in der Thematik eine Chance zu geben und sich breit aufzustellen.

Teilen

Über den Autor

Dennis Rademacher

Dennis Rademacher

Geschäftsführer der Fraktion "Die PARTEI & Die STADTGESTALTER" im Rat der Stadt Bochum

Ähnliche Beiträge

2 Kommentare

  1. Kaddi
    Kaddi März 19, 17:14

    Hübsche Idee, so eine Markthalle in der Innenstadt. Aber wo stellen sich Herr Rademacher und die FDP dann die Bücherei und die VHS vor? Brauchen sie die nicht mehr, da diese vielleicht gar von der SPD eingeführt wurden?
    Das wäre keine angemessene Alternative. Bildung halte ich immer noch für wichtiger, als Austern und Biogemüse – obwohl ich beides gern konsumiere…
    Ich bin gespannt auf einen überarbeiteten Vorschlag!

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Dr. Volker Steude
      Dr. Volker Steude März 20, 12:11

      Für VHS und Bücherei wird zur Zeit der Standort Telekomblock direkt ggü. dem Rathaus diskutiert.
      Markthalle und VHS, Bücherei sind keine Alternativen. Es geht darum eine Möglichkeit zu finden, dass in der Stadt alles drei vorhanden ist. VHS und Bücherei aufzugeben steht nicht zur Diskussion.

      Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Suche

Die KOLUMNE vom finsteren Zauberer

  • Post thumbnail

    #allesmagischmachen

    Meine sehr geschätzten Damen, Herren und Steine! Ich möchte mich hiermit bei allen Mitwirkenden bedanken für die Erfolge der zurückliegenden Wochen und Monate. Mein Weg zur totalen Macht ist zwar noch nicht fertig beschritten, aber doch ein gutes Stück weit geebnet. Insofern gilt nun mein erster Dank den machtgeilen Politikern, geldgeilen Kapitalisten, Scientology, Reptiloiden und Raelianern. Bill Gates danke ich für das rasche Verteilen von Chips in Impfstoffen, die Leute nach Belieben zu meinen willenlosen Marionetten machen. Dem Marquis von Saint Germain danke ich für die geflügelten Troglodyten in Bunker 92. Der Baba Yaga danke ich für das tolle Rezept für Bärentatzensuppe mit Radieschen. Da wäre ich von alleine nicht drauf gekommen!  Allgemeinere Gratulationen für die hilfreichen Entwicklungen in der Welt gelten den Gargoyles, den Weltraumriesen, den pandimensionalen Polypen, den Kobolden, den Genii, aktuell den Gnomen, und, wie immer, den Sukkubusen. (Ausgesprochen auf den Zünder gehen mir mal wieder nur… Weiterlesen …. 

GERN GESLESEN