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Stadt gibt Fliednerhaus am Stadion auf.

Bausubstanz gefährdet Bewohner und Beschäftigte.

Stadt gibt Fliednerhaus am Stadion auf.
April 07
14:19 2017

Erhebliche bauliche Mängel und einen Schimmelbefall weist die Schlafstelle für Wohnungslose “Am Stadion 5a” aus. Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” musste dies bei ihrem Besuch der Einrichtung feststellen.

Wir sehen hier eine erhebliche gesundheitliche Gefährdung nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die Mitarbeiter. Die ehrenamtlich von Ärzten organisierte medizinische Betreuung weigere sich, weiterhin dort tätig zu werden. Auf eine Anfrage der Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” im gestrigen Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales war von der Sozialdezernentin Britta Anger zu erfahren, dass die Stadt als Eigentümerin einen alternativen Standort suche. Konkretes war nicht zu erfahren.

Abgelehnt wurde ein Antrag der Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER”, der auf die Erstellung eines ganzheitlichen Konzeptes für die soziale Wiedereingliederung von Wohnungslosen im Sinne eines Übergangsmanagements zielte. Wir schätzen die bisherige Arbeit der Stadt und der Wohlfahrtsverbände sehr. Wir glauben aber, dass die Strukturen überprüft und noch verbessert werden können. Obdachlosenbetreuung ist eine Pflichtaufgabe der Kommune. Es geht aber um mehr. Nämlich schnell eine Wohnung zu finden, und soziale Hilfen z.B. in der Schuldnerberatung, Suchtbetreuung oder bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu koordinieren und aufeinander abzustimmen. Unsere Vorstellung war, dass sich hierzu alle Verantwortlichen an einen Tisch setzen.

SPD, CDU und UWG halten die Arbeit der Wohnungshilfe in Bochum bereits für vorbildlich. Für weitere Maßnahmen mit dem Ziel der Wiedereingliederung der Wohnungslosen sehen sie keinen Handlungsbedarf und lehnen die Initiative der Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” leider ab. Erst jetzt nur Ersatz für eine abbruchreife Baulichkeit zu suchen, reicht für uns nicht aus. Ziel muss es doch sein, die Betroffenen nicht nur besser unterzubringen, sondern auch besser wieder ins normale Leben einzugliedern.

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    Gemeinheiten

    Jaja, Gemeinheiten finden sich überall in der Politik. Mal geht es dabei um Erdowahn, den Irren vom Bosporus, und mal geht es um Jens Spahn und Leute aus seiner Richtung, die gemein zur Bevölkerung sind. Dabei bin ich eigentlich einer Meinung mit vielen Akteuren, dass Demokratie nur ein lästiges Mittel zum Zweck ist. Ich könnte ewig schwadronieren, wie toll ich mir eine Festung mit schwarzen Mauern und Fledermäusen überall vorstelle. Im Garten würden dann Komodo-Warane herumlaufen und auf den Bäumen und Zinnen säßen Papageien, denen ich beigebracht hätte, extrem unanständiges Zeug zu plappern. Leider teilen nicht alle meiner Mitbewerber um die Weltherrschaft meinen Sinn für Ästhetik. Selbiges zeigte sich zuletzt im Ausschuss für Kultur und Touristik, wobei nicht Kultur oder Touristik das Problem waren. Da lief es eigentlich ganz gut. Mein hinterhältiger Änderungsantrag zur Begrünung der Museumsfassade wurde zwar abgelehnt. (Wahrscheinlich hatte irgendjemand durchschaut, dass ich dort menschenfressende Pflanzen aussähen… Weiterlesen …. 

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