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Laienzauberer

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Es ist immer wieder erschreckend zu erleben, mit welchem Ausmaß an Dilettantismus sich viele deutsche Politiker an die schwierige Materie der Zauberei herantrauen. Dabei liegen die Probleme nicht alleine bei komplexen Strukturen der Ausführung. Ich hätte vollstes Verständnis dafür, wenn es Ärger gäbe beim Anrufen korrekter hermetischer Tagesherrscher. (Die sind sowieso größtenteils Unsinn.) Auch mit Elixieren kann man sich schnell vermixen.

Scheinbar mangelt es aber oft schon an einfachen Grundlagen. Jeder, der sich mit Zauberei beschäftigt, sollte etwa bereits auf den ersten Seiten eines Einführungswerkes vertraut werden mit dem Begriff der magischen Sympathie. Sogar Werke aus den empirischen Sozialwissenschaften können dazu herangezogen werden. Bei diesem Begriff geht es nicht um einfache Nettigkeit. Es geht um die Verbindung zwischen Vorgängen oder Objekten, die im nichtmagischen (mundanen) Bereich unabhängig von einander existieren. Durch gewisse Elemente von Zauberei werden sie verknüpft.

Als Paradebeispiel für einen Sympathiezauber gilt etwa die so genannte Voudoupuppe (die mit echtem afrikanischen Voudou wenig zu tun hat). Indem man jene manipuliert, verzaubert man einen Menschen (o.ä.), der mit der Puppe magisch verknüpft ist.

Ich werde nun aber nicht näher auf die Details der Puppenzauberei eingehen. Statt dessen will ich auf sympathische Zusammenhänge im Umfeld bestimmter Politiker hinweisen.

In einem allgemeinen Rahmen scheinen Zaubereien der vorgenannten Art im Zusammenhang mit Nordmazedonien stattgefunden zu haben. Korrupte Politiker haben sich dort offensichtlich bereichert – und zack! schon verliert die deutsche Fußballnationalmannschaft ein Spiel gegen einen sonst simplen Gegner.

Der Volksmund bemüht zu einem derartigen Zusammenhang den Spruch: „Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort.“ Die magietheoretischen Zusammenhänge sehen etwas komplizierter aus. Offenbar haben die korrupten Politiker Störungen im Weltenäther hinterlassen. Eine Manipulation desselben ist dabei eine strukturelle Zauberei, wenn auch nicht immer eine bewusste. In beiden Fällen jedoch bewirkt dies eine lokale Verwerfung in der magischen Raumstruktur, die in diesem Fall in einer peinlichen Niederlage für die Profikicker geendet hat.

Eine bewusste Manipulation dieser Art kann ein argwöhnischer Profizauberer beim Vorgehen von Armin Laschet vermuten. Gemeint ist sein „Brückenlockdown“. Kaum hat er ihn an die Wand gemalt, schon beginnt es, im April zu schneien. Da Politiker sich der sie umgebenden Strukturen eigentlich bewusst sein sollten, überlege ich, ob er dieses miese Wetter vielleicht bewusst in Kauf genommen hat. Dass er es gleichzeitig nicht verhindern konnte, belegt die mangelhaften magischen Kenntnisse von Armin Laschet.

Auch auf lokaler Ebene in Bochum kann man ähnliche Vorgänge in kleinerem Maßstab beobachten. Kaum werden am Kemnader Stausee Masken verordnet, schon wird der Chef der Bochumer Schwimmbäder gekündigt. Auch das hat auf den ersten Blick keinen personellen oder systematischen Zusammenhang. Auf den zweiten Blick aber enthüllen sich die arkanen Strukturen hier sogar für den ungebildeten Betrachter deutlich genug: Offensichtlich wurden sphärische Kraftströme des Wassers manipuliert! Die Mechanik des Systems folgt dabei sehr direkten Hebelgesetzen.

Was bleibt damit für meine Leser als Erkenntnisgewinn?

Politiker haben es immer wieder mit magischen Strukturen in der Welt zu tun. Diese beeinflussen sie durch ihre Taten ebenso wie andere Dinge. Ein paar Schritte weiter zu rechnen, ist dabei für jeden enorm hilfreich, wenn man Schäden an Stellen vermeiden will, die nur scheinbar ganz woanders liegen. Aber um wirklich tiefe Geheimnisse des Universums kümmern sich nur echte Zauberer, wo simpler gestrickte Gemüter lediglich Laienmagie bewirken.

Bleibt böse!

Euer Tobias, der sehr finstere

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