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STADTGESTALTER schlagen Geschirrmobil zur Müllvermeidung bei kleinen Veranstaltungen vor. 

Foto: AZV Hof

<strong>STADTGESTALTER schlagen Geschirrmobil zur Müllvermeidung bei kleinen Veranstaltungen vor. </strong>
Mai 24
08:31 2022

Der Umweltausschuss wird sich am 25.05.2022 mit plastikfreien Großveranstaltungen beschäftigen. Die STADTGESTALTER wollen aber auch Müllvermeidung bei kleineren Veranstaltungen ermöglichen. „Für kleine, nicht-kommerzielle Veranstalter gibt es kaum finanzierbare Alternativen zu billigem Plastikbesteck. Die Stadt oder der USB soll daher ein Geschirrmobil anschaffen, das Bochumer Vereine und Initiativen für ihre Veranstaltungen wie z.B. Straßenfeste möglichst kostengünstig oder gratis anmieten können“, sagt Stefan Hiltawsky, umweltpolitischer Sprecher der STADTGESTALTER und Mitglied im städtischen Umweltausschuss. Viele andere Kommunen würden bereits solche Geschirrmobile anbieten.

„Mit einem Geschirrmobil wird eine große Anzahl an Geschirr und Besteck aus Porzellan und Edelstahl für die eigene Veranstaltung aus einem sicher transportierbaren Anhänger verfügbar. Nach der Veranstaltung räumt man das Mehrweg-Geschirr komfortabel in die integrierte Spülmaschine und fertig“, fasst Hiltawsky zusammen. 

„In Gesprächen mit Vereinsvertretern und ehrenamtlichen Initiativen haben wir kommuniziert bekommen, dass man auch kleine Veranstaltungen sehr gerne plastikfrei durchführen möchten. Allerdings gibt es für sie aus finanziellen Gründen kaum Alternativen zum billigen Einweggeschirr aus Plastik. Man kann nicht erwarten, dass die geringen Budgets für Straßen – und Vereinsfeste in teure Alternativen wie Bambusbesteck fließen oder Ehrenamtliche noch ihre Küchenschränke ausräumen, um Porzellan-Geschirr anzuschleppen“, argumentiert Hiltawsky. 

Das Geschirrmobil soll auf Vorschlag STADTGESTALTER durch die Stadt oder vom USB angeschafft und günstig vermietet werden. „In vielen anderen Kommunen deutschlandweit klappt das schon seit den 1990ern“, meint Hiltawsky und verweist auf den Rems-Murr-Kreis, Ravensburg und München. „Oftmals findet man Kooperationen mit freien Trägern, wie z.B. mit dem DRK in Borken. Das können wir uns auch in Bochum vorstellen“, so Hiltawsky. „Eine andere Option wäre auch, das Mieten über einen privatwirtschaftlichen Geschirr-Verleih mit z.B. 50% der nachgewiesenen Kosten zu fördern.“

„Wir unterstützen SPD und Grüne in ihrem Vorhaben, die Großveranstaltungen in Bochum plastikfrei zu machen. Aber viele kleine Veranstaltungen machen in Summe ‚auch Mist‘. Wir hoffen darauf, dass unser Ergänzungsvorschlag eine Mehrheit findet. Berücksichtigt man Groß- und Kleinveranstaltungen, hätten wir ein Konzept aus einem Guss“, begründet der STADTGESTALTER.

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