Start SOZIALES Sonnencreme-Spender im öffentlichen Raum aufstellen 

Sonnencreme-Spender im öffentlichen Raum aufstellen 

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„In den Niederlanden bieten öffentliche Stellen kostenfreie Sonnencreme-Spender an. Alle Menschen können sich so unterwegs kostenfrei und niedrigschwellig gegen gefährliche UV-Strahlen schützen. Die Spender stehen dort in Rathäusern, Friedhöfen und Parks. So wollen wir auch in Bochum den Kampf gegen Hautkrebs aufnehmen“, sagt Dr. Carsten Bachert, Ratsmitglied der STADTGESTALTER. 

„In der Corona-Pandemie haben wir uns daran gewöhnt, dass überall Desinfektionsmittel-Spender zur Verfügung stehen. Genau diese Spender setzt man in den Niederlanden in der warmen Jahreszeit auch für Sonnencreme ein und findet so eine sinnvolle Weiternutzung der angeschafften Geräte. In der Erkältungs-Saison im Herbst und Winter kann man die Spender auch wieder für Desinfektionsmittel nutzen“, sagt der STADTGESTALTER.

„Auch deutsche Kommunen wie Norderstedt folgen dem niederländischen Vorbild und haben zehn Sonnencreme-Spender auf den Friedhöfen, dem Wertstoffhof und im Rathaus aufgestellt. Diese Orte eignen sich auch in Bochum“, findet Dr. Bachert. Mit der sichtbaren Präsenz der Spender solle auch das Problembewusstsein der Menschen geschärft werden. 

Der Physiker unterstreicht die Gefährlichkeit der Sonnenstrahlen. „Langwellige ultraviolette Strahlung (UV-A), die von der Sonne ausgesendet wird, ist so energiereich, dass sie in die DNA der Zellen dringt und dort gefährliche Schäden verursachen kann. Auch gebräunte Haut bietet kaum einen natürlichen Schutz. Damit gilt UV-Strahlung als der Hauptrisikofaktor für alle Hautkrebsarten und schwere Erkrankungen der Augen“, erklärt Dr. Bachert und verweist auf steigende Fallzahlen. In den letzten 20 Jahren sind die Todesfälle durch Hautkrebs um 55% gestiegen. Durch den Klimawandel wird sich die Gefahr noch verstärken“.

„Den überschaubaren Kosten für die Aufstellung und Befüllung der Spender stehen verringerte Gesundheitskosten durch weniger Hautkrebserkrankungen und damit weniger medizinische Behandlungen wie Operationen gegenüber“, sagt Dr. Bachert. „Und jedes Leben, das wir retten, kann so und so nicht mit Geld aufgewogen werden.“

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