BOjournal

Beitrag

 Kurz notiert
  • Stadt Bochum soll beim Projekt “Smart-Park-City-Hubs” über die RUB den Fuß in die Tür bekommen. Wenn die Ruhr-Universität in einer anderen Stadt ein Konzept für moderne City-Logistik aufbaut, dann soll auch Bochum davon profitieren. Das Land NRW fördert im westlichen Ruhrgebiet unter Beteiligung der RUB...
  • Sonnenenergie für Bochums E-Busse nutzen DIE STADTGESTALTER wollen die neuen E-Busse per Sonnenenergie umweltfreundlicher machen. Im Moment wird die elektrische Energie ausschließlich aus fremder Erzeugung bezogen. Statt die Energie zum Aufladen der E-Busse aus dem Stromnetz...
  • Verwaltung blockiert Radverkehrskonzept Im November 2019 fragte die Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ nach der bereits 2014 und 2017 beschlossenen Fortschreibung des Radverkehrskonzepts. Zunächst verschleppte die Verwaltung die Antwort und reagierte erst nach...
  • Vergleich mit Umwelthilfe ist nur Teilerfolg Die Deutsche Umwelthilfe und die von ihr beklagten Städte haben einen Vergleich vor Gericht geschlossen. Die drohenden Fahrverbote in Bochum sind damit erstmal vom Tisch. Wir brauchen in Bochum aber...
  • Bochum soll “Zero-Waste-City” werden. Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” will, dass in Bochum weniger Müll anfällt.  Dazu stellt sie einen Antrag für die Ratssitzung am 30.01.2020. “Der beste Müll ist der, der gar...

Bochum darf Herausforderung an die Infrastruktur nicht verschlafen

CC0 Public Domain

Bochum darf Herausforderung an die Infrastruktur nicht verschlafen
Februar 26
12:28 2016

Das Frauenhofer Institut für Materialfluss und Logistik hat in einer Studie aufgezeigt, dass der Anlieferungsverkehr durch die Ausweitung des Internethandels in Bochum stark ansteigen wird. Jetzt muss sich die Stadt den Realitäten stellen und darf diese Studie eines renommierten Institutes nicht tatenlos zu den Akten legen.

Die Innenstadt wird für viele Bochumerin und Bochumer sowie für Anwohner aus den Nachbarstädten weiterhin für den Ankauf angesteuert. Ein großer Teil der Personen wird auch weiterhin bevorzugt mit dem PKW anreisen. Daneben steigt die Bedeutung des Internethandels kontinuierlich und stark an. Dies führt dazu, dass sich immer mehr Paketdienstleister auf Bochums Straßen drängen. Auch die Just-In-Time-Anlieferung für die Händler in der Innenstadt, die so teure Lagerflächen sparen können, führt zu einem erhöhten Anlieferungsverkehr.

Wenn wir nicht heute anfangen, etwas zu tun, dann wachen wir morgen im Verkehrskollaps auf. Viele Bochumer Straßen, die dazu noch in einem traurigen Zustand sind, erreichen schon jetzt zu vielen Zeitpunkten in der Woche ihre Grenzen. Die Studie des Frauenhofer Institutes prognostiziert eine Zunahme des LKW-Verkehrs in Bochum von über 30% und geht von insgesamt zusätzlichen 24 000 Fahrzeugen. Man darf diese Entwicklung jetzt nicht abtun, denn gerade der Wirtschafts- und Güterverkehr ist für Bochum als Standort von großer Bedeutung. Vielmehr muss man sich den offenen Frage endlich stellen: Was müssen wir tun, damit Bochums Bürger und Wirtschaft nicht im Stau ersticken? Um darauf eine passende Antwort zu finden, muss die Stadt dringend das Gespräch mit der IHK und insbesondere mit dem Frauenhofer-Institut suchen, um ergebnisorientiert Lösungen zu finden. Eine langfristige Lösung schüttelt man nämlich nicht mal eben aus dem Ärmel.

Die Stadt muss Sofortmaßnahmen aus der Studie ernsthaft prüfen. Gerade was die Anlieferungszeiten in der Innenstadt, weitere kostenfreie Anlieferungsflächen und Anlieferung über die Parkhäuser außerhalb deren Öffnungszeiten angeht, kann man eine zügige Stellungnahme der Verwaltung erwarten. Die Fraktion FDP & DIE STADTGESTALTER stellen dazu im nächsten Infrastrukturausschuss eine entsprechende Anfrage. Darüber hinaus muss sich Bochum der infrastrukturellen Herausforderung aber auch innovativen Ideen beschäftigen. Hierzu zählt zum Beispiel der Einsatz von modernen Lastenfahrrädern in der Innenstadt sowie auch technische Lösungen wie ferngesteuerte Auslieferungsdrohnen. In Zukunft kann die Drohne einen großen Teil von Lieferungsverkehr in den Ballungsgebieten ersetzen und so Druck von den Straßen nehmen. Bochum muss hier frühzeitig rechtliche Rahmenbedingungen schafft, die einen unkomplizierten Einsatz möglich machen. Hier könnte unsere Stadt wir vielleicht eine Vorreiterrolle einnehmen, wenn man dies nur auch wirklich will.

Die vollständige Studie als PDF-Dokument

Tags
Teilen

Über den Autor

BOJournal

BOJournal

Redaktionsteam

Ähnliche Beiträge

0 Kommentare

Bisher keine Kommentare!

Bisher keine Kommentare. Möchten Sie einen Kommentar schreiben?

Schreib einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Suche

Die KOLUMNE vom finsteren Zauberer

  • Post thumbnail

    Poltergeister!?

    Eigentlich dachte ich, diese Woche gäbe es etwas spannendes aus dem Bochumer Kulturausschuss zu berichten. Da war ich jetzt erstmalig persönlich. Die Sitzung ging allerdings an dem Tag in Rekordzeit zu Ende. Über allzu viel konnte man sich da also gar keine Gedanken machen. Dafür gab es in der PARTEI einen Paukenschlag: Unser bisheriger Europa-Abgeordneter Nico Semsrott ist ausgetreten. Der GröVaZ Martin Sonneborn hatte über Chinesen gefrotzelt, die sich über Amerikaner lustig machen könnten. Wegen der fürchterlichen rassistischen Klischees dabei blieb Semsrott keine andere Wahl, als den Bosbach zu machen. Die Möglichkeit älterer Problemchen stand natürlich nie im Raum. Insgesamt haderte ich deshalb damit, das gute Thema an der völlig falschen Stelle zu haben, nämlich eben nicht in Bochum. Doch Zauberer blicken ja tiefer in die Dinge hinein. Warum ist alles so fürchterlich deplaziert? Welche ärgerlichen Mächte arbeiten gegen mich? Eine kurze Analyse ergibt: Sachen fallen aus dem Plan heraus… Weiterlesen …. 

GERN GESLESEN