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Gesamtstrategie für weitere Stadtteilentwicklungskonzepte notwendig!

Vernünftiger Überblick und ausreichende Stellen für Stadtentwicklung gefordert.

Gesamtstrategie für weitere Stadtteilentwicklungskonzepte notwendig!
Juli 12
11:44 2016

Die Entwicklung der Stadt Bochum als Ganzes sowie die Entwicklung der einzelnen Stadtteile ist eine Mammutaufgabe, die entscheidend für das zukünftige Leben in Bochum wird. Damit es sich bei allen Überlegungen, die dazu angestellt werden, nicht nur um schöne Träume der Verantwortlichen handelt, müssen Grundvoraussetzungen geschaffen werden. Oberste Priorität ist hierbei, dass man einen vernünftigen Überblick über die Herausforderungen in den Stadtteilen zusammen trägt sowie analysiert und das nötige Know-How zu Verfügung stellt.

Die Erarbeitung integrierter städtebaulicher Entwicklungskonzepte ist die Voraussetzung um unbedingt notwendige Mittel für die Städtebauförderung zu erhalten. Dabei geht es pro Stadterneuerungsgebiet um Fördermittel in zweistelliger Millionenhöhe, die Bochum sehr gut gebrauchen kann. Aktuell werden zwar diverse Städtebaufördermaßnahmen umgesetzt, dazu zählen Innere Hustadt, Werne/Langendreer, Wattenscheid und Westend, aber die bisherigen Bemühungen reichen nicht, um den vollständigen Bedarf in Bochum abzuarbeiten. Nach Meinung der Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” wäre die Einleitung weiterer Erneuerungsprogramme auch für andere Stadtteile (z. B. Hamme und Gerthe) sehr sinnvoll und notwendig. Personell ist das Stadtplanungsamt aktuell jedoch nicht in der Lage, bei allen genannten Gebieten Stadterneuerungsprogramme auf den Weg zu bringen. Entsprechend ist eine personelle Anpassung in diesem Bereich erforderlich.

Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” hat im letzten Strukturausschuss einen Antrag vorgelegt, der die nötigen personellen Voraussetzungen geschaffen hätte, um über das aktuelle Maß hinaus die fachlichen Werkzeuge an dringenden Problemstellen in Bochum ansetzen zu können. Die dafür entstehenden Kosten sollten mittelfristig in anderen Bereichen der Verwaltung durch entsprechende Umstrukturierungen eingespart werden. Mögliche zunächst zusätzlich anfallende Personalkosten wären im Vergleich zum Nutzen der Stadterneuerung und bei der dann möglichen Akquise neuer Fördermillionen nicht groß ins Gewicht gefallen. Dass eine Mehrheit des Strukturausschusses sich ohne Nennung eigener Argumente dagegen sperrte, die Voraussetzungen für weitere Stadtteilentwicklungen zu schaffen, hält die Fraktion für nicht nachvollziehbar. Hier kann sich jede Bürgerin und jeder Bürger die Frage, ob diese negative Entscheidung noch in ihrem Sinne ist, selbst beantworten. Festzuhalten bleibt: Die Politik benötigt einen Überblick über alle Herausforderungen in der Stadtentwicklung, um personell sinnvoll ausgestattet ein Gesamtkonzept für Bochum erarbeiten zu können.

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