BOjournal

Beitrag

Ruhrfähre zwischen Stiepel und Blankenstein wieder aufleben lassen.

Ruhrfähre zwischen Stiepel und Blankenstein wieder aufleben lassen.
Juli 15
14:00 2016

Der Verein Ruhrfähre setzt sich für die Förderung der Errichtung und Unterhaltung einer Fährverbindung über die Ruhr zwischen Bochum-Stiepel und Hattingen-Blankenstein ein. Doch die Ruhrauen in Stiepel sollen in ab 2017 unter Naturschutz gestellt werden. Der Landschaftsplan sieht darin lediglich das Befahren der Ruhr mit Wasserfahrzeugen ohne Benzin- oder Elektromotor vor.

Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” setzen sich zusammen mit dem FDP-Bezirksvertreter aus dem Bochumer Süden dafür ein, dass ein Betrieb von Flussfähren mit Elektromotoren erlaubt wird. Sie halten es für eine charmante Idee, die alte Fährverbindung über die Ruhr – die bis 1960 Bestand hatte – mit Hilfe einer kleinen Elektrofähre wieder aufzunehmen. Um diesen Betrieb zu ermöglichen, hat die Fraktion bereits schriftlich eine entsprechende Anregung beim Umwelt- und Grünflächenamt eingereicht. Für einen Fährbetrieb soll es die Ausnahme geben, dass auch Flussfähren mit Elektromotoren auf der Ruhr fahren dürfen. Der Fährbetrieb muss dann mit der ohnehin vorgesehenen Nutzung vergleichbar sein und muss durch die untere Landschaftsschutzbehörde genehmigt werden. Das sollte ein Kompromiss sein, der sowohl Anforderungen des Naturschutzes als auch Freizeitnutzung berücksichtigt.

Eine elektrische, ehrenamtlich an Sommerwochenenden, betriebene Personen- und Fahrradfähre zwischen Stiepel und Blankenstein wirbt für grünen Strom, für Bochum als fahrradfreundliche Stadt und für den Rad- und Wandertourismus im Ruhrtal. Der Schutz und die Unversehrtheit der Natur sind in keiner Weise gefährdet, da die Anleger sich außerhalb des Naturschutzgebiets befinden.

In Witten wird der umweltverträgliche Fährbetrieb schon seit Jahren erfolgreich praktiziert. Warum sollte so etwas nicht auch in Bochum möglich sein. Der Fährbetrieb soll zukünftig in den Sommermonaten an drei Tagen in der Woche, von freitags bis sonntags, stattfinden. Vielleicht kann man sogar den Betreiber Wabe (Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung mbH) für die neue Ruhrfähre gewinnen. Wenn man so die ehemalige Fährverbindung zwischen Bochum und Hattingen ohne zusätzliche Förderung wieder aufleben lassen und damit auch noch Menschen qualifizieren kann, ist das eine super Idee.

Über den Autor

BOJournal

BOJournal

Redaktionsteam

Ähnliche Beiträge

0 Kommentare

Bisher keine Kommentare!

Bisher keine Kommentare. Möchten Sie einen Kommentar schreiben?

Schreib einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Suche

Die KOLUMNE vom finsteren Zauberer

  • Post thumbnail

    Der Fährmann

    Es scheint gerade so eben genug Muße zu herrschen für etwas Magietheorie. Also los! In den vergangenen Tagen ist mir nämlich aufgrund von Internet-Links ein altes Lied mal wieder im Kopf herumgespukt. Nein, ich meine nicht das eher dahinplätschernde „Charon“ von Grave Digger. Ich meine tatsächlich „Don´t Pay The Ferryman“ von Chris de Burgh. Dabei sind mir Metaebenen aufgefallen, die an mir als Jugendlichem seinerzeit völlig vorbeigerauscht sind. Jene betreffen das Zusammenspiel von Realität und magischem Denken.  uch, wenn viele Leute bei dem Thema vielleicht zuerst an steinalte Griechen denken; Fährleute spielen in der Mythologie verschiedener Völker eine Rolle. Dabei geht es in Sagen oft um das Erreichen eines (manchmal sogar sicheren) Ufers nach dem Durchqueren unsicherer (und damit im Bild mystisch-magischer) Gewässer. Dabei spielt dann ein Fährmann eine Rolle, der oft zufällig selber ein magisches Wesen ist. Dieses Grundmotiv verarbeitet auch de Burgh in seinem Lied. Mithin geht es… Weiterlesen …. 

GERN GESLESEN