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“Der schiefe Turm von Bochum” steht vor der Radstation am Hauptbahnhof

“Der schiefe Turm von Bochum” steht vor der Radstation am Hauptbahnhof
August 26
13:15 2016

Wunsch und Wirklichkeit fallen ja mal mehr und mal weniger oft auseinander. In Bochum ist es allerdings leider durchaus öfters der Fall, dass sich die bittere Realität nicht mit den schönen Vorstellungen der Theorie deckt. Während sich Politik und Verwaltung gestern im großen Ratssaal zur Aufnahme in den Arbeitskreis der fußgänger- und fahrradfreundlichen Städte (AGFS) feierten und gegenseitig die Hände schüttelten, zeichnete sich draußen im Stadtbild ein ganz andere Wirklichkeit. Doch eins nach dem anderen:

FDP-SG_AGFSZur Unterzeichnung der Aufnahmeurkunde der AGFS kam niemand geringeres als Herr Minister Groscheck, der in einer Rede schöne und warme Worte für Bochums Entwicklung im Radverkehr fand. Gut, dass Herr Groscheck wohl mit Chauffeur und PKW aus Düsseldorf angereist ist, sonst hätte er möglicherweise sein Fahrrad mit in die Bahn genommen und dann in der Radstation am Bochumer Hauptbahnhof abstellen wollen. Wahrscheinlich wäre seine Rede dann angesichts des defekten und aus den Angeln gehobenen Terminals, das eigentlich den 24-Stunden-Zugang zur Radstation ermöglichen soll, weniger warm ausgefallen. Die Radstation selbst hat die Verwaltung auf den Defekt bereits seit längerer Zeit hingewiesen, nur passiert ist seit einem guten halben Jahr nichts.

Die Unterschriften wichtiger Persönlichkeiten unter gut klingenden und wichtig aussehenden Urkunden sind den Bürgern sehr wahrscheinlich weniger wichtig als die Realität in ihrer Heimatstadt. Darum hat die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” in einer Anfrage dringend angemahnt, das Terminal umgehend zu reparieren, damit sich die Stadt Bochum hier nicht weiterhin eine peinliche Blöße gibt.

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    Zyklische Weltenmuster

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