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Lieber zwei, drei zentrale und hochmoderne Schwimmbäder für Bochum als marodes Klein-Klein.

Lieber zwei, drei zentrale und hochmoderne Schwimmbäder für Bochum als marodes Klein-Klein.
März 22
16:07 2017

Oftmals heißt es ja, Qualität geht vor Quantität. Für Bochumerinnen und Bochumern gilt in Sachen Schwimmbädern aber, dass neben der verfallenden und nicht mehr zeitgemäßen Qualität auch die flächendeckende Quantität immer weiter wegbricht. Mit der Schließung des Nordbades und des Stadtbades sind schon zwei Standorte verloren gegangen. Das Haushaltssicherungskonzept sieht noch bis zu zwei Schließungen städtischer Bäder vor. Das führt das ursprüngliche flächendeckende Schwimmbadkonzept in Bochum ad absurdum. Einzelne Standorte, die ohne ausreichende Anbindung an das Verkehrsnetz nur schwer zu erreichen sind und teilweise einen generationenschweren Sanierungsstau aufweisen, machen keinen Sinn.

Es hat sich doch in den letzten Jahren viel im Freizeitverhalten verändert. Die Kinder wollen Wasserrutschen und Spaßbäder mit kinder- und familiengerechter Ausstattung sowie weitergehenden Spielmöglichkeiten. Sehr viele Menschen haben auch Wellness- und Saunaangebote für sich entdeckt. Zu einem Besuch eines modernen Bades gehört auch ein gastronomisch ansprechendes Angebot in nettem Ambiente. Einige Menschen sind auch offen für weitere Sportangebote, die um ein Schwimmbad gruppiert werden können. Unsere Bäder sind nicht nur kaputt und teuer, sondern auch meilenweit von einem attraktiven und modernen Angebot entfernt. Nur technische Sanierung reicht da nicht. Darum muss man ein grundsätzlich neues Konzept aufstellen, für das bereits bestehende, aber auch mögliche neue Standorte für moderne und gut ans ÖPNV-Netz angeschlossene Zentralbäder geprüft werden sollen.

Den jetzigen und plötzlichen Aufschlag der SPD zum Neubau des Hallenfreibades Höntrop kann man nur als Wahlkampfgeklapper wahrnehmen. Als Nord- und Stadtbad schließen mussten, gab es keine Initiativen. Jetzt steht die Landtagswahl vor der Tür und plötzlich setzt der wohlig warme Regen ein. Für die Bürgerinnen und Bürger, die sich zum Beispiel mit der ersatzlosen Schließung des Nordbades abfinden mussten, ist das enttäuschend.

Und man muss klar sagen: Das Haushaltssicherungskonzept sieht die Schließung von ein bis zwei Bäderstandorten zwingend vor. Ein Neubau in Höntrop löst nicht die strukturellen Probleme der Bäderlandschaft und wird so nur dazu führen, dass ein anderer Schwimmbadstandort in Bochum hinten rüber fallen und verschwinden wird. Das wird dann wahrscheinlich erst nach den Wahlkämpfen offen ausgesprochen, ist aber so sicher wie das Amen in der Kirche. Würde man für das Hallenfreibad Höntrop eine andere Betriebsform, zum Beispiel in Ausgestaltung eines Bürgerbades oder als Kooperation mit einem privaten Investor finden, oder würde man die gesamten Probleme der Bochumer Bäder mal in einem Guss angehen, dann könnte man tatsächlich einen Standort retten. So ist das mehr ein Werbe-Gag.

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Die KOLUMNE vom finsteren Zauberer

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    Zyklische Weltenmuster

    Ja, super. Jetzt habe ich durchwachsen geschlafen und komisch geträumt. Außerdem fehlt mir der eine große Aufhänger aus der Bochumer Lokalpolitik. Es gibt viele kleine, aber nichts Durchschlagendes. Also begebe ich mich nun teilweise auf das Feld der Traumdeutung und betätige mich im Weiteren als Prophet. Das hatten wir ja noch nicht. Bevor jemand fragt: Geträumt habe ich von einer magischen Statuette, die sich zyklisch veränderte. Sie symbolisierte Werden und Vergehen, wie bei Jahreszeiten der Fluss der Dinge hin und her schwappt. Sowas bezeichnet man im Großen als zyklisches Weltbild, und ist eigentlich immer bezogen auf einen Ausschnitt desselben. Dabei ist es eigentlich gar kein Kreis, der so beschrieben wird, sondern eine Sinuswelle. Zyklische Weltbilder und Zusammenhänge stehen im Widerspruch zur Idee eines dauerhaften Fortschritts, die sonst so beliebt ist. Zwar ergänzen sie sich real eher je nach Kontext, aber wen kümmert schon die Realität, wenn er auch Pauschalaussagen haben… Weiterlesen …. 

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