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Bochumer Frauenhaus ist so marode, dass es schon bald nicht mehr nutzbar ist.

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  • Der Stadt ist der untragbare Zustand bereits seit 2013 bekannt.
  • Kosten von 1,9 Mio. Euro für einen notwendigen Neubau sind offen.
  • Thema landet beim Amt des Oberbürgermeisters

Das Bochumer Frauenhaus ist marode und kann bereits zeitnah nicht mehr für eine stationäre Unterbringung notleidender Frauen genutzt werden. Der Stadt ist der traurige Zustand und damit auch die mehr als dürftige Barrierefreiheit seit einigen Jahren bekannt. Mit der Finanzierung eines Neubaus steht die Caritas bis jetzt aber alleine dar. Hier muss der Oberbürgermeister umgehend anpacken.

Mit einer Initiative im Sozialausschuss wollte die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” eigentlich abklopfen, wie es um die Barrierefreiheit des Frauenhauses in Bochum bestellt ist. Dabei stößt sie aber auf eine Tatsache, die noch viel brisanter ist. Das Haus ist in seiner Bausubstanz so marode, dass es zeitnah nicht mehr für stationäre Unterbringungen von hilfesuchenden Frauen genutzt werden kann. Es bleibt nichts anderes übrig, als den alten Standort aufzugeben und ein neues Frauenhaus zu bauen.

Dass die Stadt Bochum nun schriftlich zugeben muss, bereits seit 2013 vom beschämenden Zustand des Frauenhauses zu wissen und dabei den grundsätzlichen Bedarf der Caritas nicht abgestritten hat, ist schockierend. Auch für eine Beteiligung an dem notwendigen Neubau, der mit in etwa zwei Millionen Euro veranschlagt wird, hat die Stadt der Caritas eine erneute Absage erteilt. Eine Anfrage der Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” zur Finanzierungslücke für die Unterbringung von Frauen in besonderen Problemlagen hatte bereits vor Kurzen schon für Aufregung gesorgt. Darauf hin wurde notdürftig Hilfe ermöglicht. Aber jetzt kommt schon das nächste Problem.

Die Caritas befürchtet nämlich nun, lediglich auf Fundraising und Stiftungen hoffen zu können. Für Bochum wäre es peinlich, wenn das Frauenhaus zur würdevollen und barrierefreien Unterbringung von notleidenden Frauen auf Almosen angewiesen wäre. Die Stadt muss umgehend Verantwortung übernehmen und prüfen, ob sie nicht ein freies städtisches Gebäude anbieten kann. Geht dies nicht, dann muss der Oberbürgermeister das ganze Land, den Bund und die EU abklappern und darf nicht eher Ruhe geben, bis eine finanzielle Lösung gefunden wurde. Dabei sollte er auch auf die insgesamt schlechte sowie uneinheitliche Finanzierung der Frauenhäuser durch Land und Bund hinweisen. Die Verwaltung hat uns mitgeteilt, dass unsere Anfrage auch dem Amt des Oberbürgermeisters vorgelegt werden soll.

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