BOjournal

Beitrag

Bochumer Frauenhaus ist so marode, dass es schon bald nicht mehr nutzbar ist.

Bochumer Frauenhaus ist so marode, dass es schon bald nicht mehr nutzbar ist.
Juni 30
12:00 2017
  • Der Stadt ist der untragbare Zustand bereits seit 2013 bekannt.
  • Kosten von 1,9 Mio. Euro für einen notwendigen Neubau sind offen.
  • Thema landet beim Amt des Oberbürgermeisters

Das Bochumer Frauenhaus ist marode und kann bereits zeitnah nicht mehr für eine stationäre Unterbringung notleidender Frauen genutzt werden. Der Stadt ist der traurige Zustand und damit auch die mehr als dürftige Barrierefreiheit seit einigen Jahren bekannt. Mit der Finanzierung eines Neubaus steht die Caritas bis jetzt aber alleine dar. Hier muss der Oberbürgermeister umgehend anpacken.

Mit einer Initiative im Sozialausschuss wollte die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” eigentlich abklopfen, wie es um die Barrierefreiheit des Frauenhauses in Bochum bestellt ist. Dabei stößt sie aber auf eine Tatsache, die noch viel brisanter ist. Das Haus ist in seiner Bausubstanz so marode, dass es zeitnah nicht mehr für stationäre Unterbringungen von hilfesuchenden Frauen genutzt werden kann. Es bleibt nichts anderes übrig, als den alten Standort aufzugeben und ein neues Frauenhaus zu bauen.

Dass die Stadt Bochum nun schriftlich zugeben muss, bereits seit 2013 vom beschämenden Zustand des Frauenhauses zu wissen und dabei den grundsätzlichen Bedarf der Caritas nicht abgestritten hat, ist schockierend. Auch für eine Beteiligung an dem notwendigen Neubau, der mit in etwa zwei Millionen Euro veranschlagt wird, hat die Stadt der Caritas eine erneute Absage erteilt. Eine Anfrage der Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” zur Finanzierungslücke für die Unterbringung von Frauen in besonderen Problemlagen hatte bereits vor Kurzen schon für Aufregung gesorgt. Darauf hin wurde notdürftig Hilfe ermöglicht. Aber jetzt kommt schon das nächste Problem.

Die Caritas befürchtet nämlich nun, lediglich auf Fundraising und Stiftungen hoffen zu können. Für Bochum wäre es peinlich, wenn das Frauenhaus zur würdevollen und barrierefreien Unterbringung von notleidenden Frauen auf Almosen angewiesen wäre. Die Stadt muss umgehend Verantwortung übernehmen und prüfen, ob sie nicht ein freies städtisches Gebäude anbieten kann. Geht dies nicht, dann muss der Oberbürgermeister das ganze Land, den Bund und die EU abklappern und darf nicht eher Ruhe geben, bis eine finanzielle Lösung gefunden wurde. Dabei sollte er auch auf die insgesamt schlechte sowie uneinheitliche Finanzierung der Frauenhäuser durch Land und Bund hinweisen. Die Verwaltung hat uns mitgeteilt, dass unsere Anfrage auch dem Amt des Oberbürgermeisters vorgelegt werden soll.

Über den Autor

Dennis Rademacher

Dennis Rademacher

Mitglied des Rates der Stadt Bochum

Ähnliche Beiträge

0 Kommentare

Bisher keine Kommentare!

Bisher keine Kommentare. Möchten Sie einen Kommentar schreiben?

Schreib einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Suche

Kalender

August 2020
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
27. Juli 2020 28. Juli 2020 29. Juli 2020 30. Juli 2020 31. Juli 2020 1. August 2020 2. August 2020
3. August 2020 4. August 2020 5. August 2020 6. August 2020 7. August 2020 8. August 2020 9. August 2020
10. August 2020 11. August 2020 12. August 2020 13. August 2020 14. August 2020 15. August 2020 16. August 2020
17. August 2020 18. August 2020 19. August 2020 20. August 2020 21. August 2020 22. August 2020 23. August 2020
24. August 2020 25. August 2020 26. August 2020 27. August 2020 28. August 2020 29. August 2020 30. August 2020
31. August 2020 1. September 2020 2. September 2020 3. September 2020 4. September 2020 5. September 2020 6. September 2020
Blog folgen

Erhalten Sie zu jedem neuen Artikel eine Nachricht per Mail.

Mail senden an: