Start UMWELT-VERKEHR Studierende als Fahrpersonal für Busse und Bahnen der BOGESTRA gewinnen.

Studierende als Fahrpersonal für Busse und Bahnen der BOGESTRA gewinnen.

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Studierende als Fahrpersonal für Busse und Bahnen der BOGESTRA gewinnen.

Aufgrund der angespannten Personalsituation kommt es auf den Linien der BOGESTRA immer wieder zu Fahrtausfällen und Verspätungen. Die STADTGESTALTER schlagen für das städtische Verkehrsunternehmen nun unkonventionelle Wege im Recruiting vor. 

Der verkehrspolitische Sprecher der STADTGESTALTER Nikolas Lange erklärt: „Straßenbahn- oder Busfahrer als Werkstudent bei der BOGESTRA kann für viele Studierende an den Bochumer Hochschulen ein erfüllender und auch finanziell attraktiver Nebenjob sein. Besonders Schichten am Wochenende oder in den späten Abendstunden passen hervorragend in den Alltag vieler Studierender und entlasten so das reguläre Personal.“

„Allein an der Ruhr-Uni sind rund 40.000 Studierende eingeschrieben. Ein großes Potential, um die Verkehrswende in Bochum voranzubringen und Zuverlässigkeit sowie Pünktlichkeit für die Kunden der BOGESTRA zu verbessern. Gerade perspektivisch betrachtet steht die ÖPNV-Branche zunehmend vor dem Problem, Personal zu finden“, sagt Lange. Die Studierenden sollen als Werkstudenten eine faire Vergütung erhalten, betonen die STADTGESTALTER.

„Man kann vor dem Personalmangel nicht die Augen verschließen, sondern man muss auch mal über den Tellerrand schauen. In Nürnberg wertet man genau dieses Studi-Konzept als ‚Win-Win-Situation‘ für alle“, argumentiert Lange. Er verweist auf ein entsprechendes Programm der VAG Nürnberg, die als kommunales Verkehrsunternehmen seit November 2023 in einer 30-tägigen Ausbildung das umfangreiche Bedienen und Steuern von vier unterschiedlichen Fahrzeugtypen der Straßenbahn erlernen.

„Die BOGESTRA bildet ihre regulären Azubis in der dreijährigen dualen Ausbildung als Fachkraft für Fahrbetrieb darüber hinaus auch in der Werkstatt, in der Disposition und im Kundencenter aus. All das müssen Studierende zum Erwerb der Fahrberechtigung im Nebenjob nicht lernen, um Fahrgäste sicher, komfortabel und pünktlich zu befördern“, erklärt Lange. „Die Ausbildungsplätze für das Jahr 2024 als Fachkraft im Fahrbetrieb sind bereits alle besetzt. Ein Grund mehr, zusätzliche Werkstudenten zu gewinnen, welche oftmals auch flexibel Lücken in den Randzeiten der Schichtpläne füllen können.“

„Sollten die Studierenden Freude an der Arbeit in der BOGESTRA gewinnen, kann man den einen oder anderen vielleicht für eine reguläre Ausbildung überzeugen. Die BOGESTRA wirbt in ihren Bussen und Bahnen ja bereits jetzt schon um junge Menschen, die mit dem Gedanken spielen, ihr Studium nicht weiter zu verfolgen“, sagt STADTGESTALTER Lange. 

„Die Erfahrungen in Nürnberg zeigen, dass eine gute, professionelle und kompakte Ausbildung eine sichere und zuverlässige Fahrgastbeförderung ermöglicht und im Sinne der Bochumer Bürger ist“, sagt Lange und kündigt eine entsprechende Anfrage im Mobilitätsausschuss des Rates an.

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