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  • Modellprojekt soll Cannabis in Bochum legalisieren. “Es wird Zeit, dass Cannabis legalisiert wird. Die Stadt Bochum soll ihren Teil dazu beitragen”, sagt Dr. Carsten Bachert-Schneider, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion “Die PARTEI & STADTGESTALTER”. “Mit einem Antrag im...
  • Corona-Risikogruppen sollen in Bochum zum ÖPNV-Preis mit dem Taxi fahren. “Wir wollen älteren Menschen und Vorerkrankten die Möglichkeit geben, sich besser gegen eine Corona-Infektion schützen zu können. Dazu sollen für Risikogruppen die Taxifahrten zum ÖPNV-Preis ermöglicht werden, um überfüllte Busse und Bahnen meiden zu können”,...
  • Fraktion „Die PARTEI & STADTGESTALTER“ will Kampf gegen Rechtsextremismus thematisieren „Unsere Fraktion hat am 04.01. beschlossen, Rechtsextremismus im neuen Jahr 2021 im Rat zu thematisieren“, erklärt Dr. Carsten Bachert-Schneider, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion „Die PARTEI & STADTGESTALTER“. „Unter dem Motto...
  • Bochumer Kältekonzept für Obdachlose unzureichend PARTEI & STADTGESTALTER schlagen Kältebus und Wärmezelte vor.  “Die Stadt Bochum tut nicht genug für Obdachlose in diesem Winter”, kritisiert Nils Brandt, Vorsitzender der Fraktion “Die PARTEI & STADTGESTALTER”. “Ein warmer Tagesaufenthalt darf nicht nur...

Parkroboter kann 40% mehr Parkplätze schaffen.

Parkroboter kann 40% mehr Parkplätze schaffen.
März 07
13:16 2017

Allein in diesem Monat hat sich die Zahl der in unserer Stadt angemeldeten PKW um mehr als 1000 erhöht. Über 230 000 Fahrzeuge drängen sich nicht nur auf den Straßen, sondern sorgen auch für einen immensen Parkdruck. Dazu kommen noch die Menschen aus anderen Städten, die mit dem Auto nach Bochum fahren. Die Lebensqualität gerade in den Straßen rund um die Innenstadt sinkt. Für Fahrradfahrer, Fußgänger und für Kinder auf den Weg zur Schule entwickelt sich der Parkdruck aber auch zu einem Sicherheitsrisiko. Ebenso steigt der Frust der Autofahrer an. Das alles führt dazu, dass man technisch innovative Parkkonzepte prüfen muss.

Als Ratsmitglied im Mobilitätsausschuss der Stadt erhalte ich immer wieder E-Mails von Bürgerinnen und Bürger, die in ihren innenstadtnahen Nachbarschaften regelrecht zugeparkt werden. Dabei gibt es in Bochums Innenstadt bereits einige Parkhäuser. Nutzt man diese effizienter, kann man Parkflächen von Straßenrändern in die Parkhäuser verlegen. Hier ließe sich direktes Anwohnerparken realisieren oder aber der Straßenraum könnte für Fußgänger und Radfahrer besser erschlossen werden. In jedem Fall ließe sich die Aufenthaltsqualität erhöhen.Ebenso lassen sich Verbesserungen für den fließenden Verkehr realisieren, denn dieser muss insbesondere auf den Hauptverkehrswegen Vorrang haben. Es kann nicht sein, dass auf dem Stadtring die gesamte Ampeltaktung hinfällig wird, wenn jemand dort rückwärts am Straßenrand einparken will und sich dahinter der gesamte Verkehr auf hundert Meter staut. Da beißen die Menschen vor Frust ins Lenkrad.

Doch wie kann man dieses Problem lösen? Da bringen wir moderne Technik ins Spiel. Es ist doch so: Was das Parken betrifft, denken wir noch in Kategorien von vor dreißig Jahren. Die Fahrzeuge selbst werden immer moderner, doch beim Parkraum ist man gedanklich irgendwann stehengeblieben. Das höchste der Gefühle sind Beschilderungen, die elektronisch anzeigen, wie viel Parkplätze noch frei sind. Immer mehr Menschen, gerade diejenigen, die von Auswärts zum Einkaufen nach Bochum fahren, verlassen sich aber auf das Navigationsgerät in ihrem Auto. Hier muss man ansetzen und intelligente Systeme prüfen, die Autos direkt über das Navigationsgerät in das nächste freie Parkhaus lotsen. Der Parksuchverkehr würde stark zurückgehen.

Dass es aber auch noch eine Spur innovativer geht, zeigt sich am Düsseldorfer Flughafen.  Hier gibt der Fahrer seinen PKW an der Einfahrt ab und ein Parkroboter übernimmt ganz automatisch das Einparken. Kein Stress mehr mit der Suche nach einem Parkplatz, keine Angst mehr, in engen Parkhäusern irgendwo anzuecken und kein mühsames Herumkurbeln, um das Auto in die Parklücke zu bugsieren. Niemand muss sich mehr merken, auf welcher Ebene und wo genau er sein PKW geparkt hat, was großen Komfort bedeutet und so einlädt, zum Einkauf die Bochumer Innenstadt anzusteuern. Der Parkroboter übernimmt mit feinster Mechanik und sensibelsten Sensoren ein passgenaues und sicheres Einparken, was in der Düsseldorfer Praxis zu 40% effizienterer Raumnutzung und dadurch zu viel mehr Parkplätzen führt. Selbst Automobilhersteller setzen das System ein, um ihre Flächen effizienter nutzen zu können. Wir wollen nun erreichen, dass man automatisierte Parkrobotersysteme auch für Bochum überprüft, denn die Probleme von heute löst man nicht mit der Denke von gestern.

Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” hat eine entsprechende Anfrage für den Ausschusss Infrastruktur und Mobilität am 14.03.2017 eingereicht.

Über den Autor

Dennis Rademacher

Dennis Rademacher

Geschäftsführer der Fraktion "Die PARTEI & Die STADTGESTALTER" im Rat der Stadt Bochum

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