BOjournal

Beitrag

 Kurz notiert

Straßenerhaltung bleibt Streitthema in Bochum.

Straßenerhaltung bleibt Streitthema in Bochum.
März 28
11:23 2019

In Bochum bröseln die Straßen auseinander. Das liegt nach Ansicht der Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” nicht nur daran, dass weniger in die Infrastruktur investiert als abgeschrieben wird: Es gibt immer noch kein Konzept zur frühzeitigen Reparatur und Erhaltung der Straßen. Maßnahmen greifen erst, wenn sich die Schäden aufgetürmt haben. Das Rechnungsprüfungsamt hatte ein bereits 2016 ein Erhaltungskonzept gefordert.

Bochum braucht ein Konzept, das schon beim ersten kleinen Riss in der Straße greift, damit es gar nicht erst zum Schlagloch kommt. Die bisherigen Maßnahmen greifen meistens erst dann, wenn umfangreiche Sanierungsarbeiten bis hin zum teuren Neuausbau notwendig sind. Millionen könnten eingespart werden, wenn die Stadt teure Schäden bereits im Ansatz verhindern würde. Es geht nicht nur darum, mehr Geld ins System zu pumpen, sondern vorhandenes und neues Geld auch effizient einzusetzen,.

Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” hatte eine Empfehlung des Rechnungsprüfungsamtes aufgenommen und ein Konzept zur Erhaltung der Straßen beantragt. Die Ratsmehrheit lehnte den Antrag ab. Das vorhandene Schlaglochkataster sollte zu einem Instandhaltungskataster weiterentwickelt werden. Dabei würde der Instandhaltung von Straßen, bei denen durch kurzfristige Reparatur weitere erhebliche Folgeschäden abgewendet werden können, Priorität eingeräumt.

SPD, CDU und Grünen begründen ihre Weigerung mit dem Verweis auf Konzepte, von denen die Stadtverwaltung selbst sagt, es gibt sie nicht. Das Rechnungsprüfungsamt empfahl bereits 2016, aus den bestehenden Ansätzen eine umfassende und wirksame Erhaltungsstrategie zu entwickeln, damit ein effizientes Erhaltungsmanagement möglich wird. Die Verwaltung führte in einer Stellungnahme dazu aus, dass eine solche Strategie bisher leider nicht bestehe.

Solange die Politik sich weigert, dieses Problem anzugehen, muss man sich über Schlaglöcher und kaputte Straßen in Bochum nicht wundern.

Über den Autor

Dennis Rademacher

Dennis Rademacher

Geschäftsführer der Fraktion "Die PARTEI & Die STADTGESTALTER" im Rat der Stadt Bochum

Ähnliche Beiträge

0 Kommentare

Bisher keine Kommentare!

Bisher keine Kommentare. Möchten Sie einen Kommentar schreiben?

Schreib einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Suche

Die KOLUMNE vom finsteren Zauberer

  • Post thumbnail

    Autofahrer für Dezibel

    Na, super. Kaum hatte ich diese Kolumne geschrieben, schon war sie wieder obsolet. Jetzt muss ich sie umschreiben, damit es irgendwie wieder passt. Das Grundthema ändere ich aber trotzdem nicht. Ällabätsch! Das Problem ist, dass die AfD Bochum sich urplötzlich zerstreuselt hat. Jetzt haben wir da statt dessen eine umbenannte Truppe mit gleichem Personal namens FFB in Bochumer Stadtrat. Über diese Merkwürdigkeit werde ich berichten, sobald ich etwas darüber weiß oder vermute. Die Thema dieser Kolumne war und ist jedenfalls ein zurückliegendes Geschehen in Wattenscheid. Die Ereignisse da sind aufs Engste verknüpft mit eben jener „AfD“, die sich in dem Moment auch noch so nannte. Diese wird von vielen Menschen gehasst und gefürchtet, von mir selbst jedoch nicht richtig ernst genommen. Den Teil werde ich voraussichtlich in Zukunft auch oft ähnlich halten. Also: In Wattenscheid gibt das ja auch so gerade eben so eine Bezirksvertretung, wo höchst lokale Politiker über… Weiterlesen …. 

GERN GESLESEN