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Zyklische Weltenmuster

Juli 30
13:27 2021

Ja, super. Jetzt habe ich durchwachsen geschlafen und komisch geträumt. Außerdem fehlt mir der eine große Aufhänger aus der Bochumer Lokalpolitik. Es gibt viele kleine, aber nichts Durchschlagendes. Also begebe ich mich nun teilweise auf das Feld der Traumdeutung und betätige mich im Weiteren als Prophet. Das hatten wir ja noch nicht.

Bevor jemand fragt: Geträumt habe ich von einer magischen Statuette, die sich zyklisch veränderte. Sie symbolisierte Werden und Vergehen, wie bei Jahreszeiten der Fluss der Dinge hin und her schwappt. Sowas bezeichnet man im Großen als zyklisches Weltbild, und ist eigentlich immer bezogen auf einen Ausschnitt desselben. Dabei ist es eigentlich gar kein Kreis, der so beschrieben wird, sondern eine Sinuswelle.

Zyklische Weltbilder und Zusammenhänge stehen im Widerspruch zur Idee eines dauerhaften Fortschritts, die sonst so beliebt ist. Zwar ergänzen sie sich real eher je nach Kontext, aber wen kümmert schon die Realität, wenn er auch Pauschalaussagen haben kann.

Ich denke jedenfalls, von diesen zyklischen Sinuswellen haben wir aktuell eine ganze Reihe auf der Welt, die relevant sind. An der Welle zu Zauberei und Magie wirke ich dabei selber herum, um ihre Amplitude zu erhöhen.

Politische Amplituden gibt es ebenfalls eine ganze Reihe. Die Wahlzyklen sind dabei die Offensichtlichsten. Schon bei denen gibt es genug Überlappungen. In der langfristigen Entwicklung gibt es aber auch ähnliche Dinge. Zum Einen können sich Verhaltensweisen über die Generationenfolge auf und ab bewegen. Ich fürchte, das ist immer so gewesen und wird auch so bleiben, solange es Generationen gibt. (So ein Pech aber auch.)

Noch länger schaukeln sogar ganze Systeme herum. Das liegt nicht an der Art des Systems oder den Menschen darin, sondern daran, dass es ein System ist. (Verdammte Hacke, jetzt muss ich dem Pöbel auch noch den Unterschied zwischen Systemen und Methoden näherbringen.) Also, in einfachen Worten: Methoden arbeiten sich an einer Situation ab, Systeme sind fixiert und deshalb unbeweglich. Ein gut ausgearbeitetes System kann dabei durchaus viele Generationen funktionieren, bis es aus dem Ruder läuft. Dann aber hat man den Schlamassel, und das System passt nicht mehr auf die Welt. Je nachdem, wie ähnlich sich Systeme strukturell sind, ergeben sich daraus politische Äras.

In diese politischen Zyklen spielen alle möglichen aus anderen Bereichen hinein. Das betrifft nicht nur die Gesellschaft. Auch in der Wissenschaft gibt es Zyklen, was verwendete Systematiken angeht.

So! Und nun kommen wir zu Ozeanographie. Im Meer gibt es nämlich vereinzelt hin und wieder sogenannte „Monsterwellen“, die verdammt hoch werden können (angeblich bis zu 40 Meter). Diese Dinger galten lange Zeit als Mythos und Seemannsgarn. Dann stellte jemand fest, dass die Magie hinter den Apparillos verdammt real ist. Monsterwellen gibt es dann, wenn sich verschiedene kleinere Amplituden von Strömungen zu einer großen hochschaukeln.

Ich habe nun im Zuge meiner Traumdeutung den Verdacht, dass sowas in der Politik und Gesellschaft auch passieren kann. Monsterwellen haben dabei die unangenehme Eigenschaft, dass sie Dinge kaputtmachen können.

Betrachten wir einmal, was sich da gerade hochschaukeln könnte über so Sinus-Zyklen-Wellen-Entwicklungen: Corona, Corona-Maßnahmen, allgemeine Politikverdrossenheit, keine wählbaren Parteien, Klüngel, noch mehr Klüngel, Globalisierung samt Folgen, Klassenerhalt des 1. FC Köln… Eigentlich bräuchte es da gar nicht meine gegenwärtige Machtübernahme des Planeten, um ein Chaos anzurichten.

Die Frage ist, wie eine angedachte politische Monsterwelle sich äußern könnte, und was sie alles wegreißen könnte. In jedem Fall empfehle ich, Maßnahmen zu treffen, weil ich merkwürdiges Zeug geträumt habe.

Schließlich geht die Welt gerade unter. Deshalb muss nun dafür gesorgt werden, dass Bochum am Ende des Prozesses Hauptstadt über ein Imperium des Bösen ist. Ich gebe zu, dass das nicht im Sinne der Elfen und Engel ist, aber ich mach jetzt einfach mal. Sonst wird das hier nie was.

Wer was Anderes will, soll sonst eben selbst den Hintern hoch kriegen! Diejenigen allerdings, die Heulen und Zähneklappern zu verursachen planen, weise ich darauf hin, dass ich ihr Herr und Meister bin. Ohne meine Erlaubnis wird hier in der Gegend nicht herum zerstört. Das schreibe man sich hinter die Ohren!

Bleibt böse!

Euer Tobias, der sehr finstere

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Über den Autor

Paul Tobias Dahlmann

Paul Tobias Dahlmann

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1 Kommentar

  1. Horsti
    Horsti August 12, 09:10

    Vor allem ist es derzeit das zyklische Weltbild aus nem Wechsel aus Lockerung wenn’s warm wird und Lockdown wenn’s kalt wird …:/

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    Gemeinheiten

    Jaja, Gemeinheiten finden sich überall in der Politik. Mal geht es dabei um Erdowahn, den Irren vom Bosporus, und mal geht es um Jens Spahn und Leute aus seiner Richtung, die gemein zur Bevölkerung sind. Dabei bin ich eigentlich einer Meinung mit vielen Akteuren, dass Demokratie nur ein lästiges Mittel zum Zweck ist. Ich könnte ewig schwadronieren, wie toll ich mir eine Festung mit schwarzen Mauern und Fledermäusen überall vorstelle. Im Garten würden dann Komodo-Warane herumlaufen und auf den Bäumen und Zinnen säßen Papageien, denen ich beigebracht hätte, extrem unanständiges Zeug zu plappern. Leider teilen nicht alle meiner Mitbewerber um die Weltherrschaft meinen Sinn für Ästhetik. Selbiges zeigte sich zuletzt im Ausschuss für Kultur und Touristik, wobei nicht Kultur oder Touristik das Problem waren. Da lief es eigentlich ganz gut. Mein hinterhältiger Änderungsantrag zur Begrünung der Museumsfassade wurde zwar abgelehnt. (Wahrscheinlich hatte irgendjemand durchschaut, dass ich dort menschenfressende Pflanzen aussähen… Weiterlesen …. 

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