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Kampagne für Assistenzhunde soll Behinderten das Leben erleichtern.

Vita Assistenzhunde

Kampagne für Assistenzhunde soll Behinderten das Leben erleichtern.
Januar 15
13:57 2022

„Blindenhunde kennen wir alle. Aber nur Wenige wissen, dass Hunde auch bei anderen Beeinträchtigungen assistieren. Diese Unkenntnis führt zu Problemen im Alltag, wenn Menschen mit ihrem Assistenzhund der Zugang zu Geschäften, zur Gastronomie und manchmal zu Behörden verwehrt wird“, schildern Dr. Carsten Bachert und Tim Erlen von der Fraktion „Die PARTEI & STADTGESTALTER“. Mit einer Kampagne sollen Gastronomen und Einzelhändler für Assistenzhunde sensibilisiert werden. Die Nachbarstädte Essen, Dortmund und Herne beteiligen sich bereits an der vom Bundesamt für Arbeit und Soziales geförderten Initiative. Über den entsprechenden Antrag von PARTEI/STADTGESTALTER soll am 27.01.2022 im Rat abgestimmt werden. 

„,Hunde verboten‘, heißt es oft an den Türen zu Kneipen, Restaurants, Bars, Geschäften, Supermärkten und Behörden. Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Haustiere draußen bleiben müssen. Menschen, die auf ihren Hund als Assistenz angewiesen sind, können aber ohne Vierbeiner nicht am alltäglichen Leben teilnehmen“, erklärt Dr. Bachert, Ratsmitglied und stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

„Bei Sehbehinderten und ihren als ‚Blindenhunden‘ bekannten Helfern mag es noch reibungslos laufen. Es gibt aber Menschen, bei denen die Relevanz des Hundes als Assistenz nicht direkt ersichtlich ist, z.B. bei Menschen im Rollstuhl, Epilepsie oder auch posttraumatischer Belastungsstörung. „Aus Unkenntnis gibt es erst nach langen Erklärungen oder oftmals sogar keinen Einlass“, so Erlen, Mitglied im Sozialausschuss. 

„Die Nachbarstädte Essen, Dortmund und Herne nehmen bereits an der Initiative ,Assistenzhund willkommen!‘ teil. Wir wollen, dass auch die Stadt Bochum gemeinsam mit der IHK und dem DEHOGA beim Einzelhandel und Gastronomie über Assistenzhunde aufklärt. Ein Aufkleber an der Tür signalisiert: Assistenzhunde dürfen mit rein. Das soll natürlich auch für alle Stellen der Verwaltung sowie kommunaler Unternehmen mit Publikumsverkehr gelten“, fasst Dr. Bachert zusammen. 

Gegen mögliche Einwände fügt Erlen an: „Assistenzhunde sind nicht mit gewöhnlichen Haustieren vergleichbar. Bei diesen Hunden handelt es sich um gut ausgebildete Tiere, die sich besser benehmen als manche Menschen. Auch hygienisch sind sie bedenkenlos.“

Video zur Kampagne: https://youtu.be/KfM8dXbyz24

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