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  • Gericht rügt Verletzung des Demokratieprinzips im Bochumer Rat. Im Rat haben sich CDU, Grüne, UWG und FDP abgesprochen, um die Fraktion “Die PARTEI & STADTGESTALTER” aus den Ausschüssen heraus zu drängen. Das Verwaltungsgericht hat nun klargestellt: “Dies widerspricht dem Demokratieprinzip des Grundgesetzes”. Eine Auflösung  und Neubildung der Ausschüsse sei...
  • Modellprojekt soll Cannabis in Bochum legalisieren. “Es wird Zeit, dass Cannabis legalisiert wird. Die Stadt Bochum soll ihren Teil dazu beitragen”, sagt Dr. Carsten Bachert-Schneider, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion “Die PARTEI & STADTGESTALTER”. “Mit einem Antrag im...
  • Corona-Risikogruppen sollen in Bochum zum ÖPNV-Preis mit dem Taxi fahren. “Wir wollen älteren Menschen und Vorerkrankten die Möglichkeit geben, sich besser gegen eine Corona-Infektion schützen zu können. Dazu sollen für Risikogruppen die Taxifahrten zum ÖPNV-Preis ermöglicht werden, um überfüllte Busse und Bahnen meiden zu können”,...
  • Fraktion „Die PARTEI & STADTGESTALTER“ will Kampf gegen Rechtsextremismus thematisieren „Unsere Fraktion hat am 04.01. beschlossen, Rechtsextremismus im neuen Jahr 2021 im Rat zu thematisieren“, erklärt Dr. Carsten Bachert-Schneider, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion „Die PARTEI & STADTGESTALTER“. „Unter dem Motto...
  • Bochumer Kältekonzept für Obdachlose unzureichend PARTEI & STADTGESTALTER schlagen Kältebus und Wärmezelte vor.  “Die Stadt Bochum tut nicht genug für Obdachlose in diesem Winter”, kritisiert Nils Brandt, Vorsitzender der Fraktion “Die PARTEI & STADTGESTALTER”. “Ein warmer Tagesaufenthalt darf nicht nur...

Drugchecking einführen, 24-Stunden-Drogenkonsumraum ermöglichen, Cannabis freigeben.

Armin Kübelbeck-CC BY-SA 3.0

Drugchecking einführen, 24-Stunden-Drogenkonsumraum ermöglichen, Cannabis freigeben.
Mai 16
14:54 2017
  • Drugchecking schützt vor “Goldenen Schuss”.
  • Suchtkranken muss man helfen und nicht verfolgen. Drogenhilfe in Bochum verbessern.
  • Markt von harten und weichen Drogen trennen. Cannabis mit Modellprojekt legalisieren.

Eine komplett drogenfreie Welt ist lediglich ein frommer Wunsch. Konsumenten illegaler harter Drogen sind keine Kriminelle, sondern Suchtkranke. Aufgabe der Politik ist es, diesen Menschen zu helfen. Dazu gehört auch, mit dem Drugchecking das Risiko von Überdosierungen und durch unbekannte Streckmittel zu verringern. Damit Abhängige erfahren können, welche Substanzen und in welcher Dosierung sie diese zu sich nehmen, wollen wir in Bochum eine Analysestation einrichten.

Das organisierte Verbrechen nutzt die Illegalität der Abhängigen aus, um durch gefährliche Streckmittel zusätzlichen Profit zu machen. Wir wollen Drogenabhängigen die Chance geben, dass sie zumindest erfahren können, was genau und in welcher Menge sie konsumieren. Einige Streckmittel können selbst akut oder auf lange Sicht erhebliche zusätzliche Gesundheitsrisiken bedeuten. Ebenso ist die Reinhaltigkeit illegaler Drogen auf der Straße stark schwankend, sodass ungewöhnlich hohe Dosierungen nicht erkannt werden und zum Tod durch einen ‘Goldenen Schuss’ führen können.

“Drugchecking bezeichnet die chemische Analyse von auf dem Schwarzmarkt gehandelten Substanzen zur Gewinnung von Informationen über die Inhaltsstoffe und deren Dosierungen. Im europäischen Ausland wird das Drugchecking u.a. in Österreich und der Schweiz ermöglicht. Seit 2005 existiert in Berlin ein Projekt, das so genannte Farbreaktionstests auf Partys anbietet. Da Abhängige die Stoffe unter fachlicher Anleitung weitgehend selbst für die Analyse präparieren, ist diese Methode legal und kann daher auch in Bochum eingeführt werden. Die Fraktion “FDP & DIE STADTGESTALTER” hat in der letzten Ratssitzung eine entsprechende Anfrage gestellt.

Das Drugchecking kann aber nur eine ergänzende Maßnahme für eine wirkungsorientierte Drogenpolitik sein. Ein Drogenkonsumraum sollte rund um die Uhr geöffnet haben, damit Abhängige nicht ‘auf offener Straße’ konsumieren müssen. Maßnahmen, wie den Tausch benutzter gegen neue Spritzen, sollten stärker unterstützt werden. Weder sollen sich Abhängige selbst durch Wiederverwendung fremder Spritzen oder Dritte durch das Liegen-Lassen des ‘Drogenbestecks’ mit schweren Infektionskrankheiten anstecken.

Zu einer präventiven Arbeit gegen harte Drogen gehört auch, dass man harte und weiche Drogen konsequent trennt und ein Modellprojekt zur Legalisierung von Cannabis einführt. Die Konsumenten von Cannabis kommen dann erst gar nicht in Kontakt mit dem Dealer, der ihnen auch Kokain und Heroin verkaufen will.

Über den Autor

Dennis Rademacher

Dennis Rademacher

Geschäftsführer der Fraktion "Die PARTEI & Die STADTGESTALTER" im Rat der Stadt Bochum

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