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Wegwerfwindeln verursachen pro Kind eine Tonne Müll – 100 EUR Zuschuss für nachhaltige Stoffwindeln vorgeschlagen

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„Ein Kleinkind wird rund 5.000 mal gewickelt bis es ‚trocken‘ ist. Das führt zu einer Tonne Müll pro Kind wenn die Eltern Wegwerfwindeln verwenden. Die Alternative ist ein wiederverwendbares Stoffwindelsystem, das auf lange Sicht günstiger ist, aber viele Eltern durch Anschaffungskosten von 300 bis 500 Euro abschreckt. Wir schlagen einen Zuschuss von 100 Euro vor, um Familien den Einstieg in die Nachhaltigkeit zu erleichtern“, erklärt Stefan Hiltawsky, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion „Die PARTEI & STADTGESTALTER“. 

„Für viele klingt ein Windelzuschuss vielleicht erstmal komisch. ‚Meinen die das ernst?‘ könnten sich manche fragen“, so Hiltawsky und schiebt die Antwort direkt nach: „Ja, wir meinen das absolut ernst. Und nicht nur wir. Zig andere Kommunen haben mit einem Zuschuss zu Stoffwindeln den Müllbergen aus Wegwerfwindeln bereits den Kampf angesagt. Darunter auch NRW-Städte wie Wuppertal, Detmold, Münster und Warendorf. Überall dort erhalten Familien Zuschüsse im Bereich von 100 bis 200 Euro“, erklärt Hiltawsky.

„Pro Kind fällt eine Tonne Müll an, wenn Wegwerfwindeln benutzt werden. In Bochum leben rund 8.000 Kinder unter drei Jahren. Die Müllmenge, die der USB händeln muss, ist gigantisch. Gigantisch und unnötig, denn moderne Stoffwindelsysteme sind nicht viel unkomfortabler als die Wegwerfvariante. Gesünder für die Babyhaut sind Stoffwindeln eh“, begründet Hiltawsky. Der Umweltpolitiker von den STADTGESTALTERn hat als Vater selbst Erfahrungen mit Mehrwegwindeln gemacht.

PARTEI/STADTGESTALTER wollen einen Zuschuss zu Mehrwegwindeln nun auch für Eltern in Bochum wirklich werden lassen. Dafür solle die Vorlage einer Geburtsurkunde und der Beleg über den Kauf eines nachhaltigen Stoffwindelsystems ausreichen. „Die Verwaltung prüft im Melderegister, ob das Kind in Bochum wohnt, und überweist dann den Zuschuss direkt an die Erziehungsberechtigten. Das ist unbürokratisch und schnell“, argumentiert Hiltawsky.

„Wird ein HartzIV- oder Wohngeldbescheid beigelegt, verdoppelt sich der Zuschuss auf 200 Euro. So erreicht man alle sozialen Schichten. Auch wenn Stoffwindeln auf Dauer günstiger sind, können finanziell schwächere Familien nicht ohne weiteres auf mehrere hundert Euro verzichten“, ergänzt Tim Erlen, sozialpolitischer Sprecher von PARTEI/STADTGESTALTER. 

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