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Spielabbruch beim VfL ist Image-Schaden für Bochum – Fangnetze, personalisierte Becher und Alkoholverbote?

Foto: Frank Vincentz

Spielabbruch beim VfL ist Image-Schaden für Bochum – Fangnetze, personalisierte Becher und Alkoholverbote?
März 20
12:23 2022

„Das tolle Image, das der VfL deutschlandweit auch für die Stadt Bochum aufgebaut hat, ist angeknackst. Das Becherwerfen, das zum Spielabbruch gegen Gladbach geführt hat, ist ein schon länger bestehendes Problem“, so Dr. Volker Steude, Ratsmitglied der STADTGESTALTER. Die sozialliberale Wählervereinigung schlägt als Sofort-Maßnahme Fangnetze und personalisierte Becher vor und will langfristig die Ursachen für ein solches Verhalten angehen. 

Der Spielabbruch bringt Bochum aktuell Land auf Land ab in negative Schlagzeilen. Die Verharmlosung, es handele sich um einen Einzeltäter, lassen die STADTGESTALTER nicht gelten. „Es haben über mehrere Spiele hinweg viele Stadionbesucher aus den Blöcken der Heimfans Bierbecher in den Innenraum geworfen“, meint Dr. Steude und nennt als Beispiel die letzten Spiele gegen Union Berlin oder den SC Freiburg. Auch vor der zum Abbruch führenden Straftat am Freitagabend seien immer wieder volle Becher auf das Spielfeld geworfen worden. 

„Die Stadt Bochum ist über die Stadtwerke ein nicht unbedeutender Sponsor des VfL und dazu noch Eigentümerin des Ruhrstadions. Man trägt also mittelbar eine gewisse Verantwortung für die Sicherheit im Stadion“, erklärt STADTGESTALTER Dr. Steude. „Um die Gesundheit von Mitarbeitern, Offiziellen und Spielern zu schützen, sollte man das Anbringen von Fangnetzen für den Rest der Saison prüfen. Direkt vor der Ostkurve gibt es solche bereits, während dies dort an den Eckenund  vor Block A noch nicht der Fall ist. Solche Netze auch dort anzubringen, wäre neben dem Sicherheits-Plus auch im Interesse des Klassenerhalts, denn ein erneuter Spielabbruch im Abstiegskampf kann wertvolle Punkte kosten.“

„Man sollte auch prüfen, ob eine personalisierte Ausgabe von Bechern möglich ist. Auch wenn das als ein Beweis zur Überführung eines Täters alleine nicht ausreichen kann, so könnte es die Hemmungen für Becherwürfe erheblich steigern“, sagt Dr. Steude.  Ein Komsumverbot von Alkohol auf den Tribünen sehen die STADTGESTALTER kritisch, da hier auch vollkommen friedliche Fans betroffen sind. „Zu Risiko-Spielen oder an Freitagabend-Spielen könnte man sich das aber punktuell vorstellen“, sagt Dr. Steude. 

„Dennoch muss man auch die sozialen Dynamiken beleuchten, die zu der Gewaltbereitschaft führen und prüfen, inwieweit die Sicherheiten im Ruhrstadion verbessert werden kann. In Fanforen wie auf transfermarkt.de ist z.B auch von einer massiven Schlägerei in Block B die Rede, bei der Kinder über den Innenraum in Sicherheit gebracht worden sein sollen. Der Sicherheitsdienst habe demnach zu passiv gewirkt. Auch hier brauchen wir eine Klärung der tatsächlichen Umstände“, so Dr. Steude. 

Dr. Steude wünscht den getroffenen Schiedsrichterassistenten Herrn Gittelmann gute Besserung und drückt als Ratsmitglied der Stadt Bochum sein großes Bedauern über diesen Vorfall aus. Der Täter müsse unbedingt zur Rechenschaft gezogen werden. Der Kommunikative Umgang des VfL im Nachgang sei vorbildlich, so Dr. Steude abschließend.

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