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Kritik an Plänen der Stadt zur Digitalisierung der Schulen. 2024 ist zu viel spät.

Kritik an Plänen der Stadt zur Digitalisierung der Schulen. 2024 ist zu viel spät.
August 12
13:37 2021

Die Fraktion „Die PARTEI & STADTGESTALTER“ übt scharfe Kritik an dem Ziel der Stadt, erst 2024 alle Klassenräume mit WLAN und Präsentationstechnik auszustatten. „Das dauert viel zu lange“, kommentiert Fraktionsvorsitzender und Ratsmitglied der STADTGESTALTER Dr. Volker Steude. „Bochums Schulen stecken in der Kreidezeit fest“, ergänzt Fraktionsvorsitzender Nils Brandt von der sehr guten Partei Die PARTEI.

“Das Ziel ist anspruchslos und zeigt welch geringen Stellenwert Schulen und Bildung in Verwaltung und Politik in Bochum besitzen. Wir sehen uns bestätigt, dass der Schuldezernent mit der bedeutenden Aufgabe der Schuldigitalisierung maßlos überfordert ist“, so Dr. Steude. “Wir brauchen im Schuldezernat endlich jemanden, der die Dinge wirklich engagiert vorantreibt. Unseren Antrag, den Beigeordneten Dieckmann von seiner Verantwortung für die Schulträgeraufgaben zu entbinden, haben SPD, Grüne und UWG jedoch abgelehnt. Damit haben sie dem Dezernenten bei der bisherigen Schul-Digitalisierung im Schneckentempo den Rücken gestärkt.”

“Erst Ende 2024 sollen dann auch endlich alle Schulen an das Glasfasernetz angebunden sein„ Selbst in der finanzschwachen Nachbarkommune Gelsenkirchen hat man schon heute fast alle Schulen ans Netz gebracht“, sagt Dr. Steude. “Es würde viel mehr viel schneller gehen, wenn die Stadt es denn wirklich wollte und auch mehr eigene Mittel einsetzten würde. Dazu ist aber die Politik in Bochum nicht bereit.“

Die Fraktion “Die PARTEI und STADTGESTALTER” hatte bereits im Februar 2021 im Stadtrat u.a. beantragt dass alle Schulen bis Ende 2022 an das Glasfasernetz angeschlossen werden und die Stadt für jede Lehrkraft und für alle Schüler*innen ein mobiles Endgerät anschafft  “Davon sind wir leider in Bochum nach wie vor Jahre entfernt,” stellt Dr. Steude fest. “Der Antrag wurde abgelehnt. Bei SPD, Grünen und CDU haben Schulen und Bildung leider keine Lobby. In diesem Bereich will sich die Stadt, offenbar bewusst, nicht profilieren ”

„Betreten die Schüler*innen Bochums Klassenräume, machen Sie eine Zeitreise zurück in die Kreidezeit. Overhead-Projektoren sollten die Kinder höchstens noch bei einem Museumsbesuch sehen. Jeder McDonalds bietet seinen Gästen mittlerweile WLAN an. Vielleicht sollte man den Unterricht einfach in die Fast-Food-Restaurants verlegen“, kommentiert der sehr gute Nils Brandt, Fraktionsvorsitzender und Ratsmitglied der Partei die PARTEI. 

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