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STADTGESTALTER sehen Kooperation des Neuen Gymnasiums in Bochum mit dem chinesischen Konfuzius-Institut kritisch.

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Chinesischer Staat nutzt Institut für kommunistische Staatspropaganda. 

„Wir im Ruhrgebiet können es uns nicht leisten, auf China als Wirtschafts- und Wissenspartner zu verzichten“, erklärt Dr. Carsten Bachert, Bochumer Ratsmitglied der sozialliberalen Wählervereinigung Die STADTGESTALTER. „Aber es ist immer brisant, wenn ein in Menschenrechten fragwürdig aufgestellter autokratische Staat vor unserer Haustür an Macht und Einfluss gewinnt. Das Beispiel aus Duisburg, wo China eine möglicherweise china-kritische Buchvorstellung über das Konfuzius Institut unterbunden hat, muss uns aufhorchen lassen“, so Dr. Bachert, „denn auch eine Bochumer Schule kooperiert mit dem Konfuzius Institut, das für seine Staatspropaganda in der Kritik steht.“

„Das ‚Konfuzius Institut Metropole Ruhr‘ ist an der Universität Duisburg-Essen angesiedelt und steht in der Kritik, vom chinesischen Staat gesteuerte  Staatspropaganda zu verbreiten“, fasst Dr. Bachert zusammen. „Wie weit der Einfluss der herrschenden autokratischen kommunistischen Partei geht, hat sich jüngst gezeigt, als der chinesische Generalkonsul eine Buchvorstellung in Duisburg verhindert hat“, sagt Dr. Bachert. 

„Der Autor einer Biografie über Staatschef Xi Jinping wollte aus seinem Werk vorlesen und mit dem Publikum diskutieren. Aber der lange Arm Chinas reicht bis ins Ruhrgebiet. Diese Zensur ist nicht hinnehmbar“, meinen die STADTGESTALTER. Mehrere Universitäten beendeten in der Vergangenheit nach ähnlichen Erfahrungen die Zusammenarbeit mit den ansässigen Konfuzius-Instituten.

„Das ,Konfuzius-Institut Metropole Ruhr’ hat auch Verbindungen nach Bochum. Besonders brisant daran ist, dass eine Kooperation mit einer Schule besteht. Das Neue Gymnasium Bochum bietet nach eigenen Angaben Aktivitäten mit dem Konfuzius-Institut an, um neben dem chinesisch Unterricht an der Schule über ‚Aktivitäten auch außerunterrichtlich interkulturelle Handlungsfähigkeit zu erproben und zu vertiefen.‘ Der versprochene ‚Blick über den Tellerrand‘ darf dabei aber nicht Einfallstor für kommunistische Propaganda sein“, warnt Dr. Bachert. 

Die STADTGESTALTER fordern, die Kooperation des Neuen Gymnasiums mit dem Konfuzius-Institut auf den Prüfstand zu stellen, denn „der chinesische Staat setzt Soft Power und versteckte Propaganda ein, die nicht immer so auffällig auftritt, wie die aktuelle Zensur in Duisburg, sondern auch geschickt in kulturelle Bildungsangebote versteckt wird“, so Dr. Bachert. 

„Wir sind grundsätzlich überzeugt, dass an Bochumer Schulen viel für die demokratische politische Bildung Jugendlicher getan wird. Das Neue Gymnasium sollte die aktuellen Vorgänge am Konfuzius-Institut daher zum Anlass nehmen, selbst dazu Stellung zu beziehen“, regt Dr. Bachert an. Dass das NGB chinesische Sprache lehrt, finden die STADTGESTALTER grundsätzlich sehr positiv und soll auch beibehalten werden. 

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