Start UMWELT-VERKEHR STADTGESTALTER wollen zusätzlichen Gleisanschluss für Schwerindustrie über das Gelände CityTorSüd. 

STADTGESTALTER wollen zusätzlichen Gleisanschluss für Schwerindustrie über das Gelände CityTorSüd. 

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Die STADTGESTALTER wollen eine neue Verbindungskurve zwischen dem Güterbahnhof Ehrenfeld und den Gleisen der Glückauf-Bahn über das Gelände am CityTor-Süd schaffen. „Mit einem neuen und nur wenige hundert Meter langen Gleis kann man die Schwerindustrie zwischen Engelsburger- und Bessemer Straße direkt per Bahn nach Norden anschließen. Ohne diese kurze Gleiskurve wäre ein schnelles Verbringen von Gütern außer in östliche Richtung nicht möglich“, argumentiert Nikolas Lange, verkehrspolitischer der STADTGESTALTER.

„Güterzüge, welche in die anderen Richtungen fahren sollen, müssen gegenwärtig einen weiten Umweg über Dortmund nehmen. Aktuell liegen im Einzugsgebiet des Güterbahnhofs in Ehrenfeld Maschinenbauer, Montanindustrie, mehrere Transportunternehmen und ein Schotterwerk, welches bereits rege per Bahn bedient wird. Auch das EKOCityCenter des USB liegt direkt an den Gleisen. Dort werden dem Abfall Metall, Holz und Kunststoffe entzogen“, fasst Lange zusammen. 

Für das Vorhaben der STADTGESTALTER müsste es aber Veränderungen für die Pläne am CityTorSüd geben. Der kleine Park mit Sportflächen könne entstehen, müsse aber etwas nach Süden wandern, um Platz für das einspurige Gleis am nördlichen Rand des Baugebietes zu schaffen. „Gestaltet man die Erschließung ohne Parkplätze am Straßenrand, gewinnt man den dafür nötigen Raum“, meint Lange. Nur das Gebäude 5, für dessen Realisierung seit mehr als zehn Jahren noch kein Investor gefunden wurde, müsste wahrscheinlich entfallen oder verändert werden. „In Anbetracht der verkehrspolitischen Bedeutung dieser Gleiskurve ist das zu verschmerzen“, so Lange. 

„In Bochum wurden Bahntrassen zuletzt entwidmet und überbaut, wie z.B. die Rheinische Bahn oder die Gleisanbindung von Mark 51°7. Eine Verkehrswende kann insbesondere im Güterverkehr aber nicht nur mit dem Lastenrad gestemmt werden. Wir brauchen auch Strecken für den Schienengüterverkehr“, sagt Nikolas Lange.

Ein Antrag im Rat soll das entsprechende Planungsrecht ermöglichen.

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