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STADTGESTALTER beim geplanten Ausschluss von Shisha-Bars im Bermuda3eck skeptisch. 

<strong>STADTGESTALTER beim geplanten Ausschluss von Shisha-Bars im Bermuda3eck skeptisch. </strong>
Mai 17
09:18 2022

„Verbote sind nicht immer die beste Lösung“, kommentiert Dr. Steude, Ratsmitglied der STADTGESTALTER, die geplanten Änderung der Bebauungspläne fürs Bermuda3eck. Die Verwaltung will damit die Neueröffnung von Shisha-Bars ausschließen. „Wenn die Stadt Trading-Down-Effekte verhindern will, muss sie nach deren Ursache fragen. Und der liegt in den gestalterischen Schwächen des Bermuda3ecks und nicht in den Shisha-Bars selbst. Diese sind immerhin gut besucht.“ Kritisch sehen die STADTGESTALTER die verdeckte Absicht, mit dem Baurecht gegen Clan-Kriminalität vorzugehen. 

„Über das Wohl und Wehe des gastronomischen Angebots wird in der Marktwirtschaft grundsätzlich ganz demokratisch von den potentiellen Gästen entschieden. Und hier genießen die Shisha-Bars in der Brüderstraße eine große Beliebtheit“, argumentiert Ökonom Dr. Steude für seine sozialliberale Wählervereinigung. Der Politik fehle ein echter Zugang zu dieser Bevölkerungsgruppe, weswegen sie tendenziell als störend empfunden würde, vermuten die STADTGESTALTER. 

„Tatsache ist, dass die Brüderstr. vor den Shisha-Bars in keinem Fall besonders attraktiv war. Der Bereich war schon immer das Stiefkind im Bermuda. Manche wollen jetzt, dass es wieder wird, wie es früher schon nicht war“, sagt Dr. Steude. Was den STADTGESTALTERn fehle, sei der Blick auf die Wurzel des Problems. „Die Brüderstraße ist zu unattraktiv gestaltet, um auch Bedingungen für die klassische hochwertige Gastronomie zu erfüllen, wozu eben auch großzügige Freisitzmöglichkeiten und die Gestaltung als Fußgängerzone gehören. Erst auf Drängen der damaligen Fraktion FDP/STADTGESTALTER wurde die Durchfahrt zum Südring gesperrt. Aber noch immer nehmen Autos im Bermuda zu viel Platz ein, den sonst auch andere Gastros mit neuem Leben füllen würden“, so Dr. Steude, “Das ist auch an der Viktoriastraße im Bereich des 3Ecks der Fall, wo sich die Stadt seit Jahren nicht zu einer Umgestaltung zu Gunsten von großzügigen Freisitzen der Gastronomie und einer Flaniermeile zu Lasten von Autofahrbahnen durchringen kann.

„Hinter vorgehaltener Hand will man mit den Änderungen der Bebauungspläne auch die Clan-Kriminalität bekämpfen. In der Brüderstr. gab es immer wieder Polizei-Razzien. In der offiziellen Begründung der Verwaltungsvorlage ist davon allerdings keine Rede, denn damit würden die Satzungen vor Gericht angreifbar. Wir möchten nicht, dass Planungsausschuss und Bauordnungsamt zu Hilfspolizisten werden“, ergänzt Jonas Herbertz, für die STADTGESTALTER im zuständigen Ausschuss für Planung und Grundstücke. Die Arbeit der Polizei in diesem Thema sei in Bochum sehr gut und müsse nicht mit dem Baurecht flankiert werden.

„Wir STADTGESTALTER haben selbst Gastronomen in unseren Reihen. Und mit dem Blick auf die Auslastung der Shisha-Bars wird schnell klar: Die Läden finanzieren sich ganz ohne Geldwäsche allein durch die vielen Gäste”,, so Herbertz. “Zu überlegen ist wie man die Shisha-Bars zum Beispiel mit dem Einbau von Absauganlagen verpflichten kann, etwas gegen die durch das Rauchen entstehenden Geruchsbelästigungen zu tun, die Menschen abschrecken, die sich in benachbarten Freisitzen zum Essen niederlassen möchten. In diesem Punkt sehen die STADTGESTALTER Handlungsbedarf.”

Das Fazit der STADTGESTALTER: Ein spannendes und vielseitiges Gastronomieangebot im Bermuda3Eck schafft man nicht durch Verbote in Bebauungsplänen, sondern über eine attraktive Stadtgestaltung, die angesagte Gastronomiebetriebe und viele Gäste ins 3Eck lockt. Dafür tut die Stadt im Bermuda3Eck leider bisher zu wenig.

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    Verlässlichkeit

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