Start UMWELT-VERKEHR SPD und Grüne machen „Copy and Paste“ beim Pop-Up-Radweg.

SPD und Grüne machen „Copy and Paste“ beim Pop-Up-Radweg.

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Neun Monate verhinderte die Koalition die Beseitigung der gefährlichen Engstelle auf der Wittener Straße. „Man muss die Koalition zum Jagen tragen. Ohne Druck der Radwende, der Bürger*innen sowie unserer wiederholten Anträge hätten weder die Verwaltung, noch SPD und Grüne die sehr gefährliche Radverkehrsführung auf der Wittener Straße überhaupt angefasst. Der von uns geforderte Pop-Up-Radweg kommt nun mit neun Monaten Verspätung“, sagt Nikolas Lange, verkehrspolitischer Sprecher der STADTGESTALTER und Mitglied des Verkehrsausschusses. „Die Koalition hat nach langer Bedenkzeit nun erkannt, dass der Pop-Up Radweg alternativlos ist, sie hält sich aber mit dem Antrag schon eine Rückbauoption offen. Wer es mit der Vision Zero ernst meint, möchte nicht wieder zum Status Quo zurück.“

„Die Verkehrssituation ist für die schwächsten Verkehrsteilnehmer sehr gefährlich“, sagt Lange zu dem vielfach kritisierten und einfach verschwindenden Gehweg auf der Wittener Str. an der Kreuzung Lohring. „Während sich mehrere Spuren für Kfz aneinanderreihen, müssen sich auf gleicher Höhe aus einem Hauseingang heraustretende Anwohner*innen, an der Fußgängerampel auf Grün wartende Personen sowie sich begegnende Radfahrende und Zu Fuß gehende keine zwei Meter teilen.”

Darum beantragte Lange bereits am 2. Februar diesen Jahres den Einzug einer Kfz-Spur zur Einrichtung eines Pop-Up-Radwegs, fand aber bei einer Enthaltung der Linken in den Reihen der anderen Parteien nur ablehnende Stimmen. „Auch in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses am lehnte man es breit ab, unseren Dringlichkeitsantrag für einen Pop-Up-Radweg auch nur auf die Tagesordnung zu setzen. Dieser Antrag wird nun in die Beratungen des jetzigen Ausschusses aufgenommen. Und zufällig tritt bei der Koalition nun ein Sinneswandel ein und man stellt einen konkurrierenden eigenen Antrag zur Einrichtung eines Pop-Up-Radwegs.“

Nikolas Lange, Die STADTGESTALTER

„Wir freuen uns, dass die rot-grüne Koalition nun nach fast einem Jahr zu der Erkenntnis gelangt ist, dass ein Pop-Up Radweg alternativlos ist, wenn man die Verkehrssicherheit erhöhen will. Im Antragstext lässt sich die Koalition aber eine Option offen, in der der provisorische Radweg zurückgebaut werden soll, wenn es durch ihn zu viel Stau geben sollte. Für uns steht eine Rückkehr zum gefährlichen Status-Quo nicht zur Debatte. Sollten sich unerwarteterweise durch die Lösung neue Gefahren ergeben, sollten zunächst alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft werden, bevor man bereits mit dem Antrag zur Einrichtung wieder über einen Rückbau nachdenkt. Ein solches Vorgehen lässt Zweifel daran aufkommen, dass man es mit der Verkehrswende und dem Thema Vision Zero wirklich ernst meint”, so Lange abschließend.

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