Start UMWELT-VERKEHR „Fietstrommel“ soll wohnortnah sichere Radabstellanlagen in dichter Bebauung ermöglichen.

„Fietstrommel“ soll wohnortnah sichere Radabstellanlagen in dichter Bebauung ermöglichen.

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„In dichter Blockrandbebauung müssen Anwohner*innen ihre Fahrräder oft mühsam durch den Hausflur in den Keller oder in den Hinterhof wuchten. Die Fietstrommel aus den Niederlanden kann hier eine kleine Revolution sein und sichere sowie regengeschützte Abstellanlagen auf wohnortnahen öffentlichen Flächen anbieten“, erklärt Nikolas Lange, der für die STADTGESTALTER Mitglied im Mobilitätsausschuss ist. Am 16.11.2022 steht sein Vorschlag zur Abstimmung. 
„Neubauten werden mittlerweile ganz selbstverständlich mit Radabstellanlagen geplant. Auch ältere Einfamilienhäuser sind für Radfahrende nur selten ein Problem. Ganz anders sieht es aber in zentralen Bereichen mit älterer Blockrandbebauung aus. Hier stehen die Häuserzeilen dicht an dicht ohne Zwischenräume. Wer sein Rad nicht offen an einem Laternenpfahl anbinden will, der muss es regelmäßig  durch den Hausflur schleppen, um es im Hinterhof oder gar im Keller abzustellen. Manche platzieren das Rad dann einfach im Hausflur, was im Bezug auf den Brandschutz problematisch ist“, schildert Lange. 

Nikolas Lange, verkehrspolitischer Sprecher der STADTGESTALTER

„Dass es auch einfach geht, zeigt mal wieder die Niederlande. Dort gibt es die Fietstrommel, die eine abschließbare stabile Abstellanlage für Räder im öffentlichen Raum darstellt. Mehrere Anwohner teilen sich die Fietstrommel wie ein abschließbares Carport für Fahrräder. Die Fietstrommel können von den jeweiligen Anwohnern geöffnet werden und innerhalb der platzsparenden Anlage noch mal individuell angekettet werden. Das macht die Fietstrommel zu einer sicheren Sache. Ein bisschen wie eine platzsparende und einfache Version der bereits im Stadtgebiet angebotenen Radboxen. Die Fietstrommel ist aber unkomplizierter und einfacher konstruiert und bietet sich daher zur dauerhaften Nutzung in Wohngebieten an“, sagt Lange.

„Damit die Fietstrommel, die meist Platz für fünf Räder bieten, bedarfsorientiert und zielgenau aufgestellt werden können, soll eine Installation auf öffentlichen wohnortnahen Flächen durch die Stadt oder einen Dienstleister nur auf Antrag mehrerer Anwohner erfolgen. Diese können den Platz für ihr Rad dann gegen eine kleine Gebühr nutzen. Das Konzept der Niederländer ist so erfolgreich, dass sie auch von der Stadt Onsabrück angeboten werden. Dort gibt es sogar Wartelisten für die beliebten Boxen“ sagt Lange.

Über die Fietstrommel wird der Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur am 16.11.2022 abstimmen. 

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