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Stadt Bochum braucht endlich eine Digitalisierungsstrategie

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Stadt Bochum braucht endlich eine Digitalisierungsstrategie
August 17
12:43 2015

Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ fordert bessere Steuerung von Maßnahmen.

In einer aktuellen Studie „Deutschlands Städte werden digital“ von PricewaterhouseCoopers in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn, in der die 25 bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands anhand von 20 Indikatoren hinsichtlich ihrer Digitalisierung bewertet werden, erreicht Bochum keinen Spitzenplatz. Dies sollte ein Anreiz sein, es künftig besser zu machen. Wir sollten uns nicht immer mit Mittelmaß zufrieden geben und daher die Handlungsempfehlungen der Studie beherzigen. Als wichtigste Handlungsempfehlung benennt die Studie die Schaffung einer strategischen Steuerung.

Eine echte Strategie fehlt in Bochum allerdings völlig. Zwar wurden einige Maßnahmen in der letzten Zeit angegangen. So gibt es mittlerweile u. a. einen städtischen Twitter-Account, mit dem Informationen in ein Soziales Netzwerk eingespeist werden, einen elektronischen Mängelmelder auf der städtischen Homepage und als App sowie die Online-Terminbuchung bei einigen Bürgerbüros. Dies sind jedoch nur Einzelmaßnahmen, in die man sich nicht verzetteln sollte. Vielmehr muss die Digitalisierung eben als strategische Aufgabe begriffen werden.

Die Fraktion „FDP & DIE STADTGESTALTER“ will daher mit einem Ratsantrag die Verwaltung beauftragen, eine Digitalisierungsstrategie für Bochum zu erarbeiten, anhand derer Digitalisierungsprojekte zur Effizienzsteigerung der Verwaltung und zur Kostensenkung abgearbeitet werden können. Die Digitalisierungsstrategie soll sowohl eine Bestandsaufnahme bereits durchgeführter Digitalisierungsprojekte als auch eine Priorisierung neuer Projekte nach ihrer Wirkungskraft und den finanziellen Auswirkungen beinhalten.

Neue Technologien können bereits heute Verwaltungsabläufe erheblich effizienter machen. Dadurch werden nicht nur Kosten gesenkt, sondern es besteht auch die Möglichkeit, die Bürgerschaft besser zu informieren und in kommunalpolitische Entscheidungsprozesse stärker einzubinden. Damit eine Digitalisierungsstrategie zum Erfolg wird, braucht es dann auch einen Verantwortlichen in der Verwaltung, der das Projekt überwacht und vorantreibt. Für einen solchen Digitalisierungsbeauftragten sollte ein geeigneter Mitarbeiter aus der Verwaltung ernannt werden, ohne dass dadurch gleich eine neue Stelle geschaffen wird.

Über den Autor

Felix Haltt

Felix Haltt

Mitglied des Rates der Stadt Bochum und Vorsitzender der Fraktion FDP & Die STADTGESTALTER

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Die KOLUMNE vom finsteren Zauberer

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    Poltergeister!?

    Eigentlich dachte ich, diese Woche gäbe es etwas spannendes aus dem Bochumer Kulturausschuss zu berichten. Da war ich jetzt erstmalig persönlich. Die Sitzung ging allerdings an dem Tag in Rekordzeit zu Ende. Über allzu viel konnte man sich da also gar keine Gedanken machen. Dafür gab es in der PARTEI einen Paukenschlag: Unser bisheriger Europa-Abgeordneter Nico Semsrott ist ausgetreten. Der GröVaZ Martin Sonneborn hatte über Chinesen gefrotzelt, die sich über Amerikaner lustig machen könnten. Wegen der fürchterlichen rassistischen Klischees dabei blieb Semsrott keine andere Wahl, als den Bosbach zu machen. Die Möglichkeit älterer Problemchen stand natürlich nie im Raum. Insgesamt haderte ich deshalb damit, das gute Thema an der völlig falschen Stelle zu haben, nämlich eben nicht in Bochum. Doch Zauberer blicken ja tiefer in die Dinge hinein. Warum ist alles so fürchterlich deplaziert? Welche ärgerlichen Mächte arbeiten gegen mich? Eine kurze Analyse ergibt: Sachen fallen aus dem Plan heraus… Weiterlesen …. 

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