Start STADTRAT Bahnhofstraße in Wattenscheid bleibt für Radfahrer*innen gefährlich.

Bahnhofstraße in Wattenscheid bleibt für Radfahrer*innen gefährlich.

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Maßnahmen der Verwaltung nicht ausreichend – Grüne verstricken sich in Widersprüche.

Die Fraktion Partei/Stadtgestalter kritisiert die Verwaltung für die Anbringung von haptischen Markierungen für den Radweg auf der Bahnhofstraße: „Dies ist eine reine Alibi-Maßnahme, die keine Verbesserungen für den Schutz der Radfahrer*innen bringt. Das bisschen Gerappel verhindert so gut wie gar nicht, dass immer noch auf den Radweg ausgewichen wird, damit der Verkehr in beiden Richtungen gleichzeitig an den parkenden Autos vorbeifahren kann. Jahrzehntelang erlerntes Verhalten ändert sich nicht mal eben durch eine haptische Markierung. Entsprechend der Gewohnheit wird das Ausweichen vom Gegenverkehr häufig erzwungen, sodass in Richtung City fahrenden Autofahrern und -fahrerinnen in diesen Situationen nur der Radweg bleibt “, so Nikolas Lange, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion und Mitglied im Mobilitätsausschuss. Partei/Stadtgestalter stellen erneut einen Antrag zur Verbesserung der Situation. „Wir wollen dort ein Parkverbot einrichten, so dass der Grund für das Ausweichen auf den Radweg entfällt.“

Der Wattenscheider Nikolas Lange beobachtet die Situation auf der Bahnhofstraße regelmäßig: „Es hat sich so gut wie nichts geändert“, kommentiert er die haptischen Elemente der Radwegmarkierung, die von der Verwaltung aufgebracht wurden. „Auch BOGESTRA-Busse scheren sich nicht darum, dass es verboten ist, auf den Radweg auszuweichen.“

Lange hatte im Mobilitätsausschuss beantragt, entweder einen baulich geschützten Radweg, eine sog. Protected Bikelane, oder ein Halteverbot gegenüber dem Radweg einzurichten, sodass der Grund für das Ausweichen auf den Radweg entfällt. „Wir reden hier über lediglich zwei Parkplätze, die sich zudem auf der Fahrspur einer Hauptstraße befinden. Aber der Verwaltung ist der Erhalt von noch so kleinen PKW-Stellflächen wichtiger als sicherer Radverkehr. Das ist für eine Stadt, die sich mit der Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft für fußgänger- und fahrradfreundlichen Städte rühmt, ein Armutszeugnis“, so Lange. “Zudem widerspricht es dem Grundsatz, dass fließender Verkehr Vorrang vor dem ruhenden Verkehr hat”.

Auf wenig Verständnis bei Lange stößt auch eine Anfrage der Grünen Bezirksfraktion in der Sitzung der Bezirksvertretung Wattenscheid am 26.10.2021. Dort hat haben die Grünen angefragt, warum kein Halteverbot angeordnet wurde. „Die Antwort darauf ist einfach: Die Grünen im Mobilitätsausschuss haben unseren konkreten Antrag, der genau das im Beschlusstext stehen hatte, abgelehnt. Es ist daher unverständlich warum die Partei zunächst wirkungsvolle Maßnahmen verhindert hat und sich dann über eine fehlende Umsetzung wundert.“

Die Grünen hätten bald die Möglichkeit, ihre Widersprüchlichkeit aufzulösen, so Lange: „Wir geben der Verwaltung und dem Ausschuss in der Sitzung am 04.11.2021 mit unserem erneuten Antrag zur Einrichtung eines Parkverbotes die Chance, ihre Fehlentscheidung zu korrigieren und den Radverkehr auf der Bahnhofstraße auf diesem Abschnitt ein Stück sicherer zu machen“, kündigt Lange an.

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